Zeitschrift

Der Rhein

 

 

Volker Späth/Albert Reif
Auenwälder am Oberrhein


Inhaltsverzeichnis    


Bis ins 19. Jahrhundert geprägt durch periodische Überflutungen

Ihre Geschichte, ihre Nutzung, ihre Zukunft

Dr. Volker Späth leitet das Institut für Landschaftsökologie und Naturschutz in Bühl, Prof. Dr. Albert Reif ist Professor am Waldbau-Institut, Abt. Standorts- und Vegetationskunde, an der Universität Freiburg i.Br.

Rheinkorrektion und -regulierung haben im 19. und 20. Jahrhundert tief in die Ökosysteme am Oberrhein eingegriffen. Der bis dahin typische Auenwald wurde zurückgedrängt, im ehemaligen Wildwasserbereich des Rheins mit seinen vielen Armen und dem ständig wechselnden Flussbett wurde ihm regelrecht das Wasser entzogen. Forstwirtschaftliche Maßnahmen in der Furkationszone blieben ziemlich erfolglos. Für die forstliche Nutzung ist der Wald weitgehend ausgefallen. Anders sieht es im Bereich der ehemaligen Mäanderzone des Rheins aus, wo ackerbauliche Nutzungen den Wald stärker an den Fluss drängten. Bislang kann von keinem der am Oberrhein anzutreffenden Wälder gesagt werden, dass sie sich im Gleichgewicht mit den Umweltbedingungen befänden. Eine Neuorientierung beabsichtigt das Integrierte Rheinprogramm der Landesregierung von Baden-Württemberg. 
Red.


Geprägt durch die sommerliche Schneeschmelze in den Alpen und den Kalkgehalt der Gesteine

Auenwälder sind spezialisierte Waldbestände in Anpassung an die Gewässerchemie und -physik und an deren zeitliche Einwirkungsdauer, an das Großklima und heute auch an menschliche Eingriffe. Die Auenwälder am Rhein sind insbesondere durch die sommerliche Schneeschmelze in den Alpen und den hohen Kalkgehalt der Gesteine des Einzugsgebiets geprägt. Zwischen Basel und Mainz nimmt das Gefälle zunehmend ab. Vor den Eingriffen des Menschen erfolgte hier der Übergang zwischen einem reißenden Alpenfluss (Furkationszone; Abb. 1) und einem eher langsam fließenden Tieflandstrom (Mäanderzone; Abb. 2).

In der Umlagerungszone (= Furkationszone) zwischen Basel und Straßburg verzweigte sich das Wasser in einem Kiesbett in Haupt- und Seitenrinnen. Das Hochwasser transportierte große Gerölle und Kiese und lagerte sie um. Jährlich entstanden neue Kiesbänke, andere wurden in den Fluten weggespült. Ähnliche Situationen finden wir noch heute in manchen unregulierten Gebirgsflüssen der Alpen oder Karpaten.

In der Mäanderzone lagerte der langsamer fließende Strom Sande und Schwemmlehme um und transportierte sie talwärts. Entlang der großen Windungen wechselten je nach dem Stromstrich Erosions- und Sedimentationsprozesse an Prallufern und Gleithängen ab. Im Laufe der Jahrhunderte wurden einzelne Flussschlingen abgeschnitten und verlandeten, während an anderer Stelle neue Windungen entstanden.

Abb. 1: Die Furkationszone des Oberrheins zwischen Basel und Breisach.

Abb. 2: Die Mäanderzone des Oberrheins zwischen Karlsruhe und Mannheim.

Eine wechselvolle Landschaftsgeschichte

Noch während der Eiszeiten nahmen die ständig ihren Lauf wechselnden Rheinarme praktisch die gesamte zur Verfügung stehende Fläche der Rheinebene zwischen den Vorbergzonen von Schwarzwald und Vogesen ein. Der Rhein hat hier im Laufe seiner Flussgeschichte einen großflächigen Geröll-Schwemmkegel aufgeschüttet, dessen Mächtigkeit und Körnigkeit mit sinkender Transportkraft des Flusses von Süd nach Nord abnimmt und der von der südlichen Oberrheinebene bis nördlich des Kaiserstuhles reicht.

In der Nacheiszeit (Holozän), also seit etwa 10000 Jahren, nahm die Geschiebefracht des Rheins ab. Die neu entstandenen Alpenrandseen wirkten als Sedimentfalle, die sich entwickelnde Vegetationsdecke reduzierte die Erosion. Damit nahm der Materialeintrag aus dem Oberlauf ab, während der flussabwärtige Austrag ungebremst weiterging. Folge war eine Tieferlegung des Rheinbettes. Es entstand die holozäne, am Kaiserstuhl etwa 3 bis 5 m, im Süden bei Neuenburg bis 12 m tiefer gelegene Rheinaue, die durch das steilwandige Hochgestade (Niederterrassenrand) abgegrenzt wird.

Der Grundwasserkörper der Rheinebene wird in erster Linie durch Versickerungen der seitlichen Zuflüsse aus dem Bereich des Schwarzwaldes und der Vogesen gespeist. Erst am Fuße des Hochgestades tritt das Grundwasser als Quellhorizont zutage, um als "Gießen" abzufließen.

Der mittlere Abfluss des Rheins beträgt bei Basel etwa 1000-1200 m3/sec, doch führen Niedrig- und Hochwässer mit einem jeweiligen Abfluss von 500 m3 bzw. über 4000 m3/sec zu großen Schwankungen.

Die Wasserversorgung der Rheinaue war bis ins 19. Jahrhundert hinein geprägt durch periodische Überflutungen. Hochwässer traten vor allem im Frühsommer während der Schneeschmelze in den Alpen auf. Der Rhein verlegte ständig seinen Lauf, verästelte und verzweigte sich im Bereich einer etwa 500 bis 2000 m breiten Hauptrinne. Altwässer wurden abgeschnürt und verlandeten. Rheininseln entstanden, bewaldeten sich und verschwanden wieder. Katastrophenhochwässer nagten am Hochgestade und richteten seit alters her vielerorts schwere Zerstörungen an. In Neuenburg wurden 1525 etwa 45 ha der bebauten Stadt einschließlich des halben Münsters vom Strom weggerissen. Auch der unzureichende Uferschutz durch Weidenholz-Faschinen bot hier keine Abhilfe. Breisach etwa lag abwechselnd westlich und östlich des Rheins oder wurde gar zur Insel.

Der frühere Naturzustand:

Dynamisches Entstehen und Vergehen von Wäldern

Die natürliche Vegetation am Oberrhein war maßgeblich durch das Gefälle und die damit verbundene Strömungsgeschwindigkeit und Korngrößensortierung der Sedimente sowie durch Anzahl und Dauer der Hochwässer geprägt. Eine Rekonstruktion der früheren Vegetation ist schwierig. Grundlage sind Analogien mit der heutigen Vegetation, historischen Überlieferungen sowie Vergleiche mit ähnlichen heute noch existierenden naturnäheren Auen.

Im Bereich der ehemaligen Hauptrinne des Rheins führte die Flussdynamik zu einem ständigen "Fließgleichgewicht" von entstehenden und vergehenden Pflanzengesellschaften. Auf neu entstandenen Mineralböden keimten bereits von Anfang an auch Gehölzpioniere der Weiden- und Pappelarten. Die massenhaft produzierten, winzigen Samen werden im Mai durch den Wind verbreitet. Fallen sie auf unbesiedelten, neu entstandenen und in den ersten Lebenswochen feuchten Mineralboden, so keimen sie in großer Anzahl und bilden bereits im ersten Jahr lockere, niedrigwüchsige Gebüschstadien.

Die Weichlaubholzbestände sind durchsetzt mit den Straucharten Deutsche Tamariske und Sanddorn, deren schwimmfähige Samen mit einem der vorangegangenen Hochwässer angelandet wurden. Welche Arten sich mittelfristig durchsetzen, hängt in erster Linie von der Substratbeschaffenheit und der weiteren Hochwasserdynamik ab. Auf Kiesen und Sanden, die bei jedem Hochwasser umgestaltet werden, finden beispielsweise die Schwarzpappel und die Lavendelweide als Licht- und Rohbodenkeimer günstige Ansiedlungsmöglichkeiten. Beide Arten ertragen flussdynamische Störungen besser als die Silberweide und verweisen diese auf die weniger dynamischen und feinkörnigen Substrate.

An tiefgelegenen Uferbänken werden die kommenden Hochwässer die Weidenjungwüchse wieder vernichten. Bleiben aufgrund von Laufverlagerungen substratverlagernde Hochwässer aus, dann wachsen die jungen Weichlaubhölzer zu größeren Bäumen heran und bilden schließlich Weichholzauenwälder, wie sie früher auch am Rhein weit verbreitet waren.

Strukturell hochwüchsige Weidenwälder sind keine Dauergesellschaft. Schnell entsteht eine dichte Krautschicht, die eine weitere Verjüngung der Weiden und Pappeln verhindert. In diesem Stadium kommt den Weiden nach Hochwasser, Wipfelbrüchen und Übersandung ihr Ausschlagvermögen zugute, wodurch auch nach Überflutungen und mechanischen Schäden die Waldstrukturen weitergeführt werden.

Einmal etablierte Weidenbestände verlangsamen die Strömung von Hochwässern. Durch die plötzlich nachlassende Schleppkraft des Wassers werden mitgeführte Sedimente abgelagert. Besonders schnell vollzieht sich die Auflandung nahe den Hauptwasserrinnen. Unterhalb von Gebüschgruppen können sich im Hochwasserfalle in kurzer Zeit langgestreckte Uferwälle bilden, hinter denen niedriger gelegene Randsenken verbleiben. In geschlossenen Weidenwäldern können in wenigen Jahren mehrere Dezimeter von Schwemmsand und "Hochflutlehm" über Kiesen aufgelandet werden.

Der junge Wald bremst bei Hochwasser die Strömungsgeschwindigkeit ab, so dass der zunächst in Schwebe gehaltene Feinsandteil und später auch Schluffe abgelagert werden. Hierdurch entstehen junge, gut durchlüftete Schwemmböden (Auenpararendzinen), die den aufwachsenden Bäumen zügig Nährstoffe und Wasser nachliefern. So können 20 bis 30 m hohe Silberweiden- und Schwarzpappelwälder heranwachsen. Der hohe Lichtzutritt lässt eine mastige Krautvegetation aus Wasserkresse, Sumpf-Vergissmeinnicht, Gelber Schwertlilie und Zweizahn zu.

Im Laufe der Jahrzehnte wächst die Deckschicht durch fortgesetzte Sedimentation bei Hochwässern um mehrere Dezimeter an, so dass die ehemals auf Kiesen und Sanden entstandenen Weichholzauenwälder ein bis zwei Meter hoch einsedimentiert werden. Das höhere Niveau des Auenwaldes wird immer weniger häufig überschwemmt, so dass viele Arten der Hartholzaue gute Entwicklungsbedingungen vorfinden. Durch ihre flugfähigen Samen gelangen Feld- und Flatterulme, Esche und Waldrebe auf die Fläche. Durch Vogeltransport kommen Weißdorn, Hartriegel, Wildobst und Stieleiche hinzu. Unter dem lichten Schirm der Silberweiden und Pappeln bilden die Bäume und Sträucher der Hartholzaue die nächste Waldgeneration. So entsteht ein vielschichtiger Eichen-Ulmenauenwald, in dem einzelne Weichlaubhölzer wie Schwarz- und Graupappel als Sukzessionsrelikte noch einige Jahrzehnte erhalten bleiben können. Aufgrund der hohen Lebenserwartungen der Hartholzarten entstehen somit langlebige und artenreiche Pflanzengesellschaften und Tiergemeinschaften auf tiefgründigen Braunauenböden.

Unterschiede in Substrat, Auenmorphologie und -vegetation erfordern eine differenzierte Betrachtung der Vegetation der Furkationszone sowie der Übergangs- und Mäanderzone (Abb. 3, 4).

Abb. 3: Biotypen am südlichen Oberrhein: Furkationszone.

Abb. 4: Biotypen am nördlichen Oberrhein: Mäanderzone.


Die Weichholzaue der Umlagerungszone

In der Furkationszone führten regelmäßig reißende Fluten zu einer häufigen Verlagerung der Gerölle und Kiese. Trotz dieser lebensfeindlichen Umgebung konnten sich Pioniergehölze an strömungsgeschützteren Stellen über Jahre oder gar Jahrzehnte entwickeln. An anderer Stelle jedoch sorgten Flusslaufverlagerungen und Hochwässer für Abtrag und Zerstörung. In diesem chaotisch-dynamischen System konnten lichtliebende Pionierarten ständig räumlich wechselnde Nischen finden und besiedeln.

Flussnahe frisch geschüttete Kiesablagerungen am südlichen Oberrhein fielen in Niedrigwasserzeiten trocken und waren zunächst unbesiedelt. Vogelarten wie Flussregenpfeifer und Flussseeschwalbe fanden hier geeignete Lebensräume. Nach kurzer Zeit keimten Rohbodenpioniere wie Rosmarin-Weidenröschen, Hunds-Braunwurz, Knorpel-Lattich und Ufer-Reitgras. Aus den Alpen wurden die Samen von Gebirgspflanzen herangeschwemmt und wuchsen als "Alpenschwemmlinge" fernab der Alpen heran, so die heute am Oberrhein verschollenen Arten Alpen-Leinkraut, Zwerg-Glockenblume und Gipskraut.

Erste Gebüschstadien auf häufig überfluteten Kiesbänken wurden von konkurrenzschwachen, regenerationsfähigen Pioniergehölzen gebildet. Bis vor etwa 150 Jahren war damals die Deutsche Tamariske häufig. Sie bildete auf den etwas längere Zeit stabilen Kiesbänken das Tamariskengebüsch. Heute ist die Art am Rhein ausgestorben, sie findet sich sehr selten in Kiesgruben.

Kaum mehr überschwemmte kiesige Schotterbänke wurden vom trockenheitsertragenden Sanddorn besiedelt. Der Strauch besitzt ein weitstreichendes Wurzelsystem mit der Fähigkeit zur vegetativen Regeneration und Ausbreitung. Er lebt in Symbiose mit stickstofffixierenden Strahlenpilzen. Diese Eigenschaften prädestinieren ihn zur Bildung von Sanddorn-Gebüschen auf trockenen Kiesrücken ("Heißländ", "-grien"). Diese können für viele Jahrzehnte bestehen bleiben, es entstehen Lebensräume für Arten trocken-warmer Standorte. In Lücken treten Arten der Halbtrockenrasen hinzu, und thermophile Insektenarten wandern ein.

Auch die Weidenarten der kiesigen Furkationszone müssen bei Niedrigwasser längere Trockenperioden ertragen. Dies begünstigt die trockenstresstolerante Lavendelweide, hinzu kommen Purpurweide, Schwarz- und Silberpappeln. Entsprechende Lavendelweiden-Gebüsche finden sich noch heute im Uferbereich vieler Alpenflüsse. Im Übergangsbereich zur Hartholzaue hat die heute im Gebiet noch vorkommende Grau-Erle kleinere Bestände gebildet. Lavendelweide und Esche waren vermutlich beigemischt.

Die Weichholzaue der Übergangs- und Mäanderzone

Im Bereich der Übergangs- und Mäanderzone wurden Auenlehme abgelagert, die auch bei Niedrigwasser eine kontinuierliche Wasserversorgung der Weidenbäume ermöglichten. Auch hier waren die leichten Samen der Salicaceen bevorzugte Pioniere. Großflächig vorherrschend im Silberweiden-Wald war die hochwüchsige Silberweide und die am Oberrhein sehr häufige Hybride zwischen Silber- und Bruchweide, die Rötelweide. Hinzu kommen die Purpurweide, sowie an etwas höher aufgelandeten Stellen die beiden Pappelarten. In Flussnähe sind Mandelblättrige Weide, Korbweide und Schwarzwerdende Weide als niedrigwüchsiger Mantel vorgelagert.

Mit Rückgang der Überflutungsdauer konnten sich Hartholzauen bilden

Folge der Auflandung im Weiden-Auenwald ist ein Rückgang der Überflutungsdauer, weniger überflutungstolerante Arten können einwandern. Im Unterstand der hochgewachsenen Weidenwälder können sich Feldulmen, Stieleichen und Eschen etablieren. In der Folgezeit wandeln sich diese Bestände sukzessive zu jungen Hartholzauenwäldern um.

Das Vorkommen der Hartholzauenwälder ist am Oberrhein i.d.R. mit einer mittleren Überflutungsdauer in der Vegetationszeit von 2 bis 50 Tage korreliert. Nach mehrtägigen Überflutungen können an Bäumen Stammschäden auftreten. Der vom Wasser umschlossene Stammkörper und die darin eingeschlossenen lebenden Zellen müssen unter sauerstoffarmen Bedingungen durch alkoholische Gärung "ernährt" werden. Sowohl die dabei verbrauchte Menge an Assimilaten als auch die dabei entstehenden Stoffwechselprodukte (Alkohol und Aldehyde) sind möglicherweise der begrenzende Faktor für das Überleben der Zellen. Sterben Kambium- und Leitbastzellen ab, so entstehen Rindenrisse und Phloemsaft tritt aus. Die Bäume werden geschwächt und ihr Zuwachs geht zurück. Je nach Größe der Schäden können sich Faulstellen oder überwallte Stammbereiche ausbilden. Von besonderer Bedeutung für die Auslese der nicht überflutungsfesten Baumarten sind außergewöhnlich lang dauernde Hochwässer. Nicht überflutungstolerante Baumarten wie Rotbuche oder Kirsche sterben nach einem langen Hochwasser ab.

Der Eichen-Ulmen-Wald der Hartholzaue war früher in der Furkationszone wohl mosaikartig in die Auenbereiche eingestreut oder auf Randbereiche des Wildstromes beschränkt. Am besten entwickelt waren Hartholzauen auf angelandeten Auenlehmen der Mäanderzone. Hier prägen feinsandig-lehmige Ablagerungen über Kiesen den Standort. Wir können annehmen, dass Stiel-Eiche, Ulmen und Esche die bestandsbildenden Arten der Baumschicht waren. Die heute als Baum praktisch verschwundene Feldulme erreichte früher oftmals hohe Anteile.

Die Grenzbereiche der Aue

Die frühere Aue endete am Fuß des Hochgestades. Hier trat und tritt bis heute der unterirdische Grundwasserstrom der Niederterrasse ans Tageslicht. Das Wasser von klaren Quellen vermischte sich mit abgeschnittenen, peripher gelegenen Flussarmen und strömte als "Gießen" stromparallel nach Norden, um später dann in den Rhein zu fließen. In den sommerlich kühlen, kalkoligotrophen Gewässern gedeihen Arten wie Aufrechter Merk, Tannenwedel, Armleuchteralgen und eine Reihe weiterer Wasserpflanzen. In den angrenzenden Waldbeständen bildeten Esche, Traubenkirsche, Schwarzerle und Weidenarten eigenartige Übergangsbestände zwischen Auen- und Sumpfwald aus. Bei stagnierender Nässe verhinderte Sauerstoffarmut die Mineralisierung der Streu, kleinflächig entstanden Schwarzerlen-Bruchwälder mit teilweise mehrere Meter mächtigen Torflagen.

Nur mehr schwer rekonstruiert werden kann der Einfluss des Bibers auf die Vegetation, der noch im 17. Jahrhundert im ganzen Oberrheingebiet verbreitet war. Es darf vermutet werden, dass durch ihn Sumpf- und Bruchwälder stark begünstigt wurden.

Auf selten und kurzzeitig überfluteten Standorten mit schluffig-lehmigen Böden im Grenzbereich der Aue treten Hainbuche und Feld-Ahorn zur Stieleiche hinzu. Auf Kiesböden sind im Weißseggen-Linden-Wald trockenheitsertragende Gehölze wie Winter-Linde, Elsbeere, Holzapfel und ganz im Süden Flaumeneichen-Hybriden wichtige Nebenbaumarten. Auf gelegentlich überfluteten Schlufflehmböden treten im Hainmieren-Hainbuchenwald Esche sowie frischeliebende Unterwuchsarten hinzu.

Immer auch wurden die Auwälder vom Menschen genutzt:

Zur Holzgewinnung, als Weide

Alle Wälder im Gebiet des Oberrheins sind heute stark anthropogen, d.h. durch menschliche Eingriffe, überformt. Die Weichholzauenwälder wurden jahrhundertelang intensiv zur Brennholzgewinnung (Reisigwellen) und Faschinengewinnung in 3- bis 4-jährigem Niederwaldbetrieb ohne jede räumliche Ordnung genutzt und übernutzt. Faschinen sind 3 bis 4 m lange Holzstangenbündel, die dienten der Ufersicherung.

Die Bestände der Hartholzaue wurden ebenfalls als Niederwald oder oberholzarmer Mittelwald bewirtschaftet, die Umtriebszeit des Unterholzes lag bei nur etwa 8-15 Jahren mit jeweils etwa 30 bis 40 Festmeter (fm) Holzmassenertrag/ha. Der Unterwuchs dieser Wälder war daher sehr strauchartenreich und dicht. Auch die nicht regelmäßig überfluteten Bestände wurden meist als Mittelwälder bewirtschaftet, so die Eichen-Hainbuchen-Wälder der Niederterrasse. Derartige Mittelwälder waren bis vor etwa 200 Jahren von zentraler Bedeutung für die Schweinemast, damit eine tragende Säule der damals agroforstlichen Landwirtschaft.

Zur Holznutzung hinzu kamen Grasnutzung und auf den Gemeindeweiden Beweidung, so in Istein und Breisach. Starker Verbiss erfolgte sogar in den jungen Phasen des Wiederaustriebs, die "Huf- und Rindviecher" fraßen den "jungen Aufwuchs wie Spargeln zusammen" (Scheifele 1962). Demnach müssen also Weideflächen mit verbuschten und bewaldeten Bereichen gewechselt haben. Auch weiter im Norden spielte Beweidung eine wichtige Rolle. Noch heute erinnern Lokalnamen wie "Sauschollen" an die frühere Nutzung, der eine Vielzahl heute stark gefährdeter Arten wie Kleefarn und Gnadenkraut ihre Existenz verdankten.

Vernässte Wiesen mit Pfeifengras und Seggen dienten nach der Einführung der Stallhaltung der Tiere im 18. Jahrhundert der Gewinnung von Einstreu, zumal diese Arten nur ungern vom Vieh gefressen wurden. Belege für wechselnasse Pfeifengras-Streuwiesen finden sich in der Petite Camargue Alsacienne bei Basel mit Arten wie Pfeifengras, Lungen-Enzian und Sumpf-Stendelwurz, im Sauschollen und Sundheimer Grund mit Knolliger Kratzdistel, Prachtnelke, Natternzunge und Kanten-Lauch.

Einschneidende ökologische Veränderungen brachten Rheinkorrektion und spätere Ausbaumaßnahmen

Vergleicht man das heutige Aussehen der Landschaft am Oberrhein mit alten Gemälden und Schilderungen, so wird das Ausmaß der umwälzenden ökologischen Veränderungen nach der Tulla´schen Rheinkorrektur im 19. Jahrhundert und des Ausbaus des Rheins als Wasserstraße im 20. Jahrhundert deutlich. Das Strombett wurde zwichen den Jahren 1817 und 1876 durch Längsdämme gerade gerichtet und mit Querbauten eingeengt. Dies führte zwischen Basel und Maxau zu einer Laufverkürzung des Flusses um 80 km, zu Tiefenerosion und großräumigem Absinken des Grundwasserspiegels sowie zu einer Kultivierung von über 70 km2 früheren Wasser- und Sumpflandes (Abb. 5, 6).

Abb. 5: Der Rhein bei Altenheim vor der Korrektion.

Abb. 6: Der Rhein bei Altenheim nach der Korrektion.

Zu Beginn der Rheinkorrektur wurde zunächst der Weidenwald weitgehend abgeholzt, um ein Arbeitsfeld zu schaffen. Tausende von Meterwellen Faschinenholz wurden damals "vorteilhaft" verkauft. Unmittelbar nach der Rheinkorrektur waren die Weidenwälder in völlig "devastiertem" Zustand. Auf den nicht mehr überfluteten Flächen siedelten sich zunächst Erlen und Weiden an, die Waldfläche stieg zunächst. Vielerorts versuchte man gegen Ende des letzten Jahrhunderts, Mittelwälder zu begründen, indem man Eichen und Edellaubhölzer in größerem Umfang anbaute. Auf Kiesrücken wurden schon 1860 erste Kiefernbestände gesät.

Um den Rhein für die Ende des 19. Jahrhunderts aufkommende Großschifffahrt zu öffnen, wurde im Tulla´schen Rheinbett durch die Anlage von Buhnen ein auch bei Niedrigwasser durchgängig befahrbares Gerinne geschaffen. Die Arbeiten hierzu fanden in den Jahren 1920 bis 1939 statt. Während sich der Fluss im Niedrigwassergerinne durch Sohlenerosion weiter einteifte, landeten zwischen den Buhnen Sedimente an. Der Grundwasserspiegel sank großräumig ab. Nach dem die Sohlenerosion im Süden bei Istein das in der Tiefe anstehende Kalkgestein erreicht hatte ("Isteiner Schwellen"), wurde von 1929 bis 1932 für die Schifffahrt und Wasserkraftnutzung der erste Abschnitt des Rheinseitenkanals gebaut.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Frankreich das Recht der Nutzung der Wasserkraft zugesprochen. In den 50er Jahren wurde südlich von Breisach der Bau des Rheinseitenkanals fortgesetzt. Nach dessen Fertigstellung sank der Wasserspiegel um weitere 2 bis 3 Meter ab. Um die negativen Folgen der Grundwasserabsenkung zu vermeiden, wurde nördlich von Breisach die sogenannte Schlingenlösung durchgeführt (Bau von vier Staustufen). Hierbei werden bis zu 1500 m3/s Wasser als Kanal abgezweigt, um nach der Staustufe sich wieder mit dem Wasser im alten Rheinbett zu vereinigen. Sohlschwellen im Rhein stützen das Grundwasser.

Der großflächige Zusammenbruch der Wälder im Süden

Im Süden wich das Grundwasser bereits gegen Ende des letzten Jahrhunderts vollständig aus dem Wurzelbereich der Bäume. So sank der Grundwasserspiegel der Rheinwaldungen bei Neuenburg bereits 1880-1890 unter 2 m unter Flur. Extreme Trockenjahre (1949: unter 200 mm Niederschlag!), die hohe Sommerwärme sowie die geringe Wasserspeicherkapazität der sandig-kiesigen Böden verstärken die Auswirkungen. Dies führte schließlich zu einem großflächigen Zusammenbruch der Rheinauewaldungen. Am Beispiel der Neuenburger Wälder vollzog sich dies in folgenden Schritten.

(1) Noch 1857 gab das erste Forsteinrichtungswerk ein Holzartenmischungsverhältnis von 2/3 Weiden und 1/3 Erlen, Eichen, Ulmen und "Dornen" an.

(2) Noch 1890 wuchsen die Weiden, Erlen und Pappeln zwar noch "ausgezeichnet", doch waren im nördlichen (heute trockensten) Teil des Gemeindewaldes bereits "Partien trockener Kiesrücken" sichtbar. Zu diesem Zeitpunkt etwa muss das Grundwasser aus dem Wurzelbereich der Waldbäume gewichen sein.

(3) Bei der Forsteinrichtung 1903 ist die Grundwasserspiegelsenkung spürbar, Versuche einer Verbesserung der Bestockung der Laubwälder sind gescheitert, und der Taxator (Forsteinrichter) dämpft forstliche Erwartungen mit der Vermutung eines weiteren Rückganges der Standortgüte.

(4) 1913 ist durch die Auskolkung des Rheinbettes der Grundwasserspiegel so weit gesunken, "dass der Boden nicht mehr die natürliche Feuchtigkeit hat". Zwischen 1913 und 1923 fielen die Ulmen, dann die Eschen, Erlen, Eichen und Ahorne der Hartholzaue flächenweise aus, der Dürrholzanteil diktierte den Hiebsatz. Gegen Ende des Jahrzehnts waren gegenüber 400 fm zum Hieb freigegebenen Oberholzes 2450 fm gehauen, nach 30 Jahren erst wirkte sich die Grundwasserspiegelsenkung voll aus. Die ehemals üppigen Auenwälder brachen vollständig zusammen und machten einem "lichten Buschwald" Platz, "fast zwei Wegstunden von Neuenburg rheinaufwärts und rheinabwärts wächst nichts als Gestrüpp".

(5) Die "Devastierung" der Wälder durch Kahlschlag und Austrocknung setzte sich weiter fort. Das Forsteinrichtungswerk von 1931 geht davon aus, dass eine gleichmäßige Behandlung der Standorte nicht mehr möglich ist. Es unterscheidet zwischen Standorten, Bestandestypen und Betriebszieltypen:

(6) Im Breisacher Gebiet wurden den Beständen bis in die 30er Jahre "ungeheure Mengen" an Grasstreu entnommen. Diese Waldentwicklungen waren für jeden Forstmann unerträglich, wie folgender Schilderung von Scheifele (1962) entnommen werden kann: "Heute wird das äußere Bild der Rheinuferlandschaft zum größten Teil von einem lückigen Buschwald geformt. Hier und da überragen noch einzelne Ulmen, Eschen, Eichen und Pappeln das geringwertige Strauchwerk. Die meisten Bäume sind aber verkrüppelt, erreichen höchstens 5 bis 6 m Höhe, viele zeigen deutliche Anzeichen von Wipfeldürre. An besonders trockenen Stellen herrscht das graugrüne Gestrüpp des Sanddorns vor. Endlos dehnen sich diese öden Flächen, und man kann Stunden um Stunden in dem ehemals üppigen und hochstämmigen Auenwald herumstreifen, ohne auch nur einmals ein halbwegs erfreuliches Waldbild zu Gesicht zu bekommen. Alles in allem ein wahrhaft trostloser Anblick".

(7) 1948 ist der Waldzerfall weiter fortgeschritten. Die Forsteinrichtung entließ damals den größten Teil der Wirtschaftsfläche wegen völliger Ertragslosigkeit aus dem forstlichen Verband, es verblieben lediglich 33% "anbauwürdiger Wirtschaftsfläche". Der Waldrückgang zeigt sich auch beim Vergleich ertragskundlicher Daten zweier Taxationen (Forsteinrichtungen):

(8) Auf den frischeren Feinlehmstandorten konnte sich bis in die jüngste Zeit der Charakter des ehemaligen Hartholz-Auenwaldes in Form von eichen- und edellaubholzreichen Beständen am besten halten. Im Gebiet von Bremgarten/Hartheim starben jedoch 1975-1980 innerhalb weniger Jahre praktisch alle Ulmen ab. Die Ausfälle im Kronendach sind dort heute noch sichtbar.

Forstwirtschaftliche Antworten im Bereich der Furkationszone

Aufgrund der zunehmenden Austrocknung der Kiesböden wurde der forstliche Anbau der Kiefer bereits seit 1903, doch besonders nach 1923 ausgedehnt. Im südlichen Fortsbezirk Breisach wurden auf den schwemmlehmvergüteten Böden bereits bis 1938 70000 2-jährige Kiefern, daneben 40000 junge Buchen und 30000 Laubholzheister, darunter Roteichen, gepflanzt. Seit 1931 tritt die Robinie etwas stärker auf, die zuerst von der Flussbaubehörde am Rhein eingebracht wurde und teilweise durch Wurzelbrut vordrang. Eine kurze Episode nahmen 1950-53 die Versuche einer billigeren Bestandesbegründung mit Trockenpappeln ein, von denen jedoch bereits in den ersten 4 Jahren zwei Drittel wieder eingingen.

Danach und vor allem in den 60er Jahren förderten staatliche Zuschüsse (80% der Kosten) weitere Aufforstungen mit Waldkiefern, seltener auch Schwarzkiefern. Vollumbruch des Bodens, später auch vollflächiges Fräsen, anfänglich Zäunung, Bestandesbegründung durch Pflanzung, intensive Jungwuchspflege zur Goldrutenbekämpfung sowie Vergiften der Engerlinge durch "Hortex" waren forstübliche Maßnahmen. Die Kiefernkulturen wurden damals mit 14000 bis 18000 Pflanzen/ha in übergroßer Dichte begründet. Daher war das Wachstum der Kiefernkulturen bereits nach wenigen Jahren stark rückläufig. Schädlingskalamitäten des Kieferntriebwicklers, eines Kleinschmetterlings, wurden bereits 1965 mit DDT bekämpft.

Der versuchte Anbau von Douglasie und Roteiche scheiterte an dem hohen Kalkgehalt des Bodens. Auf den besseren Böden entstanden Spitzahorn-Forste. Durch Laubholzstreifen von Spitzahorn, Linde, Kirsche, Platane, Birke, Robinie und Hainbuche und starke Untergliederung durch Wege versuchte man, der Feuersgefahr entgegenzuwirken. In Abständen wurden Löschteiche ausgekiest.

Heute versucht man, durch starke Durchforstung und "Z-Baumauswahl" (= frühzeitige Auswahl der im Endbestand zu erntenden Wertträger) die Konkurrenz der Kiefern um das im Mangel befindliche Wasser zu regulieren, so die Ertragskraft zu erhöhen und die bestehenden Kulturen zu Ende führen. Dies stößt jedoch durch die dicht sich entwickelnde Strauchschicht an Grenzen. Nach dem Fehlschlag der Kiefernwirtschaft wurden die Kieferkulturen mit Sommerlinden, Hainbuchen und Buchen (erfolglos) unterbaut.

Die kiesigen Altrheinarme bei Breisach sowie großflächige Kiesstandorte weiter südlich wurden von Aufforstungen ausgespart und der natürlichen Sukzession überlassen. Noch lange Zeit dienten sie, zusammen mit Wegrändern und Rückegassen, der Streugewinnung. Heute sind sie von Gebüsch- und Rasenstadien bewachsen. Die Goldrute begann vor allem auf lehmigen Sanden große Flächen zu erobern. Sie bildet heute auf waldfreien Schwemmlehmen Dominanzbestände und damit ein ernsthaftes Hindernis für die Gehölzentwicklung, "manche Aufforstung wurde zu einem Problem der Goldrutenbekämpfung" (Vogel 1969).

Diese Veränderungen wirken sich bis heute aus. Von kaum einem der dort anzutreffenden Wälder kann gesagt werden, er befinde sich im Gleichgewicht mit seinen Umweltbedingungen. Diese Sondersituation weckte bereits früh das Interesse vieler Bearbeiter. Während die Aue des 19. Jahrhunderts trockenfiel und die Auenwälder großflächig zusammenbrachen, entstand im begradigten Rheinlauf ein schmales, oftmals unterbrochenes Band sehr junger Weichholzbestände.

In der Übergangs- und Mäanderzone Verschiebung der Wälder in Richtung Rhein

Die Rheinkorrektion brachte mit einer neuen Rodungswelle in den Randzonen und der Bewaldung des ehemaligen Wildstrombereiches eine räumliche Verschiebung der Wälder in Richtung Rhein. Wo heute der Rheinauenwald und insbesondere die auenähnlichen Hartholzbestände stocken, strömte 1820 noch überwiegend der Fluss, oder ausgedehnte Kies- und Sandbänke sowie Weidenbestände bestimmten das Landschaftsbild. Mit den nachlassenden Überflutungen und dem sinkenden Grundwasserspiegel nach der Korrektion wurden die alten, weiter vom Strom entfernt gelegenen Hartholzauenwälder häufig gerodet und landwirtschaftlich genutzt, so dass traditionelle, artenreiche Waldstandorte verloren gingen. Auf der anderen Seite konnten auf den jungen Waldstandorten im Bereich der ehemaligen Flussgerinne und Kiesinseln neue, schwarzpappelreiche Eichen-Ulmenwälder entstehen, so dass sich flächenmäßige Verschiebungen einstellten. Gemarkungen, in denen damals nahezu alle alten Eichen-Ulmen-(Mittel)wälder gerodet wurden, beinhalten heute neu aufgebaute schwarz- und silberpappelreiche Bestände der Hartholzaue (z.B. Altenheim und Ichenheim). Gemarkungen, in denen vermehrt alte Waldstandorte erhalten blieben, zeichnen sich auch heute noch durch eichenreiche Altholzbestände aus (z.B. Rheinhausen, Weisweil und Lichtenau). Allerdings wurden Bestandesteile durch den Bau der Hochwasserdämme am Anfang des Jahrhunderts von den Überflutungen abgeschnitten.

Der Bau von Hochwasserdämmen sowie die Tiefenerosion des Rheinbettes infolge der Rheinkorrektion führten zu einer Verkleinerung der Überflutungsaue. Mit dem Staustufenbau erfolgte eine flächendeckende Veränderung der Standortbedingungen mit einer Segregation in dauernasse Ried-, Sumpf- und Bastardauenstandorte sowie Standorte des Eichen-Hainbuchenwaldes am Rande und außerhalb der Aue.

Die Forstwirtschaft in den Auen der Übergangs- und Mäanderzone

Die Nutzung der Eichen-Ulmenwälder erfolgte bis in die erste Hälfte unseres Jahrhunderts als Mittel- und Niederwaldwirtschaft mit Nebennutzungen wie Schweinemast, Gras- und Streunutzung. Die über Jahrhunderte betriebene Mittelwaldnutzung veränderte die natürliche Baumartenzusammensetzung der Eichen-Ulmenwälder zugunsten der Stieleiche und zu Lasten der Anteile von Feld- und Flatterulme. Die durch hohe Hochwassertoleranz, der Fähigkeit zur Bildung von Wurzelbrut und durch bessere Schattenverträglichkeit natürlicherweise konkurrenzkräftige Feldulme wurde durch den Menschen stark zurückgedrängt. Mit den im Zuge der Niederwaldwirtschaft zur Gewinnung von Faschinen gängigen Großkahlschlägen (von 10 bis 20 ha) wurden stockausschlagfähige Lichtbaumarten wie Weiden, Pappel und Grauerle auf den höher gelegenen Standorten der Hartholzaue begünstigt, so dass vor allem im stromnahen Bereich auf relativ großer Fläche weichholzreiche Faschinenwälder mit Arten des Eichen-Ulmenwaldes dominierten.

Mit der Überführung der Mittelwälder in schlagweise Hochwälder während der 20er und 30er Jahre unseres Jahrhunderts begann in den Überflutungsbeständen die systematische Förderung von Esche und Bergahorn. Auf jungen Waldstandorten erfolgte der bestandsweise Hybridpappelanbau. Von 1950 bis 1990 entstanden nach Kahlschlag weiterhin zahlreiche Bergahorn- und Eschenbestände.

Die natürlicherseits zu erwartenden Flächengewinne der Ulmen nach Aufgabe der Mittelwaldwirtschaft wurde durch mehrere Wellen des Ulmensterbens verhindert. Ende der 70er Jahre fiel die Feldulme in Altbeständen und Stangenhölzern als Baum nahezu vollständig aus. Vom Rückgang der Ulmen profitierte in den alten Mittelwaldbestockungen vor allem die Esche, die heute die Lücken im Stangenholzalter ausfüllt, nachdem die Ulmen als ihre schärfsten Konkurrenten ausgefallen sind.

Von 1961 bis 1977 gingen durch den Staustufenbau die Überflutungen im Auenwaldgebiet zwischen Breisach und Iffezheim stark zurück oder unterblieben ganz. Der Rückgang der Überschwemmungen förderte wiederum die weniger überflutungstolerante Esche und den auenfremden Bergahorn, die heute auf alle vor langen Überschwemmungen geschützten Standorte durch Naturverjüngung vordringen. Zusätzlich begünstigen die seit dem Reichsjagdgesetz stark angestiegenen Rehwildbestände indirekt die beiden Edellaubholzarten. Durch selektiven Verbiss der Rehe können insbesondere junge Stieleichen, Feldahorne und Wildobstarten außerhalb von Zäunen nur einzeln an viel begangenen Wegen oder für das Wild schwer zugänglichen Stellen aufwachsen (z.B. Reisighaufen, Kronenholz, Sturmwürfe).

Diese Entwicklungen haben die Eichen-Ulmenwälder in ihrer Baumartenzusammensetzung stark verändert und auf wenige Restflächen reduziert. Die aus ihnen hervorgegangenen oder mit ihnen vergleichbaren Bestockungen sind die auenähnlichen Hartholzbestände (z.B. mit Esche, Bergahorn, Schwarz- und Silberpappel) und meist edellaubholzreiche Laubmischbestände. Stärker abgewandelte, an Arten- und Strukturvielfalt verarmte Bestockungen der ehemaligen Hartholzaue sind jüngere, einschichtige Edellaubholz- und Hybridpappelforste. Durch die Einführung der Dauerwaldwirtschaft mit weitgehendem Kahlschlagverzicht und Naturverjüngung werden starre Bestandesabgrenzungen und Baumartenmischungen im Sinne der Betriebszieltypen zunehmend verschwinden. Pappel- und Edellaubforste werden durch Förderung eines artenreichen Unterstandes oder durch Begründung von Pappel-Hartholztypen zu Mischwäldern umgeformt.

Die Zukunft der Auenwälder ist ungewiss

Für den Bereich der Oberrheinaue ist die nähere Zukunft ungewiss. Natürliche Sukzessionen, Immissionen, unkontrollierte Wildbestände, Klimaänderungen, forstliche und wasserwirtschaftliche Planungen führen auf vielen Flächen zu heute nicht absehbaren Entwicklungen. Vor allem die Ökosysteme, die von langlebigen Arten aufgebaut werden, konnten sich bislang nicht auf ein neues Gleichgewicht einstellen, sie befinden sich immer noch in Sukzession.

Rheinausbau und Hochwasserschutz haben die natürliche Dynamik des Rheinstromes oberhalb von Iffezheim weitgehend beseitigt. Lichtliebende Arten, Störzeiger und Pionierarten haben sich aus der Landschaft zurückgezogen. Fehlende Substratverlagerungen haben die Verjüngung der Weichlaubhölzer auf kleine Flächen reduziert. Einst typische Arten wie Deutsche Tamariske, Ufer-Reitgras, Wilde Weinrebe, Fischadler, Lachs und Fischotter sind verschwunden. Land- und Forstwirtschaft wurden intensiviert, Siedlungen, Straßen und Gewerbegebiete entstanden in den ausgedeichten Altauen. Auf trockenen Kiesflächen der Trockenaue im Süden konnte sich örtlich eine wärmeliebende Flora und Fauna mit seltenen Arten entfalten. Im Bereich der freien Fließstrecke unterhalb von Iffezheim konnten bereichsweise naturnahe Auenwälder erhalten werden.

Eine wirtschaftliche Nutzung der Trockenaue ist kaum mehr möglich

Für die Wälder der Trockenaue ist der hohe Anteil an Straucharten im Unterwuchs bemerkenswert. Auf kiesigen Böden verjüngen sich alle Baumarten nur schlecht. In Lichtungen, an Säumen und Wegrändern kommt eine Vielzahl seltener wärmeliebender Arten vor. An vielen Stellen haben sich sehr stabile Gebüsche mit Liguster, Weißdorn, Hartriegel, Wolligem Schneeball und lokal Sanddorn herausgebildet, in denen lediglich Feldulme, sehr zerstreute Individuen der Winterlinde und Stieleiche, sowie sehr selten, Elsbeere und Wildbirne hochkommen. Eine wirtschaftliche Nutzung ist kaum mehr möglich, es sei denn durch die Jagd.

Auf nicht mehr überfluteten Feinsanden und -lehmen verjüngen sich alle im Altbestand vorkommenden Baumarten. In erster Linie Bergahorn und etwas Esche, an trockenen Stellen Winterlinde werden später zu den vermutlich bestandstragenden Baumarten werden. Die Stieleiche besitzt eine viel zu schwache Verjüngung, um ihren Anteil halten zu können. Das Überleben ihrer Bestände hängt von forstlichen Pflanzmaßnahmen ab.

Hochwasserschutz und Auenrenaturierung als Ziele des Integrierten Rheinprogramms

Eine entscheidende Weichenstellung bezüglich der weiteren Entwicklung des Gebietes ist im Rahmen des Integrierten Rheinprogrammes (IRP) vorgesehen. In diesem "Rheinprogramm" sollen Hochwasserschutz und Auenrenaturierung integriert werden.

  • Südlich von Breisach sollen durch die Tieferlegung von Vorlandflächen neue Überflutungsgebiete geschaffen werden. Im Bereich des stark eingetieften Rheinlaufs zwischen Basel und Breisach kann so eine neue Aue entstehen. Hierzu wird vermutlich bald eine mehrere Jahre dauernde Abtragung von Vorländern entlang des jetzigen Rheins erfolgen, der heutige Leinpfad wird wohl tiefergelegt werden oder verschwinden. In dem neuen, stark verbreiterten Auskiesungsbereich würde dem hier nicht eingedeichten Rhein die Möglichkeit zu rezenter Auenbildung geboten. Infolge stark wechselnder Wasserstände kann die Auendynamik wieder ablaufen, könnten Pioniere sich auf Kiesbänken wieder ansiedeln, wird sich eine neue Weichholzaue ausbilden.
     
  • Oberhalb von Iffezheim, im Staustufenbereich, werden im Auenwaldgebiet Retentionsräume mit ökologischen Flutungen gebaut (Polder).
     
  • Unterhalb von Iffezheim sollen ausgedeichte Bereiche durch Dammrückverlegungen oder den Bau von Poldern wieder an das Überflutungsregime des Rheins angeschlossen werden. In den bestehenden Auen der freien Fließstrecke werden Querriegel zurückgebaut und Altrheine zur Verbesserung von Abflussverhältnissen oberstromig wieder an den Rhein angeschlossen.

Im Bereich der geplanten Polder sollen Teile der Altaue, die durch den Bau von Rheinseitendämmen von den Überflutungen des Rheins abgetrennt wurden, wieder an das Abflussregime des Rheins angebunden werden. Polder werden durch Einlaufbauwerke gezielt geflutet und durch Auslaufbauwerke entleert. Zur Auenrevitalisierung werden im Schlingenbereich zwischen Breisach und Straßburg in Abhängigkeit von der Wasserführung des Rheins ab einem Abfluss von 1550 m3/s ökologische Flutungen durchgeführt. Die Überflutung der tief gelegenen Uferbänke, Rinnen und Schluten kann durchschnittlich an 50-60 Tagen, der höher gelegenen Waldflächen im Mittel an 2-15 Tagen erfolgen. Hierdurch ist eine schrittweise Anpassung der Lebensgemeinschaften an Auenbedingungen möglich. Auentypische Pflanzen und Tiere breiten sich wieder aus. Nicht überflutungstolerante Arten dagegen werden - je nach Umfang und Ausmaß der Überflutung - zunehmend verschwinden. An manchen Flussabschnitten können somit bestehende Wälder mit höheren Anteilen überflutungstoleranter Baumarten zu Auenwäldern "zurücküberführt" werden.

Durch das Integrierte Rheinprogramm sollen im Zuge der Auenrenaturierung insbesondere die Hart- und Weichholzaue regeneriert werden. Nicht regelmäßig von den ökologischen Flutungen erreichte Standorte bleiben als Eichen-Hainbuchwälder oder Laubmischbestände erhalten. Die Mischung von Baumarten unterschiedlicher Umtriebszeiten, wie Stieleiche und Esche, ermöglicht auf ökologisch gefluteten Standorten in Abstimmung mit dem IRP die Entwicklung von Waldbeständen, die vegetationskundlich als eschenreiche Eichen-Ulmen-Wälder eingestuft werden können.

Die Abbildungen wurden uns freundlicherweise vom Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg zur Verfügung gestellt.

Literaturhinweise

Bärthel E.V. (1965): Der Stadtwald Breisach: 700 Jahre Waldgeschichte in der Aue des Oberrheins. - Schriftenreihe der Landesforstverwaltung Baden-Württemberg 18. 251 S. Stuttgart.

Bauer, F.W. (1951): Die Überführung der badischen Auewaldungen in Hochwald. - Im Verlag der Landesforstverwaltung Freiburg im Breisgau.

Bayard M., Schweingruber FH (1991): Ein Baumgrenzstandort: Das Wildwasserbett der Maggia im Tessin, Schweiz. Eine dendroökologische Studie. - Botanica Helvetica 101, 9-28.

Bangert V. (1958): Über Rheinarme und Grundwasserverhältnisse südlich des Kaiserstuhls. - Ber. Naturf. Ges. Freiburg 48, 159-166.

Barner J. (1952): Waldbauliche und forstbotanische Grundlagen zur Frage des Anbaus trockenresistenter Pappeln auf grundwassergeschädigten Standorten. - Ber. Naturf. Ges. Freiburg 42(2), 149-220.

Bogenrieder A., Hügin G. (1978): Zustand des Waldes in der Rheinniederung zwischen Grißheim und Sasbach - Region Südlicher Oberrhein - (1976). - Beih. Veröff. Naturschutz Landschaftspflege Bad.-Württ. 11, 237-246.

Braun G. (1994): Die Deutsche Tamariske. - Der Schwarzwald 3/1994: 110.

Carbiener R. (1974): Die linksrheinischen Naturräume und Waldungen der Schutzgebiete von Rhinau und Daubensand (Frankreich): Eine pflanzensoziologische und landschaftsökologische Studie. - In: LANDESSTELLE FÜR NATURSCHUTZ UND LANDSCHAFTSPFLEGE (Hrsg): Das Taubergießengebiet. Die Natur- und Landschaftsschutzgebiete Baden-Württembergs 7: 438-535.

Carbiener R., Schnitzler A. (1990): Evolution of major pattern models and processes of alluvial forest of the Rhine in the rift valley (France/Germany). - Vegetatio 88: 115-129.

Dilger R., Späth V. (1988): Konzeption natur- und landschaftsschutzwürdiger Gebiete der Rheinniederung des Reg.-Bez. Karlsruhe ("Rheinauenschutzkonzeption"). - Gutachten. Band 1 (178 S.) und 2 (137 S.), mit Anlagen.

Dister E. (1980): Geobotanische Untersuchungen in der hessischen Rheinaue als Grundlage für die Naturschutzarbeit. - Dissertation, Göttingen.

Dister E. (1983): Zur Hochwassertoleranz von Auenbäumen an lehmigen Standorten. - Verh. GfÖ 10: 325-336.

Dister E. (1991): Folgen des Oberrheinausbaus und Möglichkeiten der Auen-Renaturierung. - Laufener Seminarbeitr. 4/91: 115-123.

Galluser W.A., Schenker A. (1992): Die Auen am Oberrhein. Les zones alluviales du Rhin supérieur. 192 S. Birkhäuser, Basel.

Gewässerdirektion Südlicher Oberrhein/Hochrhein (Hrsg.) (1999): Konzeption zur Entwicklung und zum Schutz der südlichen Oberrheinniederung. Materialien zum Integrierten Rheinprogramm Band 10. - Lahr.

Henrichfreise A. (1981): Zum Naturschutzwert der Wälder der badischen Rheinaue. - Natur und Landschaft 56: 359-362.

Henrichfreise A. (1988): Hochwasserschutzmaßnahmen am Oberrhein im Raum Breisach: Zur Prüfung der Umweltverträglichkeit. 148 S., mit Anlagen.

Honsell M. (1885): Die Korrektion des Oberrheins von der Schweizer Grenze unterhalb Basels bis zur Grosshess. Hessischen Grenze unterhalb Mannheim. - Beitr. zur Hydrographie d. Grossh. Baden, Centralbureau für Meterologie und Hydrographie 3: 1-79; mit Anlagen. Karlsruhe.

Hügin G. (o.J.): Wald-, Grünland-, Acker- und Rebenwuchsorte im Markgräflerland. - Dissertation, Univ. Freiburg.

Hügin G. (1962): Wesen und Wandlung der Landschaft am Oberrhein. - Beitr. z. Landespflege 1: 185-250. Stuttgart.

Hügin G. (1980): Die Auewälder des südlichen Oberrheintales und ihre Veränderung durch den Rheinausbau. - Colloques phytosociologiques IX, 678-706.

Hügin G. (1981): Die Auenwälder des südlichen Oberrheintals - ihre Veränderung und Gefährdung durch den Rheinausbau. - Landschaft und Stadt 13, 78-91.

Hügin G. (1982): Die Mooswälder der Freiburger Bucht. - Beih. Veröff. Landesst. Natursch. Landschaftspfl. Baden-Württ. 29, 88 S.

Ittner von (1818): Über die Bildung von Rhein-Inseln im Breisgau. - Eleutheria oder Freiburger Literar. Bl. 1: 193-226.

Krause W. (1974): Das Taubergießengebiet, Beispiel jüngster Standortgeschichte in der Oberrheinaue. - In: Das Taubergießengebiet. - Die Natur- und Landschaftsschutzgebiete Baden-Württembergs 7: 147-172. Ludwigsburg.

Reif A., Jolitz T., Münch D., Bücking W. (1998): Prozesse der Naturverjüngung im Bannwald "Bechtaler Wald" bei Kenzingen, Südbaden. - AFJZ 170: 67-74.

Kause W. (1963): Eine Grünland-Vegetationskarte der südbadischen Rheinebene und ihre landschaftsökologische Aussage. - Arb. Rhein. Landesk. 20: 77 S.

Krause W. (1971): Die makrophytische Wasservegetation der südlichen Oberrheinaue. - Arch. Hydrobiol., Suppl., 37: 387-465.

Landesstelle für Naturschutz und Landschaftspflege Baden-Württemberg (Hrsg): Das Taubergießengebiet, eine Rheinauenlandschaft. Die Natur- und Landschaftsschutzgebiete Baden-Württembergs 7: 644 S.

Lauterborn R. (1917): Die geographische und biologische Gliederung des Rheinstroms. II. Teil. - Sitz. Ber. Heidelb. Akad. Wiss., Math.-Nat.wiss. Klasse, Abt. B, 5: 1-70.

Ministerium für Umwelt Baden-Württemberg (1990): Hochwasserschutz und Ökologie. Ein "Integriertes Rahmenprogramm" schützt vor Hochwasser und erhält naturnahe Flussauen. 27 S. Stuttgart.

Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg (1996): Rahmenkonzept des Landes Baden-Württemberg zur Umsetzung des Integrierten Rahmenprogrammes. - Materialien zum IRP Band 7. Lahr.

Ministerium ländlicher Raum Baden-Württemberg (Hrsg.) (1993): Wald, Ökologie und Naturschutz. 128 S. Stuttgart.

Nipkow M. (1994): Ein synoptischer Verfahrensansatz zur naturschutzfachlichen Gebietsbewertung auf der Basis multivariater Analysemethoden. - Dissertation, 172 S., Institut für Landespflege, Universität Freiburg.

Philippi G. (1960): Zur Gliederung der Pfeifengraswiesen im südlichen und mittleren Oberrheingebiet. - Beitr. Naturk. Forsch. Südwestdeutschland 19, 138-187.

Philippi G. (1978): Veränderungen der Wasser- und Uferflora im badischen Oberrheingebiet. - Beih. Veröff. Naturschutz Landschaftspflege Bad.-Württ. 11, 99-134.

Quitzow H.W. (1977): Die erdgeschichtliche Entwicklung des Rheintals. - Natur und Museum 107, 33-40.

Reif A. (1996): Die Vegetation der Trockenaue am Oberrhein zwischen Mühlheim und Breisach. - Ber. Naturf. Ges. Freiburg i. Br. 84/85: 81-150.

Reif A. (1997): Zielkonflikte im Naturschutz - Kontroversen und ihre Ursachen am Beispiel der Diskussion um die oberrheinische Trockenaue bei Breisach. - Naturschutz und Landschaftsplanung 29: 101-107.

Sayer C. (1893): Die Wassermengen der fließenden Gewässer im Großherzogtum Baden. - Beitr. z. Hydographie des Großherzogtums Baden 8.

Schenker A. (1992): Etappen der Veränderung - Fallbeispiele. Petite Camargue Alsacienne - beharrliche Restnatur in Stadtnähe. - In: Galluser W.A., Schenker A. (1992): Die Auen am Oberrhein. Les zones alluviales du Rhin supérieur: 83-91. Birkhäuser, Basel.

Scheifele M. (1962): Die Grundwasserabsenkung am Oberrhein. - AFJZ 133, 204-213.

Schnitzler-Lenoble A. (1988): Typologie phytosociologique, Ecologie et Dynamique des Forets Alluviales du Complexe Gemorphologique Ello-örhenan (Plaine Rhénane centrale d`Alsace). - 494 S. Dissertation, CEREG-CNRS Illkirch.

Schulte-Mätzer F. (1938): Beiträge über die geographischen Auswirkungen der Korrektion des Oberrheins. - Dissertation, 84 S., Universität Freiburg.

Steiner L., Bogenrieder A. (1989): Zur Ökologie des Sanddornbusches am Südlichen Oberrhein. - BEr. Naturforsch. Ges. Freiburg i. Br. 77/78: 49-66.

Tittizer T., Krebs F. (Hrsg) (1996): Ökosystemforschung: Der Rhein und seine Auen. 468 S., Springer, Berlin.

Vogel O. (1969): Bestockungsumbau am Oberrhein. - Schriftenreihe der Landesforstverwaltung Baden-Württemberg 26. 151 S. Stuttgart.

Volk H. (1995): Eine neues Schutzkonzept für die Rheinauewälder. - Badische Heimat 1/95: 27-47.

WWF-Auen-Institut, Bundesforschungsanstalt für Naturschutz und Landschaftsökologie und forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (1989): Umweltverträglichkeitsprüfung von Hochwasserschutzmaßnahmen im Raum Breisach, 235 S. Rastatt, Bonn, Freiburg.

Witschel M. (1980): Xerothermvegetation und dealpine Vegetationskomplexe in Südbaden. Vegetationskundliche Untersuchungen und die Entwicklung eines Wertmodells für den Naturschutz. - Beih. Veröff. Naturschutz Landschaftspflege Bad.-Württ. 17: 1-212.


    Copyright ©   2000  LpB Baden-Württemberg   HOME

Kontakt / Vorschläge / Verbesserungen bitte an: lpb@lpb-bw.de