Zeitschrift Bundestagswahlen Nach vier Jahren Opposition in Bonn Die CDU: Regeneration nach der Ära Kohl? Personelle, programmatische und organisatorische Erneuerung als Grundlage für die Rückkehr an die Regierung Von Frank Bösch |
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Die Ausgangslage der CDU in Hinblick auf die Bundestagswahl 2002 scheint ziemlich gut. Allerdings weniger durch ihre eigene (Re-)Form als durch die Schwächen der Regierung. Denn ihre Kassen sind ziemlich leer, die Organisationsreform ist nicht sehr weit gediehen. Verschiedene Machtzentren konkurrieren miteinander. Traditionell ist die CDU keine Programmpartei. Ihr wichtigster programmatischer Trumpf ist gegenwärtig die Regierungs-arbeit ihres Kanzlerkandidaten als Ministerpräsident. Red.
Welche Zukunftsperspektiven hat die CDU? Angesichts der schnellen Stimmungsschwankungen bleiben alle kurzfristigen Prognosen voreilig. Selten durchlebten die Christdemokraten derartig rasante Wechselbäder wie in den letzten vier Jahren. Ihre Umfragewerte glichen einer Berg-und-Tal-Fahrt. Die schwere Bundestagswahlniederlage von 1998, die unerwarteten Siege bei den anschließenden Landtagswahlen, die Krise im Zuge der Spendenaffäre und der neue Aufschwung seit Anfang 2002 waren sicherlich für keinen Beobachter voraussagbar. Mehr als nur die Spendenaffäre: die CDU-Finanzen
Der Stellenwert der Parteifinanzen wird
in der Parteienforschung häufig unterschätzt. Die Finanzmittel finden bei parteienrechtlichen Fragen und bei Skandalen größere Aufmerksamkeit, werden aber selten in eine systematische Beziehung zur Parteientwicklung gesetzt.1 Ihre Bedeutung für die Schlagkraft einer Partei wurde für Deutschland bisher kaum empirisch untersucht. Dabei deutet sich gerade bei der CDU-Geschichte ein gewisser Zusammenhang zwischen der Finanzlage und der politischen Stärke an. So wurden ihre beiden Oppositionsphasen 1969/98 und ihre Krise um 1989 von finanziellen Problemen eingeleitet. In ihren Hochphasen unter Adenauer und Kohl verfügte sie dagegen zugleich über ein solides finanzielles Fundament.2 Umgekehrt verfügte die SPD sowohl Ende der Sechziger- als auch Ende der Neunzigerjahre über einen vergleichsweise hohen finanziellen Spielraum, der ihr beides Mal aufwändige und erfolgreiche Wahlkämpfe ermöglichte. Wrotz einschneidender Finanzreformen ein Bundestagswahlkampf im Zeichen knapper Kassen Viele Sparmaßnahmen, die die CDU im Jahr 2000 notgedrungen beschloss, hätten damit ohnehin angestanden. Nun fielen sie allerdings besonders drastisch aus. Die Mitgliederzeitschrift Union wurde einfach eingestellt. Um in Zukunft jährlich acht Millionen zu sparen, sollte von den 160 Mitarbeitern der Bundesgeschäftsstelle fast ein Drittel entlassen werden. Die Kreisverbände müssen zudem für fünf Jahre zusätzliche Mittel abführen. Auch die geplanten Kosten für die Bundestagswahl 2002 wurden um ein Fünftel auf 40 Millionen gesenkt. Das verschlechterte ihre Ausgangsposition für die Wahl.
Um die geringen Mitgliederbeiträge zu erhöhen, setzte der Essener Parteitag die Richtwerte zur Selbsteinschätzung der Beitragshöhe herauf.6 Allerdings lagen auch die neuen Beitragsstufen unterhalb der sozialdemokratischen Tabellen. Einen relativ großen Erfolg hatte die CDU mit ihren Spendenaufrufen. Sie konnten zumindest einen Teil der Strafzahlungen abdecken. Wie der scheidende Schatzmeister Ulrich Cartellieri auf dem Dresdner Parteitag im Dezember 2001 ausführte, blieb das Spendenaufkommen insgesamt gering. Die Verschuldung konnte die CDU aber insgesamt deutlich abbauen.7 Verletzte Achillesferse: die Parteiführung Da Parteien hochkomplexe, heterogene und lose-verkoppelte Gebilde sind, benötigen sie Integrationssymbole.9 Führungspersonen nehmen dabei einen zentralen Stellenwert ein. Die Schlagkraft, die Geschlossenheit und das öffentliche Ansehen der Partei hängt wesentlich von ihnen ab. Die jeweilige Position des Vorsitzenden ist aber zugleich ein Ausdruck dafür, in welchem Zustand sich die Partei gerade befindet. Die Parteiführung, die Parteistruktur und der politische Rahmen bedingen einander damit wechselseitig.10
Die Parteiführung der CDU bewies seit 1998 ebenfalls ein hohes Reformpotenzial. Allerdings schoss die Reform der CDU hier - so meine These - in gewisser Weise über ihr Ziel hinaus und verschlechterte dadurch ihre Ausgangslage vor der Bundestagswahl. Eine hohe Fluktuation, eine geringe Koordination und die Diffussion auf unterschiedliche Machtzentren waren die Merkmale dieser Entwicklung. Zahlreiche neue Machtzentren nach Verlust des Kanzleramtes
Nach dem Verlust des Kanzleramtes bildeten sich zahlreiche neue Machtzentren. Mit dem neuen Vorsitzenden Wolfgang Schäuble verlagerte sich die Parteiführung zunächst in die Fraktion, weniger in die Geschäftsstelle. Durch das Engagement der neuen Generalsekretärin Merkel wuchs seit 1999 aber auch die Bedeutung des Adenauer-Hauses. Die Landtagswahlsiege werteten zudem im selben Jahr die ohnehin starken Landesvorsitzenden der CDU auf. Zugleich erhoben einige Vereinigungen der CDU, die unter Kohl etwas einflussloser geworden waren, nun wieder deutlicher ihre Stimme. Das galt besonders für die Sozialausschüsse der CDA, die unter ihrem angehenden Vorsitzenden Hermann-Josef Arentz wieder unverkennbarer ihr eigenständiges Profil betonten. Damit deutete sich bereits vor der Spendenaffäre eine Diffusion der Machtzentren an.
Angela Merkels Aufstieg - und ihre Handikaps
Erst die Spendenaffäre führte zu einer übereilten Neustrukturierung der Führungsspitze, an der die CDU noch vor der Bundestagswahl 2002 litt. Nicht die Stärke der Hausmacht, sondern die persönliche Integrität war nun plötzlich entscheidend, um in der Führungsspitze zu verbleiben. Sie blockierte zahlreiche Parteikarrieren. Kohl schied im Dezember 1999 aus dem innerparteilichen Leben und schließlich sogar als Ehrenvorsitzender aus. Schäuble musste zurücktreten, weil er eine ihm überreichte große Bargeldspende trotz Nachfrage verheimlicht hatte. Roland Koch wurde in seiner Karriere aufgehalten, nachdem er erst verspätet seine Kenntnis von den geheimen Spenden seines Landesverbandes mitgeteilt hatte. Zudem scheiterte der hoffnungsvolle Schatzmeister Matthias Wissmann am schlechten Management der Krise. Aufs Kanzleramt schielende Köpfe wie Volker Rühe und Jürgen Rüttgers wurden dagegen durch ihre mittelmäßigen Landtagswahlergebnisse zurückgeworfen, die auf den Skandal folgten. Der schwache Rückhalt zu Fraktion und Landesverbänden verbaute den Weg zur Kanzlerkandidatur
Merkel gelang es zudem häufig nicht, eine Aktionseinheit zur Fraktion zu bilden. Ihr Verhältnis zur Fraktion blieb eher kühl. Auch bei der Zusammenarbeit mit dem Fraktionsvorsitzenden Friedrich Merz wuchs die Distanz, nachdem Merkel ihm die Schuld an der gescheiterten Ablehnung der Steuerreform im Bundesrat gegeben hatte. Zudem trugen die Abgeordneten Merkels wechselhafte Haltung nicht mit, wie etwa in der Frage des Mazedonien-Einsatzes. Gerade die enge Brücke zwischen Partei und Fraktion dürfte aber die Grundvoraussetzung für jede erfolgreiche Oppositionsarbeit sein. Von der Mitgliederpartei zur Bürgerpartei? In ihrer ersten Oppositionsphase hatte sich die CDU als eine Partei bewährt, die ihre Parteiorganisation ausbaute.15 Im Zuge der allgemeinen Milieuerosion hatte sich der junge Helmut Kohl dadurch eine neue Basisverankerung und ein loyales Netz von Mitarbeitern gesichert. Dagegen fielen die organisatorischen Reformen nach 1998 wesentlich geringer aus. Im Unterschied zum ersten Machtverlust fehlte ihr nun eine organisatorische Zukunftspersýektive. 1999 gelang es der CDU zwar, ihre fortlaufenden Mitgliederverluste abzubremsen. Die Hoffnung, wieder einen ähnlich großen Mitgliederzulauf zu erreichen, war jedoch von vornherein so unrealistisch, dass kaum jemand ernsthaft daran glaubte. Seit 1999 sank die Mitgliederzahl ähnlich wie bei der SPD weiter (vgl. Tab. 3).
Statt zur Mitgliederpartei wollte sich die CDU deshalb zur "Bürgerpartei" entwickeln. Tatsächlich begann sie eine neuartig direkte Wähleransprache. Dazu zählte in erster Linie ihre Unterschriftenaktion, die den Wahlsieg in Hessen einleitete. Telefonkampagnen begleiteten diesen Versuch, die direkte Wählerbindung auszubauen, die nicht über die Mitgliedschaft lief. Während in den Siebzigerjahren Ortsvereine für den größten Mitgliederzuwachs prämiert wurden, bekamen nun jene Ortsvereine einen Preis, die sich durch besonders kreatives Gesellschaftsengagement auszeichneten - sei es beim Waldaufforsten oder bei der Hausaufgabenhilfe.16 Gleichzeitig glänzte die CDU frühzeitig durch einen Internetauftritt, der den Sozialdemokraten an Professionalität einiges voraus hatte. Zudem probierte die CDU neuartige Formen der popkulturellen Kommunikation. Hierzu zählten Kartons mit der Aufschritt "neue Mitte", die zwischen SPD und CDU hin und her gefahren wurden, Kundgebungen in entlegenen Berliner Fabrikgebäuden oder selbstironische Merkel-Plakate.
Bislang allerdings ist die Organisationsreform nicht gelungen
Innerhalb der Partei plante die CDU nach 1998 den Ausbau von Partizipationsmöglichkeiten für Mitglieder und Nichtmitglieder. Fast alle Landesverbände hatten in der ersten Hälfte der Neunzigerjahre entsprechende Satzungsreformen vorgelegt. Angela Merkels Engagement wies zunächst ebenfalls in diese Richtung. Schon als Generalsekretärin war sie unverkennbar für eine stärkere Beteiligung der Basis eingetreten. Auf Regionalkonferenzen ließ sie sich küren. Allerdings blieben viele christdemokratische Reformforderungen die gleichen wie seit über drei Jahrzehnten. Ihre Beschlüsse "Krise als Chance" vom Essener Parteitag 2000 ähnelten im hohen Maße dem Papier "Moderne Parteiarbeit in den Neunzigerjahren", das 1989 verabschiedet, aber nie wirklich umgesetzt wurde. Im April 2001 legte ihre Präsidiums-Kommission den Bericht "Lebendige Volkspartei. Reformprojekte der CDU Deutschlands für eine moderne, demokratische und interessante Parteiarbeit" vor. Wie in den frühen Neunzigerjahren forderte er mehr Mitgliederbefragungen bei der Kandidatenauswahl und bei Sachfragen, die Öffnung der Kreisparteitage für alle Mitglieder, eine Amtszeitbegrenzung auf maximal 12 Jahre oder die Beschränkung auf drei Vorstandsämter. Aber erneut scheiterte das Papier schon im Vorfeld am Unwillen einiger Landesverbände.17 Obwohl der Parteitag für 2001 eine Reformvorlage verlangt hatte, wurde sie deshalb stillschweigend auf die Zeit nach der Bundestagswahl vertagt. Die organisatorische Reform der CDU gelang damit nach 1998 zumindest in der ersten Oppositionsperiode nicht. Erstaunlicher Weise hatte die Regierungspartei SPD drei Jahre nach dem Machtwechsel mehr derartige Parteireformen verwirklicht als die Union, obwohl bei der Oppositionspartei eher eine Erneuerung zu erwarten gewesen wäre.
Die Bundesgeschäftsstelle und die Anlaufgeschwindigkeiten der Wahlkampf-Organisation
Organisatorisch hatte die CDU nach 1969 vor allem vom Ausbau ihrer Bundesgeschäftsstelle profitiert. Der rasante Anstieg ihrer hauptamtlichen Mitarbeiter - von 145 (1969) auf 191 (1972) - hatte damals ihren Einfluss verstärkt. Nach 1998 sah es zunächst so aus, als wenn der Geschäftsstelle ein ähnlicher Neuanfang bevorstehen würde. Der Wechsel in die Berliner Parteizentrale bescherte abermals ein neues architektonisches Symbol für die Regeneration der CDU. Zugleich versprach der Umzug und der erneute Generationswechsel neuen Schwung. Die Spendenaffäre sorgte jedoch dafür, dass gerade in der Bundesgeschäftsstelle die organisatorische Stärkung ausblieb. Vielmehr zwang die Finanznot dazu, die Mitarbeiterzahl drastisch zu senken. Die Fluktuation war gewaltig. Immerhin hatte sich die Geschäftsstelle bis November 2001 um ein knappes Drittel auf 117 Mitarbeiter verkleinert. Damit fiel sie auf den Stand der Sechzigerjahre zurück. Zudem wurden umzugsbedingt etwa fünfzig Posten neu besetzt. Offensichtlich fehlten dadurch talentierte Führungspersonen, die zugleich Erfahrung aufwiesen. Bis Anfang 2002 blieb deshalb völlig unklar, wer eigentlich den Bundestagswahlkampf koordinieren sollte. Niemand in der Geschäftsstelle traute sich diese Aufgabe so recht zu, da keiner jemals einen Bundestagswahlkampf geleitet hatte. Ein weiteres Problem blieb, dass die einzelnen Abteilungen der Bundesgeschäftsstelle recht unverbunden nebeneinander und gegeneinander arbeiten. Offensichtlich fehlte die übergeordnete Hand, die Synergie-Effekte herbeiführte und die gedrückte Stimmung auflockerte. Da die Geschäftsstelle besonders stark unter der Finanznot und den Entlassungen litt, blieb die Motivation gering. Nie war die CDU eine Programmpartei: die Reform der Programmatik Die CDU ist und war nie eine Programm*artei. Vielleicht mit Ausnahme der Siebzigerjahre spielten Programmentscheidungen nie eine vergleichbare Rolle wie bei der SPD und später bei den Grünen. Entscheidend blieb für sie das pragmatische Handeln in der politischen Praxis. Auch während Kohls Regierungszeit prägte die Programmatik nur im geringen Maße das politische Erscheinungsbild der CDU. Im Unterschied zur Ära Adenauer hatte sie zwar fortlaufend programmatische Texte verfasst. Erst 1994 hatte sie ihr zweites Grundsatzprogramm verabschiedet. Dennoch bestand in der Partei das Gefühl, eine echte inhaltliche Debatte über das Selbstverständnis wäre unter Kohls Kanzlerschaft ausgeblieben.19
Nach 1998 bestand in der CDU daher eine gewisse Programmeuphorie. Ähnlich wie in der ersten Oppositionsphase wollten die Christdemokraten nun ihre Standpunkte selbstkritisch weiter entwickeln. Die reformbewussten Erfurter Leitsätze vom April 1999 unterstrichen dies: "Eine lebendige und offene Diskussion soll auf allen Ebenen die Arbeit der Partei bestimmen. Zu sehr haben die Anforderungen der Regierungsarbeit nach Kompromisssuche und Koalitionstreue auch das Parteileben bestimmt."20 Auf den ersten CDU-Parteitagen der Oppositionszeit blieb die grundlegende Debatte jedoch weitgehend aus. Die Programmdiskussion verlagerte die CDU dagegen in kleinere Kommissionen, die langfristige Entwürfe zur Familien-, Bildungs-, Finanz- und Sozialpolitik entwickeln sollten.
Inhaltliche Impulse kamen eher aus der Regierungsarbeit der Länder
Im Unterschied zu den Siebzigerjahren strebte die CDU zudem keinen großen Programmentwurf an, sondern mehrere kleine Papiere in jährlicher Abfolge. Die CDU hielt dabei an ihren programmatischen Grundlagen fest, gab ihnen aber zugleich vorsichtig neue Akzente. Reformbereit erwies sich die CDU vor allem in der Familienpolitiký Als Familie definierte sie nun trotz innerparteilicher Proteste explizit auch Alleinerziehende oder nicht-eheliche Lebensgemeinschaften mit Kindern. Auch gleichgeschlechtliche Partnerschaften wurden in einem Programmbeschluss ausdrücklich respektiert.21 Wie in der ersten Oppositionsphase stellte sie die Familienpolitik als einen Schwerpunkt heraus, um ihr sozialpolitisches Profil zu stärken. Mit ihrem Vorschlag, ein Familiengeld von monatlich 1200 Mark einzuführen, legte sie frühzeitig ihre greifbarste Alternative zum rot-grünen Regierungskurs vor. In den Mittelpunkt des Wahlkampfes rückten bayerische Wirtschaftsdaten
Seit Januar 2002 konnte die Union sich wieder echte Chancen auf einen Machtwechsel ausrechnen. Die Analyse ihrer Oppositionsphase zeigte jedoch, dass sie diese Ausgangslage nur im geringen Maße durch eigene Parteireformen erreichte. Die größte Reformbereitschaft zeigte die CDU in ihrem Finanzwesen. Nicht allein wegen der Spendenaffäre, sondern auch durch ihre strukturell bedingten Mindereinnahmen ist ihre finanzielle Situation allerdings weiterhin prekär. Der Blick auf ihre Parteiführung zeigte, dass sie einen unverkennbaren Abschied von der Ära Kohl wagte, dabei aber zugleich über ihr Ziel hinausschoss. Eine hohe personelle Fluktuation, eine geringe Koordination und die Diffusion auf unterschiedliche Machtzentren waren die Folge. Auf der organisatorischen Ebene stellte sie besonders durch die Erhöhung des Frauenanteiles und ihre direkte Wähleransprache ihren Modernisierungswillen unter Beweis. Die Reform der Mitgliederpartizipation versandete jedoch. Ähnliches galt schließlich für die Programmarbeit, die sich in einzelnen Kommissionen verlor.
Anmerkungen 1 Vgl. selbst bei guten Überblicken wie: Rolf Ebbighausen u.a., Die Kosten der Parteiendemokratie. Studien und Materialien zu einer Bilanz staatlicher Parteifinanzierung in der Bundesrepublik Deutschland, Opladen 1996; Christine Landfried, Parteifinanzen und politische Macht. Eine vergleichende Studie zur Bundesrepublik, Italien und den USA, Baden-Baden 1990.
2 Vgl. zu ihrer Finanzentwicklung: Frank Bösch, 3 Vgl. Deutscher Bundestag, 14. Wp., Drucksache 14/4747, S. 41. " Vgl. zu dessen Entstehung: Friedhelm Boyken, Die neue Parteienfinanzierung. Entscheidungsprozessanalyse und Wirkungskontrolle, Baden-Baden 1998. 5 Protokoll 13. Parteitag der CDU Deutschlands 9.-11.4.2000, S. 58. 6 Satzungsänderungen abgedruckt in: ebd., S. 282-292. 7 Vgl. auch Bericht der Bundesgeschäftsstelle 14. Parteitag 2.-4.12.2001, S. 67. 8 Alle Satzungsreformen in: Protokoll 13. Parteitag 9.-11.4.2000, S. 282-293. 9 Zu diesem parteisoziologischen Ansatz vgl. Elmar Wiesendahl, Parteien in Perspektive. Theoretische Ansichten der Organisationswirklichkeit politischer Parteien, Wiesbaden 1998; zur komplexen CDU-Struktur vgl. neben Bösch, Macht und Machtverlust, auch: Josef Schmid, Die CDU. Organisationsstrukturen, Politiken und Funktionsweisen einer Partei im Föderalismus, Opladen 1990. 10 Als Überblick zu dem theoretischen Konzept der politischen Führung vgl.: Ludger Helms, "Politische Führung" als politikwissenschaftliches Problem, in: ZPol 41 (2000), S. 411-434. 21 Vgl. Clay Clemens: Party Management as a Leadership Ressource. Kohl and the CDU/CSU, in: German Politics (1998), S. 91-119; Karl-Rudolf Korte: Kommt es auf die Person des Kanzlers an?, in: ZParl 29 (1998), S. 387-401. 12 Vgl. Diskussion und Wahlen in: Protokoll des 11. Parteitag der CDU Deutschlands, 7.11.1998 13 So die vergleichende Einschätzung einiger von mir befragter Teilnehmer. 14 Vgl. etwa die Kritik von Wulff, Fischer oder Wadephul in: WamS 25.6.2001; Welt 5.6.2001. 15 Vgl. neben Bösch, Macht und Machtverlust, S. 99-119, Wulf Schönbohm, Die CDU wird moderne Volkspartei. Selbstverständnis, Mitglieder, Organisation und Apparat 1950-1980, Stuttgart 1985. 16 Vgl. Auschreibung in UiD 1/1999. 17 Vgl. hierzu auch SZ 30.6.2001. 18 Vgl. Thomas Poguntke, Parteiorganisationen im Wandel. Gesellschaftliche Verankerung und organisatorische Anpassung im europäischen Vergleich, Wiesbaden 2000, S. 259. 19 Vgl. kritisch zur recht knappen Diskussion beim Grundsatzprogramm: Irmgard Reichart-Dreyer, Macht und Demokratie in der CDU. Dargestellt am Prozess und Ergebnis der Meinungsbildung zum Grundsatzprogramm 1994, Wiesbaden 2000. 20 Erfurter Leitsätze. Aufbruch '99. Beschluss des 12. Parteitags in Erfurt 25. bis 27. April 1999, S. 6; zur Reformdiskussion vgl. etwa die programmatischen Artikel in: Die politische Meinung. 21 Zu den familienpolitischen Positionen der CDU vgl. bes. den programmatischen Beschluss des Bundesparteiausschusses ,Lust auf Familie - Lust auf Verantwortung', verabschiedet am 13.12.1999. 22 Vgl. Angela Merkel, Die Wir-Gesellschaft. Über die Notwendigkeit einer Neuen Sozialen Marktwirtschaft, in: FAZ 18.11.2000; als gute Kritik hieran: Joachim Starbatty, Eine Neue Soziale Martwirtschaft?, in: Handelsblatt 5.12.2000. 23 ,Schnellschuss mit Verspätung', in: Rheinischer Merkur 16.5.1980.
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Thema des nächstes Heftes:
Mobilität in Deutschland
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