Zeitschrift 

Menschenrechte


 

Heft 1/2  2005

Hrsg: LpB

 



 

Inhaltsverzeichnis

  Ernüchternde Ergebnisse zweier repräsentativer Studien
 

Menschenrechte in Deutschland: Wissen, Einstellungen und Handlungsbereitschaft

  Gert Sommer / Jost Stellmacher / Elmar Brähler

 


Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948 besteht aus 30 Artikeln, die bürgerliche, politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte thematisieren und deren Verwirklichung als "gemeinsames Ideal" bezeichnet wird. Diese Menschenrechte sind unteilbar und universell gültig. Die Bedeutung der Menschenrechtsbildung wurde in vielen nationalen und internationalen Erklärungen betont, unter anderem von der Generalversammlung der Vereinten Nationen zur Begründung der "Dekade der Menschenrechtsbildung", die von 1995-2004 dauerte. Somit gelten das Wissen über Menschenrechte, ihre positive Bewertung und die Bereitschaft, sich für sie einzusetzen, als wichtige Bildungsziele. In welchem Ausmaß diese Ziele erreicht wurden, überprüften die Autoren in den Jahren 2002 und 2003 mit zwei repräsentativen Untersuchungen in Deutschland. Die repräsentative Studie in 2003 wurde in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Menschenrechte (DIMR) durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen im Kern ein großes Defizit in der Menschenrechtsbildung in Deutschland, aber auch einige positive Ansatzpunkte. Die Studien weisen auf die Notwendigkeit der Verbesserung der Menschenrechtsbildung in Deutschland hin. 

Red.

 

Hintergrund - Vereinte Nationen und Menschenrechte

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wurde am 10. Dezember 1948 von der Vollversammlung der Vereinten Nationen ohne Gegenstimmen angenommen. Darin einigten sich die damals in den Vereinten Nationen vertretenen Länder auf einen umfassenden Katalog von unveräußerlichen Menschenrechten. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte ist eine Erklärung und somit wenig verbindlich. Dies änderte sich mit den Menschenrechtspakten von 1966 ("Zwillingspakte": "Pakt über bürgerliche und politische Rechte" sowie "Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte"), die inhaltlich weit gehend mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte übereinstimmen und inzwischen von etwa 150 Staaten ratifiziert wurden. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte enthält 30 Artikel mit etwa 100 einzelnen Rechten (manche Artikel, z.B. Artikel 6 zur Rechtsperson, enthalten nur ein Recht; andere, z.B. Artikel 23 zur Arbeit, sind sehr komplex und enthalten mehrere Rechte). Die Artikel thematisieren zum einen bürgerliche und politische Menschenrechte (im Folgenden meist abgekürzt als "bürgerliche Rechte" bezeichnet), wie zum Beispiel Folterverbot, Asylrecht, Rechtssicherheit, Meinungs- und Informationsfreiheit, und zum anderen wirtschaftliche, kulturelle und soziale Rechte (im Folgenden meist als "wirtschaftliche Rechte" bezeichnet), wie zum Beispiel Recht auf Arbeit, Schutz vor Arbeitslosigkeit, Anspruch auf ausreichende Lebenshaltung (einschließlich Nahrung, Kleidung, Wohnung, ärztliche Versorgung), Recht auf Bildung. Wiederholt wurde von den Vereinten Nationen betont, dass die wirtschaftlichen und die bürgerlichen Rechte die gleiche Bedeutung haben (so genannte Unteilbarkeit; z.B. Wiener Erklärung der Weltkonferenz über Menschenrechte, 1993: "Alle Menschenrechte sind (...) unteilbar, bedingen einander und bilden einen Sinnzusammenhang."). Die Menschenrechte sollen für alle Menschen in allen Ländern gelten, unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, Religion, Nationalität oder Ethnie (so genannte Universalität). Mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sind für die nationale und internationale Politik wichtige Ziele formuliert worden: In der Präambel werden die Menschenrechte als "das von allen Völkern und Nationen zu erreichende gemeinsame Ideal" bezeichnet.

 

Die Bildungsziele - Einstellungen, Wissen, Handlungsbereitschaft

Ein fundiertes Wissen über Menschenrechte, eine positive Einstellung zu Menschenrechten und insbesondere Handlungsbereitschaft und konkretes Handeln für Menschenrechte sind bedeutsame Bildungsziele. Diese drei Ziele - Wissen, Bewertung und Handlungsbereitschaft - ergänzen sich gegenseitig. Je besser Menschen über ihre Rechte informiert sind, die der anderen respektieren und sich aktiv engagieren, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit für ein friedliches und gewaltfreies Zusammenleben (UN-Generalsekretär Kofi Annan, 2000). Zudem ist Menschenrechtsbildung selbst ein Menschenrecht. Schon die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte fordert (Art. 26): "Die Ausbildung soll (...) die Stärkung der Achtung der Menschenrechte und Grundfreiheiten zum Ziele haben." Entsprechend verabschiedete die Ständige Konferenz der Kultusminister der deutschen Länder im Jahre 1980 (und mit ähnlichem Wortlaut nochmals 2000) eine "Empfehlung zur Förderung der Menschenrechtserziehung in der Schule", die unter anderem die Bedeutung von Lehrplänen, Schulbüchern und Lehrerfortbildung thematisiert. Insbesondere die UNESCO (United Nations Educational, Scientific und Cultural Organization/Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur) hat in verschiedenen Erklärungen auf die Bedeutung von Menschenrechtsbildung hingewiesen. Dabei wird betont, dass Menschenrechte, Frieden und Demokratie eng miteinander verknüpft sind und sich gegenseitig bedingen. In der "Erklärung zur Erziehung für Frieden, Menschenrechte und Demokratie" wird - ausgehend von den Problemen Gewalt, Fremdenhass und Terrorismus sowie der zunehmenden Kluft zwischen reichen und armen Ländern - im Sinne einer "Kultur des Friedens" eine Gegenstrategie entwickelt mit dem zentralen Ziel, "zur Persönlichkeitsentfaltung von Schülern, Studenten und Erwachsenen beizutragen, so dass sie (...) entschlossen sind, den Frieden, die Menschenrechte und die Demokratie zu fördern" (Ziffer 2.1).

 

Dekade der Menschenrechtsbildung 1995-2004

Die Menschenrechtsbildung erhielt einen noch höheren politischen Stellenwert, als die Generalversammlung der Vereinten Nationen 1994 eine Resolution sowie einen Aktionsplan zur "Dekade der Menschenrechtserziehung 1995-2004" verabschiedete (dokumentiert in Europäisches Universitätszentrum für Friedensstudien u.a. 1997, S. 138-141). Zentral ist die folgende Aussage zur Relevanz der Menschenrechtserziehung: " jede Frau, jeder Mann und jedes Kind (müssen) in Kenntnis aller ihrer Menschenrechte - bürgerlicher, kultureller, wirtschaftlicher, politischer und sozialer Art - gesetzt werden (...), um ihr volles menschliches Potential entwickeln zu können."

Nach der Hälfte der UN-Dekade zur Menschenrechtserziehung war das weltweite Resümee allerdings wenig zufrieden stellend. So beklagte UN-Generalsekretär Kofi Annan (2000) unter anderem eine große Lücke zwischen den Versprechungen zur Menschenrechtserziehung und der Realität und dass nur wenige Länder effektive Strategien eingesetzt hätten. Dies trifft auch für Deutschland zu: Über die UN-Dekade zur Menschenrechtsbildung wurde kaum informiert und einzelne Aktivitäten sind kaum koordiniert (Lohrenscheit/Rosemann 2003).

 

Repräsentative Untersuchungen fehlten bisher

Zudem sind empirische Untersuchungen zum Stand der Menschenrechtsbildung äußerst selten und repräsentative Untersuchungen fehlen weltweit. Im Folgenden berichten wir über die Ergebnisse von zwei repräsentativen Studien in Deutschland. Die erste Studie wurde im April 2002 durchgeführt (Sommer/Stellmacher/ Brähler 2003). Dabei wurden 1.001 Ostdeutsche und 1.050 Westdeutsche im Alter von 14 bis 92 Jahren durch geschulte Interviewer bei sich zu Hause befragt. Im Oktober 2003 führten wir eine zweite Untersuchung durch, diesmal in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Menschenrechte (DIMR; Stellmacher/Sommer/ Brähler, in press). Befragt wurden 1.656 Westdeutsche und 361 Ostdeutsche per Telefoninterview. Beide Datenerhebungen wurden durch das Meinungsforschungsinstitut USUMA (Berlin) vorgenommen. Die hauptsächlichen Themen der beiden Untersuchungen waren:

  • das Wissen über Menschenrechte und Menschenrechtsdokumente;

  • die Einstellung zu Menschenrechten und

  • die Handlungsbereitschaft bezüglich Menschenrechten.

Wesentliche Ergebnisse (I): Zum Wissen über Menschenrechte

Wissen über Menschenrechtsdokumente

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden zunächst gefragt, ob es ein Dokument gibt, das die Menschenrechte weltweit für jeden Menschen definiert. Ergebnisse:

  • 20 %: Es gibt kein entsprechendes Dokument;

  • 30 %: Weiß nicht;

  • 50 %: Es gibt ein entsprechendes Dokument.

Bei der Frage nach dem Namen eines solchen Dokuments geben letztlich nur 4% der Befragten eine richtige Antwort wie "UNO-Menschenrechtskonvention" bzw. "UNO-Menschenrechtscharta". Die "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte" wird so gut wie nie genannt.

 

Wissen über Menschenrechte

Die Befragten wurden gebeten, alle Menschenrechte zu nennen, die ihnen spontan einfallen. Als "genannt" zählten wir dann einen Artikel, wenn mindestens ein zentraler Inhalt oder Begriff genannt wurde. Durchschnittlich werden die Inhalte von knapp drei der 30 Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte genannt. Dies sind:

  • 2,05 bürgerliche Menschenrechte;

  • 0,73 wirtschaftliche Menschenrechte;

  • insgesamt also 2,78 bürgerliche und wirtschaftliche Menschenrechte.

17 % der Befragten können kein einziges Menschenrecht spontan nennen. Abbildung 1 zeigt, welche Rechte angegeben wurden, wenn die Befragten in der Lage waren, mindestens ein Menschenrecht spontan zu nennen. Es fällt auf, dass kein einziges Menschenrecht von mehr als 50% der Befragten angegeben wird. Nur fünf Menschenrechte - vier davon bürgerliche - werden von mindestens einem Viertel der Befragten genannt. Viele Artikel werden gar nicht erwähnt.

Da die spontane Reproduktion von Wissen aufgrund von Konzentrations- oder Motivationsdefiziten schwierig sein kann, haben wir in einem zweiten Ansatz der Wissensüberprüfung eine Liste mit Rechten präsentiert: Die Befragten sollten angeben, ob es sich dabei um Menschenrechte handelt. Die Liste enthielt zehn bürgerliche und acht wirtschaftliche Menschenrechte sowie zwei Rechte, die keine Menschenrechte sind (Distraktoren). Die Befragten sollten angeben, ob das jeweilige Recht (1) "sicher kein Menschenrecht", (2) "eher kein Menschenrecht", (3) "weiß nicht", (4) "eher ein Menschenrecht" oder (5) "sicher ein Menschenrecht" ist.

Von den 18 präsentierten Menschenrechten wurden nur sechs Rechte von der Mehrheit

(> 50%) der befragten Deutschen "sicher" als Menschenrechte identifiziert. Dies sind:

  • Recht auf Leben und Freiheit (von 79% genannt);

  • Recht auf Gleichheit vor dem Gesetz (71%);

  • Recht auf Schutz vor grausamer Behandlung und Folter (70%);

  • Recht auf Schutz vor Diskriminierung wegen Hautfarbe, Geschlecht oder Religion (69%);

  • Recht auf freie Meinungsäußerung (69%);

  • Recht auf Religionsfreiheit (68%) sowie

  • Recht auf Frieden (55%).

Mit Ausnahme des Rechts auf Frieden - das bislang noch nicht den Status eines Menschenrechts hat, aber als Menschenrecht der "dritten Generation" diskutiert wird - handelt es sich bei den sicher identifizierten Menschenrechten ausschließlich um bürgerliche Menschenrechte.

Günstiger werden die Ergebnisse, wenn neben der Antwort "sicher ein Menschenrecht" auch die Antwort "eher ein Menschenrecht" als richtig und somit als "Wissen" bewertet wird: Dann werden alle vorgegebenen bürgerlichen Rechte von der Mehrheit der Befragten "eher" oder "sicher" als Menschenrecht identifiziert.

Bei den wirtschaftlichen Rechten zeigen sich größere Wissensdefizite. Lediglich das "Recht auf Nahrung, Kleidung, Wohnung und ärztliche Betreuung" wird von mehr als zwei Dritteln der Befragten sicher oder eher als Menschenrecht identifiziert. Die Mehrheit der Befragten (> 50%) kann die folgenden wirtschaftlichen Rechte nicht als Menschenrechte identifizieren:

  • das Recht auf Schutz vor Arbeitslosigkeit;

  • das Recht auf Begrenzung der Arbeitszeit und bezahlten Urlaub;

  • das Recht auf Bildung von Gewerkschaften sowie

  • das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit.

"Schutz vor Arbeitslosigkeit" und "Recht auf Begrenzung der Arbeitszeit und bezahlten Urlaub" werden von ca. zwei Dritteln der Befragten explizit als keine Menschenrechte bezeichnet. Somit gibt es in diesem Bereich nicht nur ein fehlendes Wissen; vielmehr sind die Befragten von ihrem falschen Wissen auch noch weit gehend überzeugt.

 

ABBILDUNG 1: PROZENTSATZ DER NENNUNG EINZELNER RECHTE. AUFLISTUNG ALLER RECHTE, DIE VON ÜBER 10 PROZENT DER BEFRAGTEN GENANNT WURDEN

 

 

Ost-West-Vergleich

Beim Wissen über Menschenrechtsdokumente unterscheiden sich Ost- und Westdeutsche nicht. Beim spontanen Wissen über Menschenrechte nennen Ostdeutsche gegenüber Westdeutschen mehr wirtschaftliche Rechte (0,97 vs. 0,5), während Westdeutsche mehr bürgerliche Rechte nennen (2,23 vs. 1,86). Die größten Ost-West-Unterschiede zeigen sich beim Recht auf Schutz vor Arbeitslosigkeit sowie beim Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit (vgl. Abb. 2).

 

ABBILDUNG 2: MENSCHENRECHTE MIT BESONDERS STARKEN OST-WEST-UNTERSCHIEDEN BEI SPONTANEN NENNUNGEN (PROZENTSATZ DER BEFRAGTEN)

 

 

Auch bei der Vorgabe von Menschenrechten identifizieren Ostdeutsche wirtschaftliche Rechte eher als Menschenrechte, während es bei bürgerlichen Rechten keinen nennenswerten Unterschied gibt. Wesentlich ist also das größere Wissen der Ostdeutschen über wirtschaftliche Menschenrechte. Grund dafür mag zum einen die Sozialisation in einem real-sozialistischen Land sein (im Ost-West-Konflikt wurde von den sozialistischen Ländern - in Abhebung von den westlichen Ländern - die Bedeutung der wirtschaftlichen Rechte betont), zum anderen die immer noch ungünstigeren Lebensbedingungen in den neuen Ländern, zum Beispiel höhere Arbeitslosigkeit und niedrigere Löhne. Die Ost-West-Unterschiede dürfen aber nicht darüber hinweg täuschen, dass auch in der ehemaligen DDR nur ein geringes Wissen über wirtschaftliche Menschenrechte vorhanden ist.

 

Fazit: Wissen über Menschenrechte und Menschenrechtsdokumente

Die Studien zum Wissen über Menschenrechte zeigen einen erheblichen Mangel in der Menschenrechtserziehung. Die Namen der zentralen Dokumente der Vereinten Nationen zu Menschenrechten, insbesondere die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, sind weitestgehend unbekannt. Das spontane Wissen über Menschenrechte ist ebenfalls sehr gering. Am ehesten sind noch bürgerliche Rechte bekannt; wirtschaftliche Rechte sind weit gehend unbekannt. Auch wenn die Befragten anhand einer vorgegebenen Liste von Rechten gebeten werden, anzugeben, mit welcher Sicherheit es sich bei den präsentierten Rechten um Menschenrechte handele, zeigt sich ein deutliches Wissensdefizit. Viele Befragte haben bei etlichen vorgegebenen Rechten die Antwort "eher ein Menschenrecht" angekreuzt. Dies verweist auf eine gewisse Vermutung, aber nicht auf sicheres Wissen.

Als Fazit muss daher festgehalten werden: In der deutschen Bevölkerung sind nur wenige Menschenrechte wirklich bekannt. Zudem wird eine "Halbierung" der Menschenrechte deutlich: Wenn Menschenrechte bekannt sind, dann sind dies in erster Linie bürgerliche Rechte. Wirtschaftliche Rechte können kaum spontan genannt werden und werden erheblich seltener "sicher" als Menschenrechte identifiziert im Vergleich zu bürgerlichen Menschenrechten. Hier liegt somit ein wichtiger Ansatz für die weitere Menschenrechtsbildung, denn mangelndes Wissen über Menschenrechte ermöglicht und erleichtert ihren politischen Missbrauch. Verletzungen von Menschenrechten werden von Regierungen immer wieder instrumentalisiert, um eine bestimmte Politik durchzusetzen, bis hin zur Rechtfertigung von Kriegen. Dies ist nicht im Sinne der Menschenrechtsidee und gelingt umso leichter, je weniger die Bevölkerung über Menschenrechte und über Menschenrechtsverletzungen - auch oder gerade über die im eigenen Land - informiert ist.

 

Wesentliche Ergebnisse (II): Zur Wichtigkeit von Menschenrechten

Die allgemeine Frage "Wie wichtig ist es ihrer Meinung nach, dass Menschenrechte für alle Menschen in der Welt verwirklicht werden?" wird von der großen Mehrheit (76%) als "äußerst wichtig" beantwortet. Dies verdeutlicht die hohe Wertschätzung der Menschenrechtsidee in der Bevölkerung. Das Ergebnis wird durch die Bewertung einzelner Rechte etwas relativiert (Abb. 3 und 4). 

 

ABBILDUNG 3: WICHTIGKEIT BÜRGERLICHER MENSCHENRECHTE (PROZENTSATZ DER BEFRAGTEN MIT DER EINSCHÄTZUNG „ÄUSSERST WICHTIG“)

 

 

ABBILDUNG 4: WICHTIGKEIT WIRTSCHAFTLICHER MENSCHENRECHTE (PROZENTSATZ DER BEFRAGTEN MIT DER EINSCHÄTZUNG „ÄUSSERST WICHTIG“)

 

Die meisten der vorgegebenen Rechte - sechs von neun bürgerlichen und fünf von acht wirtschaftlichen - werden zwar von der Mehrheit der Befragten (> 50%; sechs der Rechte sogar von > 70% der Befragten) als "äußerst wichtig" bewertet. Allerdings werden die folgenden sechs Rechte, bei denen es sich um bedeutende bürgerliche, politische, wirtschaftliche und kulturelle Rechte handelt, nur von einer Minderheit als "äußerst wichtig" eingestuft:

  • Versammlungsfreiheit;

  • Asyl;

  • Religionsfreiheit;

  • Begrenzung der Arbeitszeit und bezahlter Urlaub;

  • Teilnahme am kulturellen Leben;

  • Bildung von Gewerkschaften.

 

Ost-West-Vergleich

Der Ost-West-Vergleich ergibt, dass Ostdeutsche wirtschaftliche Rechte insgesamt ein wenig höher einstufen als Westdeutsche (4.4 vs. 4.3 auf einer Skala von 1 = völlig unwichtig bis 5 = äußerst wichtig), das Umgekehrte gilt für bürgerliche Rechte (4.3 vs. 4.4).

 

Fazit zur Wichtigkeit von Menschenrechten

Insgesamt besteht in der Bevölkerung eine hohe Wertschätzung der Menschenrechte und ihrer Verwirklichung. Dennoch sind bei einigen Rechten Defizite zu erkennen: Nicht alle vorgegebenen Menschenrechte werden von der Mehrheit der Befragten als "äußerst wichtig" eingeschätzt. Das insgesamt positive Ergebnis bezüglich der Wichtigkeit von Menschenrechten stellt eine wichtige Basis für künftige Menschenrechtsarbeit dar.

 

Wesentliche Ergebnisse (III): Handlungsbereitschaft und tatsächlicher Einsatz

Wenn die Verwirklichung von Menschenrechten ein wichtiges Ziel ist, dann ist - neben den Aktivitäten von Regierungen und supranationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen - das Engagement der Bevölkerung ein wichtiger Bestandteil der Menschenrechtsarbeit und der Menschenrechtserziehung. In den beiden repräsentativen Studien wurde daher die Einsatzbereitschaft und der tatsächlich geleistete Einsatz für Menschenrechte erfragt.#

 

A) Einsatzbereitschaft für Menschenrechte

In einem ersten Zugang haben wir nach der (grundsätzlichen) Bereitschaft gefragt, sich durch (a) eine Geldspende oder durch (b) aktives Engagement in einer Menschenrechtsorganisation für Menschenrechte einzusetzen. Die Antwortmöglichkeiten waren "sehr bereit", "eher bereit", "eher nicht bereit", "überhaupt nicht bereit". Bei beiden Formen des Engagements ist über die Hälfte der Bevölkerung "eher nicht" oder "überhaupt nicht" bereit, sich in dieser Form für Menschenrechte einzusetzen. "Sehr bereit" für ein Engagement äußern sich dagegen:

  • 6% bei Geldspenden für eine Menschenrechtsorganisation und

  • 7% bei aktivem Engagement in einer Menschenrechtsorganisation.

 

B) Tatsächlich geleisteter Einsatz für Menschenrechte

Die geäußerte Einsatzbereitschaft für Menschenrechte muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass Personen sich auch tatsächlich entsprechend verhalten. In unserer zweiten Untersuchung fragten wir daher nach dem konkreten Engagement für Menschenrechte. Die Befragten sollten angeben, wie häufig sie sich in den letzten fünf Jahren für Menschenrechte mit den folgenden Aktivitäten eingesetzt haben:

  • Geldspende für eine Menschenrechtsorganisation;

  • Protest gegen die Verletzung von Menschenrechten auf einer Unterschriftenliste;

  • Teilnahme an einer Mahnwache, Demonstration oder Kundgebung gegen Verletzungen von Menschenrechten, oder

  • aktives Engagement in einer Menschenrechtsorganisation.

Für die ersten drei Aktivitäten standen die Antwortmöglichkeiten "häufig", "manchmal", "selten" und "gar nicht" zur Verfügung. Beim aktiven Engagement in einer Menschenrechtsorganisation sollte mit "Ja" oder "Nein" geantwortet werden. Wie bereits bei der Abfrage der Einsatzbereitschaft, hat die Mehrheit der Befragten sich "gar nicht" engagiert. Für den Menschenrechtseinsatz besonders relevant sind die Personen, die angeben, sich "häufig" engagiert zu haben. Dies sind (vgl. Abb. 5):

 

ABBILDUNG 5: EINSATZ FÜR MENSCHENRECHTE IN FORM VON GELDSPENDE, UNTERSCHRIFTENLISTE, MAHNWACHE, DEMONSTRATION ODER KUNDGEBUNG (ANGEGEBEN SIND PROZENTUALE ANTEILE DER DEUTSCHEN BEVÖLKERUNG)

 

 

  • 7,7% bei Geldspende für eine Menschenrechtsorganisation;

  • 8,3% bei Protest gegen die Verletzung von Menschenrechten auf einer Unterschriftenliste;

  • 1,4% bei Teilnahme an einer Mahnwache, Demonstration oder Kundgebung gegen Verletzungen von Menschenrechten. Zudem geben

  • 4,3% an, sich in einer Menschenrechtsorganisation engagiert zu haben (d.h. knapp 96% haben dies nicht getan).

Wenn die Befragten sich für Menschenrechte einsetzten, dann also am ehesten durch Geldspenden oder durch Proteste mit Hilfe von Unterschriftenlisten.
Eine genauere Analyse zeigt, dass ungefähr ein Prozent der Bevölkerung sich in einer Menschenrechtsorganisation engagiert und häufig oder manchmal öffentlich gegen Menschenrechtsverletzungen protestiert hat. Dieser Teil der Bevölkerung, der klein erscheinen mag, kann als aktiver Kern im Bereich Menschenrechtsarbeit verstanden werden. Wenn aber bedacht wird, dass ein Prozent der erwachsenen deutschen Bevölkerung ungefähr 600.000 Menschen entspricht, dann ist dies doch eine beträchtliche Anzahl. Wenn zudem alle Personen mitgezählt werden, die sich "häufig" oder "manchmal" in der einen oder anderen Art für Menschenrechte einsetzen, dann ergibt dies ein recht hohes Potenzial für das Engagement für Menschenrechte in der Bevölkerung. Zum Vergleich seien einige Zahlen genannt, die wir bei einigen wichtigen Menschenrechtsorganisationen recherchiert haben: amnesty international hat 50.000 Mitglieder und Sponsoren; die Gesellschaft für bedrohte Völker hat 8.000 Mitglieder und 30.000 Sponsoren; pro asyl hat 12.000 Mitglieder und Terre des Hommes sowie Terres des Femmes haben jeweils etwa 3.000 freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

 

C) Wovon hängt der Einsatz für Menschenrechte ab?

In einem letzten Schritt überprüften wir, wovon das Engagement abhängt. Zusammengefasst war der Einsatz für Menschenrechte höher, wenn die Befragten

  • ein höheres Wissen über Menschenrechte und Menschenrechtsdokumente haben;

  • die Verwirklichung von Menschenrechten weltweit als wichtig einschätzen;

  • ein höheres formales Bildungsniveau (d.h. Abitur) haben.

Das Alter hatte unterschiedliche Auswirkungen, die zu erwarten waren: Ältere spenden eher Geld, Jüngere sind aktiver beim Protest gegen Menschenrechtsverletzungen durch Mahnwachen etc. Andere Variablen wie Geschlecht, Ost-West-Zugehörigkeit, sozio-ökonomischer Status und Erwerbstätigkeit haben kaum einen systematischen Einfluss auf den Einsatz für Menschenrechte.

Diese Ergebnisse zeigen, dass die drei von uns untersuchten Bereiche von Menschenrechten - Wissen, Einstellungen und Handlungsbereitschaft - allesamt relevant sind.

 

Fazit zum Einsatz für Menschenrechte

Die Ergebnisse zum Einsatz für Menschenrechte zeigen, dass insgesamt nur ein geringer Prozentsatz der Bevölkerung sich regelmäßig aktiv für die Durchsetzung von Menschenrechten einsetzt. Dennoch besteht ein großes Potenzial von Personen, die bereit sind, sich für Menschenrechte einzusetzen. Dies ist ebenfalls ein positives Signal. Es ist die Aufgabe von staatlichen Organisationen und Nicht-Regierungs-Organisationen, dieses Potenzial entsprechend zu nutzen.

 

Menschenrechte in Deutschland - Ein Ausblick

Mit den hier berichteten Ergebnissen aus zwei repräsentativen Studien liegen erstmals zuverlässige Daten zum Stand der Menschenrechtsbildung in Deutschland vor, an denen sich die weitere Menschenrechtsbildung orientieren kann. Insgesamt zeigen die hier vorgelegten Ergebnisse deutliche Defizite in der Menschenrechtsbildung der deutschen Bevölkerung, besonders bezogen auf den Wissensbereich. Zu ähnlichen Ergebnissen sind auch bereits andere Studien gekommen. Lohrenscheit und Rosemann (2003) haben eine umfangreiche Analyse der Menschenrechtsbildung in Deutschland durchgeführt. Befragt wurden dabei Ministerien, Polizeischulen, Bildungseinrichtungen des öffentlichen Dienstes, Lehreraus- und Lehrerfortbildungsinstitutionen und Nicht-Regierungs-Organisationen. Lohrenscheit und Rosemann (2003, S. 14) kamen zu dem Ergebnis, dass Deutschland "etwa zehn Jahre hinter den internationalen Entwicklungen zurück" liege. Insgesamt zeigt sich, dass der Menschenrechtsbildung in Deutschland ein verstärktes Augenmerk zukommen sollte (vgl. zu Standards und Perspektiven der Menschenrechtsbildung in Deutschland auch Mihr/Rosemann 2004). Aus den hier dargestellten repräsentativen Studien können aber auch einige positive Ansätze für die weitere Menschenrechtsbildung gezogen werden. Die Wichtigkeit von Menschenrechten wird insgesamt hoch eingestuft und die prinzipiell geäußerte Handlungsbereitschaft zeigt ein großes Potenzial, das für einen positiven Einsatz für Menschenrechte genutzt werden kann. Diese beiden Bereiche können als wichtige Basis für zukünftige Menschenrechtserziehung herangezogen werden.

Positive Impulse in der Menschenrechtserziehung werden u.a. durch das Deutsche Institut für Menschenrechte (DIMR) gegeben. Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat sich unter anderem zur Aufgabe gemacht (vgl. http://www.institut-fuer-menschenrechte.de):

  • eine nationale Koordinierungsstelle für Menschenrechtsbildung aufzubauen;

  • Lehrprogramme und Materialien für die Menschenrechtsarbeit in sensiblen Bereichen, wie zum Beispiel Polizei, Strafvollzugsbehörden und psychiatrischen Einrichtungen zu erstellen;

  • Anregungen für schulische Curricula zu erarbeiten;

  • an der Qualifizierung von Fachkräften der zivilen Konfliktbearbeitung zu menschenrechtsbezogenen Sachverhalten mitzuwirken, sowie

  • allgemeine menschenrechtsbezogene Veranstaltungen, Seminare und Symposien zu veranstalten.

Auch in der Forschung engagiert sich das Deutsche Institut für Menschenrechte. So entstand unter anderem unsere zweite repräsentative Studie in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Menschenrechte. Aus einer Forschungsperspektive heraus wäre der nächste Schritt, verstärkte Ursachenforschung im Bereich der Menschenrechtsbildung durchzuführen. Warum wissen einige Menschen mehr als andere? Wie kann ein Missbrauch von Menschenrechten verhindert werden? Was sind Faktoren, die den Einsatz für Menschenrechte fördern?

Stellmacher, Sommer und Imbeck (2003) haben in diesem Bereich erste Ergebnisse vorgelegt. Sie zeigen, dass eine erfolgreiche Menschenrechtsbildung nicht nur auf die Vermittlung des Wissens und der Wichtigkeit bezüglich Menschenrechten abzielen sollte, sondern auch auf indirekt wirkende psychologische Faktoren. Sie können beispielsweise zeigen, dass autoritäre Einstellungen im Sinne des Autoritarismuskonzeptes von Adorno, Frenkel-Brunswik, Levinson und Sanford (1950) sowie von Altemeyer (1996) sich negativ auf das Wissen und auf die Wichtigkeit bezüglich Menschenrechten auswirken und dadurch indirekt auch die Einsatzbereitschaft zur Einhaltung von Menschenrechten vermindern (vgl. Abbildung 6). Umgekehrt hat eine positive Einstellung zu sozialer Gerechtigkeit indirekte positive Einflüsse auf die Einsatzbereitschaft für Menschenrechte.

 

ABBILDUNG 6: MODELL ZUR VORHERSAGE DER EINSATZBEREITSCHAFT FÜR MENSCHENRECHTE

 

 

Ein weiterer wichtiger Fragenkomplex wäre: Was wissen Menschen über Menschenrechtsverletzungen (im eigenen Land und in anderen Ländern), wie werden sie bewertet und was wird dagegen unternommen? Internationale Forschungen zeigen unter anderem, dass Menschenrechten zwar eine große Bedeutung zugemessen wird, gleichzeitig aber Menschenrechtsverletzungen weiter toleriert werden (vgl. Staerklée/Cléemence 2005).

Die hier skizzierten Forschungsansätze können wichtige Impulse für die Menschenrechtsbildung geben. Aus den bisherigen Befunden sollte nach unserer Ansicht zu einer positiven Menschenrechtsbildung inhaltlich Folgendes gehören:

  • ein breites Wissen und eine positive Bewertung bezüglich Menschenrechten zu vermitteln, und Menschenrechte als wichtigen Maßstab zur Beurteilung gesellschaftlicher Verhältnisse zu nutzen;

  • die Einsatzbereitschaft für Menschenrechte zu fördern, auch durch Beachtung indirekt wirkender psychologischer Einflussfaktoren;

  • die Bereitschaft zu fördern, Verletzungen von Menschenrechten im In- und Ausland offen zu legen und sich diesen zu widersetzen.

 

Literatur

Adorno, T. W./Frenkel-Brunswik, E./Levinson, D. J./Sanford, R. N.: The authoritarian personality. New York, Harper 1950

Altemeyer, B.: The authoritarian specter. Cambridge, Harvard University Press 1996

KofiAnnan-2000/12; Press Release SG/SM/7648 OBV/185

Lohrenscheit, C./Rosemann, N.: Perspektiven entwickeln - Menschenrechtsbildung in Deutschland. http://www.institut-fuer-menschenrechte.de 2003 (Stand: November 2004)

Mihr, A./Rosemann, N.: Bildungsziel: Menschenrechte. Standards und Perspektiven für Deutschland. Schwalbach/Ts. 2004

Sommer, G./Stellmacher, J./Brähler, E.: Einstellung der Deutschen zu Menschenrechten: Ergebnisse einer repräsentativen Befragung. Dokumentation zur Pressekonferenz in Frankfurt am 9.12.2002

Sommer, G./Stellmacher, J./Brähler, E. (in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Menschenrechte): Einstellung der Deutschen zu Menschenrechten: Ergebnisse einer zweiten repräsentativen Befragung. Dokumentation zur Pressekonferenz in Berlin am 9.12.2003

Sommer, G./Stellmacher, J./Brähler, E.: Menschenrechte: Wissen, Wichtigkeit und Einsatzbereitschaft - Ergebnisse einer repräsentativen Befragung in Deutschland. In: Verhaltenstherapie und psychosoziale Praxis, 35/2003, S. 361-382.

Sommer, G./Stellmacher, J./Wagner, U. (Hrsg.): Menschenrechte und Frieden. Marburg: Interdisziplinäre Arbeitsgruppe für Friedens- und Abrüstungsforschung an der Philipps-Universität Marburg 1999

Staerklé, C./Clémence, A.: Why people are committed to human rights and still tolerate their violation: A contextual analysis of the principle-application gap. Social Justice Research 2005 (in press).

Stellmacher, J./Sommer, G./Brähler, E. (in press): The cognitive representation of Human Rights: Knowledge, importance and commitment. Peace and Conflict: The Journal of Peace Psychology

Stellmacher, J./Sommer, G./Imbeck, J.: Psychologische Ansätze zu einer positiven Menschenrechtserziehung - Determinanten der Einsatzbereitschaft für die Einhaltung von Menschenrechten. In: Witte, E. H. (Hrsg.): Sozialpsychologie politischer Prozesse. Lengerich 2003, S. 143-166.

UNESCO (1994): Erklärung der 44. Tagung der Internationalen Erziehungskonferenz zur Erziehung für Frieden, Menschenrechte und Demokratie. Abgedruckt in Europäisches Zentrum für Friedensstudien, Deutsche UNESCO-Kommission und Österreichische UNESCO-Kommission (Hrsg.), 1997, S.64-67.

Wiener Erklärung und Aktionsprogramm der Weltkonferenz über Menschenrechte (1993). In: Tetzlaff, R. (Hrsg.): Menschenrechte und Entwicklung. Bonn: Stiftung Entwicklung und Frieden 1993, S. 306-318.

 

Unsere Autoren

Prof. Dr. Gert Sommer, geb. 1941 in Dortmund, arbeitet seit 1977 als Professor am Fachbereich Psychologie der Universität Marburg. Er ist zudem Vorsitzender des Forums Friedenspsychologie und stellvertretender Vorsitzender bei der Zeitschrift Wissenschaft & Frieden. Forschungsschwerpunkte: Psychologische Analysen von Menschenrechten und Feindbildern.
 

Dr. Jost Stellmacher, geb. 1967, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe Sozialpsychologie am Fachbereich Psychologie der Philipps-Universität Marburg.

Tätigkeitsschwerpunkte sind Intergruppenprozesse, Fremdenfeindlichkeit, Aggression und Gewalt sowie Menschenrechte.

 

 

Prof. Dr. Elmar Brähler ist Medizinpsychologe und Leiter der Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie der Universität Leipzig. Tätigkeitsschwerpunkte sind Psychodiagnostik, Migrantenforschung, ethische Fragen der Reproduktionsmedizin und Untersuchungen zu politischen Einstellungen.
Seit Oktober 2002 ist er Prodekan der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig und seit 2004 Kollegiat der DFG

 


 

 


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