Zeitschrift

Großstädte




Heft 2/97

Hrsg.: LpB

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Inhaltsverzeichnis

 


Aufs Engste mit dem Schicksal der Habsburger verknüpft

Wien: Zwischen extremer Grenz- und Mittelpunktlage

Von Elisabeth Lichtenberger



Wien und der Stephanusdom, so kennt es jeder
Aufnahme: dpa


Prof. Dr. Dr. h. c. Elisabeth Lichtenberger ist emeritierte Universitätsprofessorin für Geographie der Universität Wien. Sie ist Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und koordiniert das Schwerpunktprogramm des Fonds für Wissenschaften und Forschung (FWF) "Österreich: Raum und Gesellschaft.



Der Aufstieg Wiens zur Weltmetropole war eng mit der Habsburgerdynastie verknüpft. Der Charakter der Residenzstadt wie der der Festung sind noch deutlich zu erkennen, in der baulichen Entwicklung, in der städtebaulichen Ausbreitung, im Sozialaufbau, der hier anderen räumlichen Muster gefolgt ist als anderswo. Von beträchtlicher Bedeutung ist der Städtebau der Zwischenkriegszeit und der Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg. Der "Munizipalsozialismus" Wiens hat zu umfangreicher kommunaler Bautätigkeit geführt, vor allem aber zur Verbesserung der Wohnverhältnisse breiter Bevölkerungsschichten, wie nirgendwo sonst auf der Welt.

Erst in jüngster Zeit hat sich die Stadt der Donau zugekehrt. Längst ist Wien auch wieder eine wachsende Stadt, nicht zuletzt durch Zuzug aus den Nachbarländern des ehemaligen Ostblocks. Integrationsprobleme werden sie deshalb in den nächsten Jahrzehnten beschäftigen, doch auch damit hat Wien ja Erfahrung.
Red.


An der Drehscheibe von Verkehrskorridoren

Wien ist an einer Drehscheibe von Verkehrskorridoren gelegen, dort, wo sich große Bruchlinien im tektonischen Aufbau Europas kreuzen, welche die Alpen von den Karpaten trennen, die Donau vom Alpenvorland in das Wiener Becken durchbricht und die transkontinentalen Straßen von der Adria über den sogenannten Schrägen Durchgang durch die Alpen über die Mährische Pforte nach Polen bis zur Ostsee führt. Entsprechend den politischen Konstellationen auf der europäischen Landkarte hat die Lage von Wien zwischen extremer Grenzlage und Mittelpunktlage gewechselt. In einer Grenzlage ist Wien von der Vergangenheit bis zur Gegenwart herauf geblieben. Östlich der Stadt. ist die Bewegung der deutschen Ostkolonisation im 11. Jahrhundert zum Stillstand gekommen. Wien bildet daher seit mehr als 900 Jahren den Eckpfeiler des deutschen Sprachraums gegen Ostmitteleuropa und Süd-Osteuropa und ist nur 50 km von den Sprachräumen der Slawen und Ungarn entfernt.

Das Schicksal von Wien ist seit dem späten 13. Jahrhundert aufs engste mit der politischen Karriere der Habsburgerfamilie verknüpft gewesen; der am längsten regierenden Dynastie in Europa (1276 bis 1918), und war seit dem Mittelalter bis herauf zum Ende des Ersten Weltkriegs - mit nur kurzzeitigen Unterbrechungen - stets Residenzstadt. Die Stadt Wien wuchs dabei mit dem Ausbau des Habsburgerischer Territoriums von einem Land zu einem Reich und behielt überdies durch die gesamte Entwicklung die Doppelfunktion von Markt und Herrschaft, von der mittelalterlichen Bürgerstadt über die Reichshaupt- und Residenzstadt des aufgeklärten Absolutismus bis zur Weltstadt im Industriezeitalter des 19. Jahrhunderts bei. Dieser Dualismus prägte die Stadt durch die Jahrhunderte. Er hatte spezifische Konsequenzen für das Verhältnis von politischer Macht und Ökonomie ebenso wie für die Ausbildung "hof"- bzw. "regierungszugewandter" und "wirtschaftsorientierter" Sozialgruppen.


Der Dualismus von Herrschaft und Markt in der mittelalterlichen Bürgerstadt

Der Dualismus der Funktionen von Herrschaft und Markt begann in der mittelalterlichen Bürgerstadt. Schon im Frühmittelalter entwickelte sich innerhalb der Stadtmauer ungeachtet des zweimaligen Standortwechsels der Burg vom "Berghof" über die Babenbergerpfalz (1156) am Hof zur Burg der Habsburger der Dualismus von landesfürstlicher Residenz und Bürgergemeinde, auf dem in einem Jahr- hunderte umspannenden Transformationsprozeß von Gesellschaft und
Stadtraum der Dualismus von Regierungs- und Wirtschaftscity im liberalen Zeitalter beruht.

Zur mittelalterlichen Großstadtbildung von Wien gehörten der Ausbau weltlich-herrschaftlicher Institutionen wie Münze und Gericht, von kirchlichen Einrichtungen wie Bistum, Klöster und Kirchen, die gesellschaftlichen Grundelemente von Erbbürgern, Fernhändlern und "fremden" Gewerbetreibenden, eine im Ghetto lebende jüdische Bevölkerung sowie die frühe Entwicklung von Bildungsschichten über die 1365 gegründete Universität, die älteste im deutschen Sprachraum. Trotz mehrmaliger Versuche gelang es den Wiener Bürgern jedoch nicht, sich von der weltlichen Herrschaft zu emanzipieren und die Reichsfreiheit zu erlangen.

In der territorialen Organisation des Mittelalters war Wien freilich als Babenbergerresidenz in den damaligen österreichischen Ländern nur eine landständische Stadt neben anderen, wie Graz und Innsbruck. Auch als Residenzstadt der Habsburger blieb Wien mit annähernd 20 000 Einwohnern im 15. Jahrhundert nur eine "Großstadt" in Mitteleuropa neben andern - und konnte nicht mir der Metropole Prag, dem Zentrum Böhmens, mithalten. Hatte der Hausmachtbesitz der Habsburger in den Alpenländern im Spätmittelalter eine Einwohnerzahl von maximal einer Dreiviertelmillion, so gehörte das Königreich Böhmen damals zu den dicht besiedelten und aufgrund der Silber- und Goldbergbaue "reichen" Territorien Mitteleuropas mit schätzungsweise 2 Millionen Einwohnern.


Von der Grenzlage gegen das Osmanische Reich zum Mittelpunkt der Habsburgermonarchie

Die ersten eineinhalb Jahrhunderte der Neuzeit sahen Wien als Grenzstadt gegen das Osmanische Reich. Nach der ersten Türkenbelagerung 1529 wurde es zur "stärksten Festung der Christenheit" ausgebaut. Das Verwaltungsprimat über die Länder der Krone Böhmens, deren damalige Einwohnerzahl auf vier Millionen, die der österreichischen Alpenländer auf weniger als zwei Millionen geschätzt wird, ging schon 1577 an Wien über.

Mit der erfolgreich abgeschlagenen zweiten Türkenbelegerung (1683) und der rasch einsetzenden Rückeroberung Ungarns rückte Wien aus der Grenzlage gegen das Osmanische Reich in den Mittelpunkt der expandierenden Habsburgermonarchie. Wien überrundete im 18. Jahrhundert alle Städte Mitteleuropas hinsichtlich der Einwohnerzahl. Durch den Bau von auf Wien zentrierten Kommerzialstraßen (Brünner Straße, Prager Straße, Ungarische Straße, Triester Straße, Linzer Straße), erhielt die k. u. k. Haupt- und Residenzstadt das Verkehrsprimat zusätzlich zur Residenzfunktion und zum bereits bestehenden Primat in der absolutistischen Staatsverwaltung in einem Reich, das um 1750 mit rund 17 Millionen Einwohnern gleich viele Einwohner wie Italien, wenn auch weniger als Frankreich (rund 23 Millionen Einwohner) zählte. Die Agglomeration Wien hatte damals eine Zahl von rund 180 000 Einwohnern erreicht.

Aus der Funktion als Residenz des absolutistischen Flächenstaates bezog Wien den kulturellen Mehrwert, der aus dem Hofstaat und der Urbanisierung des Adels resultierte, und den politisch-administrativen Mehrwert, den die Stadt aus der sich formierenden Zentralverwaltung schöpfen konnte. Die Residenz bot Lebensraum  für neue städtische Schichten. Als Aufstiegsschiene entstand - die ältere Stände übergreifend der Beamtenstand. Durch die Urbanisierung des Adels vollzogen sich tiefgreifende Akkulturationsvorgänge, welche über Bau- und Lebensformen die gesamte städtische Bevölkerung erfaßten und wandelten.

Adel, Klerus (Gegenreformation), Hofstaat und Beamtenstand haben als neue städtische Schichten den Um- und Ausbau Wiens ab dem 16. Jahrhundert bis tief ins 18. Jahrhundert hinein geprägt. Eine Expropriation der bürgerlichen Schichten, vor allem der hausbesitzenden Oberschicht in der Stadt, und ein Hinausdrängen der Gewerbetreibenden in die Vorstädte waren die räumlichen Konsequenzen des Strukturwandels der städtischen Gesellschaft. Die bürgerliche Bevölkerung (Gewerbe- und Handelstreibende) betrug um die Mitte des 18. Jahrhunderts - zur Zeit des Höhepunktes der kaiserlichen Hofhaltung - nur mehr rund ein Drittel der schätzungsweise 40 000 Einwohner der Stadt. Zwei Drittel stellten Angehörige von Adel, Klerus, Hofstaat, Beamtenstand und Stadtguardia.


Der Aufbau der Zentralbehörden als Motor des Wachstums

Ein Hauptmotor für das Wachstum Wiens im 18. Jahrhundert war der Aufbau der Zentralbehörden, mit dem Ferdinand I. 1527 im Anschluß an die Verwaltungsreformen von Maximilian I. begonnen hatte (Hofrat, Hofkanzlei, Hofkammer, Hofkriegsrat). Die organisatorische Bedeutung der Zentralverwaltung spiegelt sich in der beachtlichen Zunahme der Zahl der öffentlichen Bauten von 54 im Jahre 1664 auf 131 im Jahre 1779 wider. Für die rasch anwachsende Zahl der Beamten in den Zentralbehörden wurden aufgrund der Festungssituation von Wien keine neuen Stadtteile angelegt, sondern ihre Unterbringung, ebenso wie die der Angehörigen des Hofstaates, mittels der Hofquartierspflicht, den bürgerlichen Hausbesitzern aufgelastet. Die für Um- und Neubauten gewährten Steuerfreijahre kurbelten andererseits die bürgerliche Bautätigkeit an. Beamte wurden zu einer wichtigen Gruppe bei der Nachfrage nach Wohnraum. Geistliche Stifte übernahmen den Bau von qualitativ hochwertigen Wohnungen für den Beamtenstand und setzten damit ein Vorbild für den Bau von Mietwohnungen für die Mittelschichten. Die Konzeption geistlicher Wohnhöfe für den Beamtenstand wurde im kommunalen Wohnbau der Zwischenkriegszeit für den Arbeiterstand fortgeführt.


Zwischen Stadt und Vorstädten

Im Zuge der Stadterneuerung und Stadterweiterung im 18. Jahrhundert polarisierte sich die wirtschaftliche und soziale Entwicklung. In der Stadt konzentrierten sich die Einrichtungen der Regierung und Verwaltung des Staates, die Anfänge des Bankenwesens, der Groß- und Einzelhandel.

In den Vorstädten, im Raum der Stadterweiterung, lag dagegen der Schwerpunkt der gewerblichen Produktion. Auch die sozialen Kontraste wurden verschärft. Sie lassen sich auf die einfache Formel bringen, daß in der Stadt in erster Linie die Angehörigen des Adels, des Hofstaates und die hohen Beamten, die Vertreter des Großhandels und Geldwesens wohnten, während andererseits in den Vorstädten die in der Produktion tätige Bevölkerung lebte, von den Gewerbetreibenden bis zu den Erzeugern landwirtschaftlicher Produkte.

Im Hinblick auf die Herkunft sonderte sich die überwiegend ortsbürtige Bevölkerung in der Stadt von der in hohem Maße fremdbürtigen Bevölkerung in den Vorstädten ab.

Die Privilegierung des Manufakturwesens durch Maria Theresia und Joseph II. sowie Verkehrs- und Verwaltungsreformen einschließlich des Toleranzpatents von Joseph II. schufen die Grundlage für das Entstehen der "zweiten", bürgerlichen Gesellschaft. K. u. k. privilegierte Großhändler, Industrielle und Bankiers, in erster Linie ausländische Zuwanderer waren ihre Vertreter. Auf dem Wege über Vermögensbildung und persönliche Leistungen im Verein mit der Verleihung des Adelstitels fächerte sich die "erste Gesellschaft" des Adels immer stärker auf. Diese soziale Ausdifferenzierung in Form der Abspaltung immer neuer Elemente von den großen ständischen Blöcken im Verein mit der professionellen Spezialisierung hatte eine ausgeprägte Viertelbildung zur Folge, die sowohl in der Wiener Altstadt als auch in den Wiener Vorstädten zur Geltung kam.

Um 1800 nahm Wien den vierten Rangplatz in der Rang-Größen-Skala der europäischen Städte ein. Als Primate City des Habsburgerreiches konnte Wien schließlich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Neapel überrunden und zum dritten Rangplatz nach London und Paris aufsteigen. Zu diesem Zeitpunkt hatte die k. u. k. Monarchie mit 31,3 Millionen Einwohnern bevölkerungsmäßig an Frankreich (34 Millionen) und das Deutsche Reich (34,5 Millionen) bereits knapp aufgeschlossen.


Administrative und ökonomische Funktionsteilung mit Budapest

Die Relation verschob sich im Eisenbahnzeitalter. Der Bahnbau zeichnete nochmals den transkontinentalen Verkehrsknoten Wien nach. Die Stadt wurde zum "Schnittpunkt" von Orientexpreß und Moskauexpreß. Der Ausgleich zwischen Österreich und Ungarn 1867 und die Bildung der Doppelmonarchie mit der österreichischen Reichshälfte, in der rund 20 Millionen Einwohner lebten, und der ungarischen Reichshälfte mit rund 15 Millionen Einwohnern schob Budapest, der Metropole der ungarischen Reichshälfte, Entwicklungschancen zu. Durch den Ausgleich wurde nicht nur das ökonomische, sondern auch das demographische Einzugsgebiet der Monarchie zwischen Budapest und Wien aufgeteilt und das Wiener Einzugsgebiet auf die österreichische Reichshälfte der Monarchie beschränkt.

Aufgrund der administrativen und ökonomischen Funktionsteilung mit Budapest und der Entwicklung von Prag zum Vorort der Industrie in Böhmen, dem Kernraum der Industrieentwicklung der Monarchie, verlangsamte sich das Bevölkerungswachstum von Wien gegenüber Berlin, das Wien in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts überholte, was sich rückblickend für Wien als Vorteil erwiesen hat. Es konnte daher die städtebauliche Ausgestaltung Wiens in der Gründerzeit mit der Einwohnerzahl besser Schritt halten. Rückblickend läßt sich feststellen, daß es dadurch für Wien eher möglich war die Existenzkrise der Zwischenkriegszeit zu überstehen, als wenn es noch mehr Einwohner gehabt hätte.


Die gründerzeitliche "Weltstadt" des Habsburgerreiches

Die Revolution 1848 führte zu einer Auswechslung der politischen Parameter und leitete die liberale Ära ein. Die sieben Jahrzehnte der Gründerzeit brachten Wien den Aufstieg zur Weltstadt. Mit jährlichen Wachstumsraten von 3 v. H. vergrößerte die Agglomeration ihre Einwohnerzahl von 440.000 im Jahr 1840 bis auf zwei Millionen im Jahre 1910 (Altstadt, Vorstädte und Vororte). Dabei erfolgte eine zonale periphere Verschiebung des Bevölkerungswachstums aus dem Vorstadtraum in den Vororteraum.

Drei administrative Stadterweiterungen trugen dem Bevölkerungswachstum der Stadt in der Gründerzeit Rechnung. Bei der ersten Stadterweiterung im Jahr 1850 wurden die innerhalb des Linienwalles gelegenen 34 Vorstädte eingemeindet. Wien zählte danach 431 147 Einwohner auf 54,4 qkm. Die zweite Eingemeindung (1890) erfaßte die westlichen und südlichen Vororte und erweiterte die Stadtfläche auf 178 qkm mit einer Einwohnerzahl von 1,364.000. Mit der Zukunftshoffnung auf eine Stadtgröße von 4 Millionen Einwohnern im Jahr 1950 erfolgte schließlich eine dritte Eingemeindung (1904) im Osten der Donau, weit in unbesiedeltes Gebiet hinaus. Die Fläche wurde auf 278 qkm erweitert.
der Donau, weit in unbesiedeltes Gebiet hinaus. Die Fläche wurde auf 278 qkm erweitert. Die von den Stadtbehörden damals gezeichneten Stadtpläne waren auf eine Bevölkerung von 4 Mio. für das Jahr 1950 ausgelegt.

Die Eingemeindungen der Gründerzeit hatten tiefgreifende Folgen: Sie brachten die betreffenden Gebiete in den Geltungsbereich der städtischen Bauordnung, lösten eine Erhöhung der Grundstückpreise und damit eine höhere Verbauung aus und akzentuierten die sozioökonomische räumliche Differenzierung. Gleichzeitig ermöglichten sie eine durchgreifende Assanierung der Agglomeration (Kanalnetz, Wasser Strom, Gas, Pflasterung u. dgl.). Diese zählt fraglos zu den großen Leistungen der Wiener Kommunalbehörden um die Jahrhundertwende, die viel zuwenig gewürdigt werden.

Mit der enormen Bauleistung von 460.000 Wohnungen im Zeitraum von 1856 bis 1917 hat die Gründerzeit nicht nur den bereits vorhandenen Baubestand in der Altstadt und den Vorstädten linien- und flächenhaft erneuert, sondern darüber hinaus außerhalb der Linie (des Gürtels) eine neue, breite Zone geschlossener Verbauung errichtet. Der Umbau folgte hierbei dem Prinzip einer zentral-peripher ausgreifenden bausozialen Aufwertung d. h. er wurde zur Gänze von dem Prozeß bestimmt, der heute als "Gentrifikation" bezeichnet wird. Es entstand die Ringstraßenzone als Wohnstandort für die Oberschicht, die Vorstädte der Kleinhandwerker und Taglöhner wurden zu Mittelstandsquartieren umgebaut, und außerhalb des Gürtels bildeten sich Arbeitervororte.

Der Altbaubestand wurde nicht nur "erneuert" im Sinne des aktuellen Begriffs der Revitalisierung und der sanften Stadterneuerung, sondern in durchgreifender Weise beseitigt. Bürgerliche Wohnquartiere ersetzten Slums und Verfallsgebiete.


Stadtumbau im Zeichen der Citybildung

Die Gründerzeit brachte ferner ein neues "Modell der Stadtmitte". Hatte die Residenz und damit das Herrscherhaus die politische und gleichzeitig soziale Mitte der barocken Stadt gebildet, so wurde nunmehr die Innenstadt zum Standort der neuen wirtschaftlichen Institutionen. Banken und Versicherungen verdrängten die Adelspaläste. Der Stadtumbau erfolgte im Zeichen der Citybildung, die Stadterweiterung in Form von Neuaufschließungen in peripher ausgreifenden Vororten bot Raum für die Zuwanderer in die neu entstehenden Industrien.

In international vorbildlicher Weise hat der Flächenwidmungsplan 1893 die zentral-periphere Abstufung der Bauhöhen und die Ausweisung von Flächen für Industrieanlagen vorgenommen.

Am Ende des 20. Jahrhunderts verstehen wir vielleicht besser als die Zeitgenossen die Einmaligkeit des architektonischen Erbes, welches sich dank dem Rückgang der Bevölkerungszahl seit 1918 und den nur mäßigen Bombenschäden des Zweiten Weltkrieges erhalten konnte. Wien war die Geburtsstätte des österreichischen Barocks. Mit dem Aufbau des Habsburgerreiches hat sich dieser Architekturstil bis in die letzten Winkel des großen Reiches ausgebreitet. Das Barock war gleichsam die adäquate architektonische Kunstform und entwickelte im Laufe der Jahrhunderte immer neue Variationen. Die Dominanz der barocken Tradition gestattete dem französischen Rokoko keinen Zutritt in die Stadtlandschaft und nahm den Vertretern der Klassik die Härte der Linien. In der Zeit der historischen Stile im 19. Jahrhundert verhinderte die barocke Tradition eine Wiederholung des gotischen Stils, wie sie vor allem England kennzeichnete, und beschränkte die Nachahmung der Renaissance auf wenige Jahre, bevor in den Details der Fassaden der Mietshäuser und der Innenausstattung von Stiegen, Gängen und Räumen alle Variationen von barocken Motiven erneut durchgespielt wurden. Das wohl beste Zeugnis für die Kontinuität der Wiener Bautradition ist die Wiener Ringstraße, deren Bau über 5 Jahrzehnte in Anspruch nahm, welche aber nichtsdestoweniger zu einem monumentalen Gesamtkunstwerk geworden ist.


Auch im sozialen Bauplan weiterhin den Prinzipien der barocken Residenz verhaftet

Den Gründerjahren verdankt Wien nicht nur die Einheitlichkeit der baulichen Gestaltung im gesamten geschlossenen Stadtraum, sondern auf diese Periode der Industrialisierung geht auch die innere funktionelle Differenzierung der Stadt zurück. Damals ist das hierarchische Netz der Geschäftsstraßen ebenso entstanden, wie die funktionelle Differenzierung der Innenstadt in die Wirtschaftscity und die Regierungscity. Auch im sozialen Bauplan blieb die Stadt den Prinzipien der barocken Residenz verhaftet, in der das Stadtzentrum die soziale Mitte der Stadt gebildet hat (vgl. Fig.1).

Wien unterscheidet sich damit bis heute grundsätzlich von den Städten der angelsächsischen Welt, in denen die Stadtmitte zum Zentrum der Unter- und Randschichten der Bevölkerung geworden ist.


Der Kaiserlichen Weltstadt trat die Stadt des Munizipalsozialismus gegenüber

Aus der Polarität von kaiserlicher Weltstadt und sozialdemokratischer Hauptstadt eines Kleinstaates ist die gegenwärtige duale Struktur von Wien zu verstehen. Nahezu modellhaft stehen in Wien in der Gegenwart zwei Stadträume einander gegenüber: die bereits beschriebene, in kompakter Verbauung errichtete Innenstadt der Gründerzeit und die daran anschließende "Außenstadt", welche der Munizipalsozialismus in Wien in der Zwischen- und Nachkriegszeit errichtet hat (vgl. Fig. 2).

Die räumliche Entwicklung von Wien in der Nachkriegszeit kann unter das Schlagwort "von der Asymmetrie zur Bipolarität" gestellt werden. Hatten die Zwischenkriegszeit und die ersten Nachkriegsjahre an die gründerzeitlichen Strukturen angeschlossen, so wurden in den 60er Jahren unter der Zielsetzung "vom sozialen Wohnungsbau zum sozialen Städtebau" Großwohnanlagen auf freiem Feld im Süden und Osten der Stadt errichtet. Mit der enormen Neubautätigkeit von rund 180.000 Wohnungen hat die traditionelle West-Ost-Orientierung von Wien, einer Stadt, deren Entwicklung bis herauf zur Gründerzeit stets mit dem Rücken gegen die Donau erfolgt ist, eine Umdrehung um 180 Grad erfahren. Während der Wienerwald, schon seit dem späten 19. Jahrhundert unter Schutz gestellt, eine weitere Westexpansion verwehrt, richten sich die Wachstumsfronten der Stadt nach dem Süden und Osten. Neue Trassen des Verkehrs, von Schnellbahn, U-Bahn und Autobahn, verbinden den Süden und den Osten der Außenstadt. Die neuen Netze der Fernheizwerke kommen ebenfalls diesem Stadtraum zugute. Neue Spitäler Schulen usf. wurden errichtet, Industriebaugebiete ausgewiesen, und mit der Anlage der UNO-City im Osten der Donau wurde das Symbol für die Transfer-Rolle des Staates in der Stadt gleichzeitig auch zu einem Symbol dieses neuen Stadtraumes. Die Wohnbautätigkeit selbst hat längst die Dimensionen von sozialen Fürsorgemaßnahmen gesprengt. Wenn auch der Anspruch auf "Städtebau" noch nicht in allen Belangen eingelöst werden konnte, so werden der Bevölkerung in der Außenstadt doch integrale Pakete von Massenverkehrsmitteln, Einkaufszentren, Fußgängerzonen, Grünflächen, sozialen Einrichtungen und Wohnanlagen angeboten.

"Neue Städte" zu errichten, wurde allerdings niemals beabsichtigt. In der Architektur des städtischen Wohnens hat Wien in der Nachkriegszeit auch nur mehr eine Mitläuferrolle und keine Pionierrolle - anders als bei den kommunalen Wohnburgen der Zwischenkriegszeit - erlangen können. Eine einzige "Wohn-Komposition" in der Außenstadt erregte internationale Aufmerksamkeit: die Anlage des Wohnparks Alterlaa, die an Le Corbusiers "Ville Radieuse" orientiert, die Nachbarschaftskonzeption in ein vertikales Design von 100 m hohen Wohntürmen übersetzt hat.


Wie nirgendwo sonst sind die Wohnbedingungen breiter Schichten entscheidend verbessert worden

Konzertierte Aktionen von Wohnhausbau und Massenverkehrsmitteln wurden in Wien nicht favorisiert. Das schwedische Satellitenstadtmodell wurde von den politischen Entscheidungsträgern besichtigt, jedoch nicht imitiert. Von wenigen Ausnahmen, wie der Großfeldsiedlung im 22. Bezirk abgesehen, wurden auch Großanlagen nur selten "aufs freie Feld" gestellt, wie dies in anderen Millionenstädten die Regel war, sondern an die bereits bestehende Siedlungsstruktur zumindest "angelagert".

In den Dezennien der Nachkriegszeit hat überdies die Kommunalpolitik jahrzehnteweise die Intentionen geändert:

Standen die 60er Jahre unter der Ideologie des Wohnbaus in der Außenstadt, so wurde in den 70er Jahren der Wohnungsbau aus dem "Nulltarif" herausgenommen, den Trägern des Eigentumswohnungsbaus und Genossenschaften zugeschoben und die Stadterneuerung auf das Programm gestellt. Gleichzeitig erhielten Fragen des Umschweltschutzes und der Entsorgung einen neuen Stellenwert.

Ferner vollzog sich die kommunale Bautätigkeit in Wien stets nur zu einem Teil auf den neuausgewiesenen Flächen der Außenstadt, wo sich in erster Linie der kommunale Wohnungsbau und von der Stadt geförderte Unternehmen etablierten. Nahezu die Hälfte der Bautätigkeit in der Nachkriegszeit und über zwei Drittel des privaten Betriebsbaues erfolgten auf dem kleinzügigen Parzellensystem der gründerzeitlichen Innenstadt. Allein im Zeitraum von 1945 bis 1980 wurden 123.000 Wohnungen in der gründerzeitlichen Innenstadt erbaut, während andererseits 180.000 Wohnungen in der Außenstadt entstanden sind.

Entsprechend der zwar mit unterschiedlicher Schwerpunktbildung, jedoch stets gleichzeitig in der Innen- und Außenstadt erfolgenden Bautätigkeit war auch die Strategie des Ausbaus der öffentlichen Verkehrsmittel stets ambivalent und durch eine Vielzahl von Entscheidungen bestimmt, die jeweils der Verkehrsbedienung der Innenstadt oder der Außenstadt zugute gekommen sind.

Insgesamt hat die Munizipalregierung die Chance genutzt, bei stagnierender Bevölkerungszahl alle Investitionen für die Verbesserung des Ausstattungstandards und die Erhöhung der Quadratmeterflächen an Wohnraum, Betriebsraum, Geschäftsraum, Erholungs- und Verkehrsraum pro Einwohner zu verwenden. Darüber hinaus brachte die massive Investition in den kommunalen Wohnungsbau aus öffentlichen Mitteln eine entscheidende Besserstellung der Wohnverhältnisse breiter Bevölkerungsschichten, wie sie in dieser Form mit einem Anteil von rund einem Drittel der Bevölkerung im kommunalen Wohnungsbestand der Stadt ein einmaliges Phänomen im gesamten westeuropäischen Städtewesen darstellt.


Die Integration der Donau in die Stadtlandschaft als Novum

Anders als Budapest war Wien in der Gründerzeit nicht an die Donau gerückt. Das Inundationsbett des regulierten Stromes separierte vielmehr die Stadträume im Osten der Donau klar vom westlichen Ufer welches von Bahngeleisen, Industrie- und Lagereinrichtungen begleitet wird. Die Integration des Donauraumes in den Stadtkörper erfolgte erst durch den Bau der UNO-City. Diese vom österreichischen Staat unternommene Initiative wurde von der Stadtgemeinde in der schrittweisen Entwicklung einer waterfront development fortgesetzt, welche sich im internationalen Vergleich in die Großvorhaben der Public-Private-Partnership einreihen läßt, wie zum Beispiel die Docklands in London und der Hafenumbau in Rotterdam. Anlaß für diese Integration der Donau in die Stadtlandschaft von Wien waren die großen Überschwemmungen der 60er Jahre, welche den Bau eines zweiten Donaubettes zur Folge hatten, um künftige Flutkatastrophen auszuschließen
(vgl. Fig. 3).


Die neue Donauinsel als Freizeitareal

Zwischen dem Bett der Donau aus dem 19. Jahrhundert und der Neuen Donau entstand eine Insel von 21 km Länge und einer Breite von 70 bis 210 m. Diese Donauinsel ist nunmehr mit öffentlichen Mitteln zu einem großzügigen Erholungsareal ausgestaltet worden, mit neuen Stationen der U-Bahn und der Schnellbahn. Gleichsam zum Nulltarif können an warmen Sommertagen über eine halbe Million Besucher das von der Stadtbehörde verwaltete und gepflegte Areal benützen. Großveranstaltungen verschiedenster Art finden statt. Keine andere Großstadt verfügt über ein derart umfangreiches Freizeitareal. Damit wurden auch die mentalen Vorbehalte gegen die Errichtung eines Kraftwerkes auf Wiener Boden letztlich überwunden, sodaß in Kürze mit dem Aufstau der Donau bis nach Klosterneuburg im Norden ein 20 km langer Stausee bestehen wird. Die Wasserfrontentwicklung längs der Donau hatte als weitere Konsequenz die Schaffung einer dualen Cityentwicklung zur Folge. Im Anschluß an die UNO-City war ursprünglich die Weltausstellung 1996 gemeinsam mit Budapest vorgesehen, inzwischen ist eine Umplanung erfolgt in Richtung auf eine Donau-City hin, welche mit Hochbauten und anschließenden Objekten neue Akzente auf dem östlichen Donauufer setzen und damit Wien tatsächlich an die Donau bringen wird.

Über 100 Jahre später unternimmt damit Wien die Integration der Donau in die Stadtlandschaft und folgt damit dem Beispiel von Budapest, das aufgrund anderer hydrologischer Bedingungen schon im vergangenen Jahrhundert die Stadtfronten von Buda und Pest längs der Donau aufgebaut hat.

Ebenso wie der Munizipalsozialismus unter Bürgermeister Lueger neue Wege in der europäischen Stadtplanung und Kommunalpolitik gegangen ist, gelang es der Wiener Stadtregierung erneut, mit der Konzeption "Wien an die Donau", der Anlage des zweiten Donaubettes und dem Ausbau des kollektiven Freizeitraums der Donauinsel intuitiv eine richtungsweisende städtebauliche Idee zu kreieren. Ohne explizit definiert zu werden, wurde für die bipolare Konzeption von arbeitsteiliger und Freizeitgesellschaft ein neues Planungsleitbild gefunden. Danach gehören die "große grüne Wiese", Erholungsflächen und Sportanlagen in einer Zeit der Freizeitgesellschaft nicht mehr an den Rand, sondern in die Mitte der Stadt, mit bester Erreichbarkeit für alle.


Wien in "Paneuropa" oder eine neue Gründerzeit

Mit der Öffnung des Eisernen Vorhangs und dem Anschluß Österreichs an die Europäische Union hat sich die Position Wiens wieder geändert. Wien ist nicht mehr eine schrumpfende Stadt, nicht mehr eine isolierte Stadt in einem isolierten Staat. Mit einer gewissen Berechtigung kann Wien in "Paneuropa" gesagt werden, wurde doch in Wien 1923 von R. N. von Coudenhove-Kalergi die Paneuropabewegung gegründet und in den Jahren 1925 bis 1928 die drei Bände seines Werkes Kampf um Paneuropa veröffentlicht.

Nun ist die Rolle Wiens in Mitteleuropa keineswegs dort fortzusetzen, wo sie mit dem Ende des Ersten Weltkrieges so abrupt aufgehört hat. Die schwierige Aufgabe lautet viel mehr: Es sind die Interessen von westlichen Investoren und von Zuwanderern aus dem Osten mit denen der ortständigen Bevölkerung zu harmonisieren, sodaß möglichst wenige Konflikte entstehen. Auf der einen Seite zieht Wien wichtige Institutionen und Unternehmen aus westlichen Ländern an, welche von hier aus die Märkte in Ostmitteleuropa und Osteuropa erschließen wollen. Eine Internationalisierung des quartären Sektors mit ausländischen Banken, Versicherungsgesellschaften, Werbeagenturen und Immobilienmaklern hat eingesetzt. Mehr als 1.700 Firmen haben bereits Zweigbetriebe eröffnet.

Die Aussage bezüglich einer "neuen Gründerzeit" für Wien ist auch vom Standpunkt der ambitionierten Planungen aus berechtigt. Sie reichen vom Komplex der Donau-City und der "Zukunftsstadt" auf dem Gelände des ehemaligen Nordbahnhofs, bei der japanisches Kapital beteiligt sein wird, zum "Museumsquartier" im Anschluß an den Messepalast und dem multifunktionalen Hochhauszentrum Wien-Mitte im Ringstraßenbereich. Sie umfassen einerseits Paketlösungen für internationale Organisationen, für deren Beamte auch Wohnungen bereitgestellt werden sollen, und andererseits eine neue Wohnbauoffensive in der Außenstadt und ein umfassendes Sanierungsprogramm für die rund 220.000 Gemeindewohnungen. Flächiger Um- und Neubau ist besonders in der gründerzeitlichen Industrieperipherie und in niedrig verbauten Bereichen der Außenstadt zu erwarten. Der Bauboom greift in verstärktem Maße über die Stadtgrenze nach dem Süden aus, ein weiterer agglutinierender Wachstumsprozeß im Raum der Shopping City Süd (Motor City Süd: erster österreichischer Fahrzeugmarkt) ist ebenso in Sicht wie eine weitere Suburbanisierung von Betrieben unter dem Druck der steigenden Bodenpreise und Mieten, sobald die vorhandenen Betriebsbaugebiete in Wien aufgefüllt sind. Auf der anderen Seite ist Wien zu einer Stadt mit steigender Zuwanderung und einem neuen Zustrom von Flüchtlingen aus einer Vielzahl von Staaten geworden. Waren die letzten Jahrzehnte durch einen Pessimismus in Bezug auf die Bevölkerungsentwicklung gekennzeichnet, so herrschen nunmehr optimistische Prognosen vor. Mit Zuwanderungszahlen von über 30.000 werden die maximalen Zahlen der Gründerzeit bereits übertroffen. Während die Volkszählung 1981 erst 113.000 Ausländer in Wien registrierte, ist inzwischen die offizielle Zahl auf über 300.000 angestiegen, und selbst vorsichtige Schätzungen rechnen mit weiteren 100.000 Personen, welche nicht registriert sind. Die kulturelle und ethnische Kluft zwischen den Zuwanderern und der örtlichen Gesellschaft wächst ständig. Die Akkulturierung und Integration der ausländischen Bevölkerung wird damit ein Schlüsselproblem von Wien in der Zukunft werden. .


Literaturhinweise

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