Zeitschrift 

Der Bürger im Staat

Auf dem Weg ins 21. Jahrhundert

Medizin - Naturwissenschaft - Technik
 
 
 

Heft 3/2000 , Hrsg.: LpB

 

Inhaltsverzeichnis
 

„Keine roten Haare bitte“

Kinder nach Maß?

Medizinische, rechtliche und ethische Aspekte der Präimplantations-Diagnostik

Von Kurt Sauerborn
Seit 20 Jahren schon können Kinder im Reagenzglas gezeugt werden, eine halbe Million Menschen dieser Herkunft leben bereits auf unserer Welt.  Inzwischen lässt sich bereits das Erbgut dieser befruchteten Zellen auf Erbkrankheiten hin durchsehen, vor Einpflanzung in den Mutterleib, mit Hilfe der Präimplantations-Diagnostik: Ist damit Tür und Tor geöffnet für Kinder nach Maß oder anders herum: für das Aussortieren potentiellen Nachwuchses mit unerwünschten Eigenschaften? Embryonenschutzgesetz in Deutschland sowie die Bioethik-Konvention setzen strenge Grenzen, wobei rechtlich dennoch erhebliche Unsicherheiten und Interpretationskontroversen bestehen. Vor dem Hintergrund des „Dritten Reiches“ und seiner Vernichtung „lebensunwerten Lebens“, aber auch unter Einfluss der Kirchen sind wir in Deutschland strenger als in anderen Kulturnationen. Ist dieser Rigorismus nicht zu weit getrieben, kann er manchmal vielleicht sogar inhuman wirken? Wird die Forschung nicht in einer Weise behindert, die letztlich auch zum Schaden von Menschen gehen kann? Der Autor hat hierzu eine klare Meinung.
Red.


Horrorvision oder zukunftsweisende Chance?

Die Phantasie der Menschen ist angeheizt, seit bekannt ist, dass nach der künstlichen Befruchtung im Labor ein Embryo schon in seinem frühesten Stadium als Zellverband auf schwere Erbkrankheiten untersucht werden kann. Die Diagnose steht, bevor diese Zellen in eine Gebärmutter eingepflanzt werden und sich dort einnisten können. Daher der Name für diese Maßnahme: Präimplantationsdiagnose, abgekürzt als PID. Und weil die moderne Genanalyse eine solche Diagnose ermöglicht, setzt sie auch Phantasien in jeder Richtung frei. Warum soll ein so unscheinbares Häuflein Zellen, das nur unter starker Vergrößerung im Mikroskop sichtbar ist, nicht auch auf Geschlecht und Haarfarbe untersucht werden, auf Merkmale wie Mut und Intelligenz? Einen Stammhalter wollen Eltern endlich haben, weil schon genug Mädchen da sind. 
Und eine Armee braucht keine Feiglinge, die Wissenschaft nicht Dummheit. Das alles nach Bedarf zu regeln, scheint doch kein Problem zu sein, zumal die Reproduktions- und Fortpflanzungsmediziner – so heißen die spezialisierten Experten unter den Gynäkologen – bei der künstlichen Befruchtung auf Nummer sicher gehen und gleich bis zu drei Eizellen befruchten, die zwar in der Regel, aber nicht immer alle einpflanzbar sind. Und wenn schon überflüssige Embryonen existieren, warum nutzt man die nicht therapeutisch? Mit deren Zellgewebe kann man schwerkranken Menschen mit der Parkinson-Krankheit etwa helfen oder es lassen sich Organe damit züchten, auf die dringlich Transplantationsmediziner warten. Und wenn da schon auf dem Laborglas der embryonale Zellverband liegt, warum manipuliert man den nicht einfach gentechnisch, um gewünschte Eigenschaften des künftigen Menschen zu gestalten: Embryo-Design. Keine roten Haare kostet 100 000 Dollar, Einstein-Intelligenz 1 Million und Beckenbauer-Qualitäten 10 Millionen Dollar. Und ob nicht doch schon auf der Welt ein geklonter Mensch umherläuft oder auch nur krabbelt, weil er noch ganz klein ist? Das Schaf Dolly kam auch erst an die Öffentlichkeit, als es schon ganz schön groß war. 
Eine solche Mischung von abschreckenden Horrorvisionen und von zukunftsweisenden medizinischen Chancen treibt derzeit die Öffentlichkeit und vor allem die Forschung um. Deren Freiheit ist grundgesetzlich garantiert, sie darf neugierig sein auf Unbekanntes, Neues, das ist ihr Wesen. Doch sie ist andererseits gebunden an altbekannte Konventionen und Ideologien, an geschriebenes Recht und empfundene Ethik. Es wäre nicht das erste Mal, dass Forschung missbräuchlich betrieben wird, es wäre aber auch nicht das erste Mal, dass Forscher in gesellschaftlich opportune geistige Fesseln gelegt werden und andere Wissenschaftler anderswo die Nobelpreise gewinnen. Vielen reicht es ja, sich hinterher darüber zu beklagen, dass andere besser sind. Je komplizierter ein Forschungsinhalt ist, der Diskussionen anreizt, desto schmaler wird der Grat zum Handeln.

PID: mit der Befruchtung im Reagenzglas fing es an

Ausgangspunkt für diese Diagnose war die Technik der künstlichen Befruchtung im Reagenzglas, die in-vitro-Fertilisation (IVF), die vor mehr als 20 Jahren begann. Entwickelt wurde die IVF, um Paaren, die Jahre unter unerfülltem Kinderwunsch litten, eine letzte Möglichkeit zu bieten, doch noch zu einem Kind zu kommen. Bei der Frau können beispielsweise als Hinderungsgrund die Eileiter verschlossen sein, beim Mann der Samen nicht die nötige Qualität haben, um eine Eizelle zu erreichen. Bei der künstlichen Befruchtung werden der Frau operativ bis zu drei befruchtungsfähige Eizellen entnommen. Es müssen mehrere Eier sein, weil einmal nicht jede künstliche Befruchtung auf Anhieb klappt und man zum andern den Frauen die Qual und Belastung weiterer Eingriffe ersparen möchte. Die Eizellen müssen ja mit Punktion durch die Bauchdecke hindurch gewonnen werden. Weibliche Eizelle und männliche Samenzelle verschmelzen im Reagenzglas miteinander, worauf die natürliche Zellteilung beginnt. Nach zwei Tagen werden die befruchteten Eier in die Gebärmutter zurückversetzt. In der Regel alle drei Eier, sodass es also bei einer künstlichen Befruchtung durchaus zu Mehrlingsschwangerschaften kommen kann, aber ebenso als Regel gehen nicht alle Eier an. Wenn eine Frau die Prozedur des Einpflanzens mehrerer Eier nicht verträgt, dann ist es für diesen medizinischen Notfall erlaubt, restliche befruchtete Zellverbände aus Sicherheitsgründen solange in eine Tiefkühltruhe einzulagern, bis feststeht, dass schon eingepflanzte Embryozellen sich gut in der Gebärmutter entwickeln. Dann müssen die eingefrorenen Zellen nach Vorschrift des Embryonenschutzgesetzes vernichtet werden. 
Bei diesem Vorgehen war nun anfänglich nicht auszuschließen, dass der implantierte Embryo unerkannt von einer schweren Erbkrankheit befallen war und sowohl die Eltern als auch die Ärzte auf ein dramatisches Unheil zusteuerten. Es konnte sich nämlich im Mutterleib ein schwerbehindertes Kind entwickeln, was erst Wochen später mit der Amniozentese, der Fruchtwasseruntersuchung feststellbar ist und dann nach § 218 eine straffreie Abtreibung ermöglicht. Die ganze aufwendige Prozedur der IVF war damit sinnlos und hinfällig, ihr Zweck nicht erreicht. Erst die molekularbiologischen Fortschritte der Gen- und Chromosomenanalyse ließen die Idee aufkommen, den vorliegenden sichtbaren Zellverband vor der Implantation auf schwere genetische Fehler zu untersuchen. Ein Embryo in seinem frühestem Stadium war damit für gesetzlich streng indizierte Diagnosen verfügbar geworden, bevor die Schwangerschaft einer Frau begonnen hatte. Das war die Geburtsstunde für PID, die es nun seit 10 Jahren und in inzwischen 12 Ländern gibt und die im Zeitraum bis Ende 1999 weltweit rund 400 mal angewendet wurde. Nach einer PID sind 100 gesunde Kinder geboren worden, die meisten davon kamen in Belgien und England auf die Welt. 
Die Indikation für PID war gegeben, wenn von Anfang an eine schwere genetische Belastung in den Familien der Eltern. Es musste also immer das Risiko für das Kind bestehen, schwer zu erkranken und früh zu sterben, z. B. an der gefürchteten Muskeldystrophie, dem Muskelschwund, der schon in frühen Lebensjahren den Rollstuhl erforderlich macht. Oder etwa an der Mukoviszidose, deren Symptom ein so zähflüssiger Schleim ist, dass ein Kind daran ersticken kann. Entscheidend für die Anwendung von PID ist, dass die befürchtete Erbkrankheit auf Fehler bei einem Gen oder einem Chromosom zurückzuführen ist. Damit scheidet die als Horrorvision befürchtete Untersuchung auf rote Haare, blaue Augen oder Intelligenz grundsätzlich aus, denn diese körperlichen Merkmale und Eigenschaften entspringen einem – womöglich noch – undefinierbaren Gemisch mehrerer Gene und Chromosomen, das diagnostisch nicht beherrschbar ist. 
Die Technik von PID: Zur Diagnose werden dem sich permanent teilenden Zellverband ein oder zwei Zellen entnommen, mehr nicht. Und die Erbsubstanz dieser Zellen wird nun auf ein fehlendes oder defektes Gen und damit auf eine Unregelmäßigkeit in einem Chromosom untersucht. „Und dies ist keine Angelegenheit für einen niedergelassenen Frauenarzt“, bekräftigt der Reproduktionsmediziner Prof. Dr. Klaus Diedrich, Direktor der Universitäts-Frauenklinik in Lübeck:
„Die Präimplantationsdiagnostik ist eine sehr aufwendige Maßnahme, sie ist mit der künstlichen Befruchtung verbunden, die bereits in vielen Zentren angeboten wird. Aber bei PID muss noch ein hochqualifiziertes genetisches Labor hinzukommen. Ich denke deswegen, dass diese Diagnose nur an wenigen, streng kontrollierten Zentren in Deutschland vorgenommen werden sollte, vielleicht an höchstens drei. Auf keinen Fall eignet sich die Methode für eine niedergelassene Praxis“. 

Die Rechtslage: Gleicht sie einem löchrigen Sieb?

Über den Umgang mit der Präimplantationsdiagnostik wacht in Deutschland das Embryonenschutzgesetz. Und darin steht: PID ist verboten, und Forschung am Embryo ist verboten. Beim „Deutschen Gynäkologen-Kongress“ im Juni 2000 in München überraschten einige Ärzte mit der Aussage, PID sei nicht verboten, wenn bei strenger Indikation die Zellen zur Diagnose in einem Teilungsstadium entnommen würden, das vom Gesetz nicht gemeint sein kann. Das heißt konkret: Es bestehen offenbar juristische Interpretationsschwierigkeiten, sodass jeder Reproduktionsmediziner deswegen sicherheitshalber einen Rechtsanwalt an seiner Seite haben sollte. Zwei Stimmen dazu. Der schon zitierte Klaus Diedrich aus Lübeck meint: 
„Das Embryonenschutzgesetz hat sicherlich den Vorteil, dass es den Reproduktionsmedizinern einen festen gesetzlichen Rahmen bietet, in dem sie arbeiten dürfen und der damit auch alle Horrorvisionen als unrealistisch erscheinen lässt, die im Zusammenhang mit Genmanipulation am Embryo aufkommen. Sein Nachteil ist aber, dass es fast 10 Jahre nach seiner Verabschiedung zu starr ist und zu wenig den rasanten medizinischen Fortschritt berücksichtigt, den wir in Deutschland den betroffenen Paaren und Patienten bieten könnten.“ 
Mit der Betonung auf „Deutschland“ taucht der begründete Verdacht auf, international sei die Forschung am Embryo anders geregelt. Ein Verdacht, den der Medizinrechtler Dr. Hans-Georg Koch vom „Max-Planck-Institut für Strafrecht“ in Freiburg bestätigt: 
„Das Embryonenschutzgesetz ist ein ziemlich restriktives, strenges Gesetz. Ob es Forschung bei uns im internationalen Vergleich beeinträchtigt, lässt sich nicht so ohne weiteres beantworten. Jede Nation muss ihr eigenes Maß setzen. Aber es macht schon nachdenklich, wenn andere Länder, in denen Embryonenforschung betrieben wird, auch Kulturnationen sind und in dem Zusammenhang um einiges großzügiger verfahren.“ 
Diplomatisch deutlich. 
Bei einem Symposium des Bundesgesundheitsministeriums Ende Mai in Berlin kündigte Ministerin Andrea Fischer an, bis zum Jahre 2002 ein neues Gesetz zu den ethischen Grenzen moderner Biomedizin zu verabschieden. Anlass des Symposiums war zuvor ein Vorstoß der Bundesärztekammer (BÄK). Sie hatte im Februar vorgeschlagen, PID in eng begrenzten Fällen zuzulassen, beispielsweise wenn ein hohes familiäres Risiko für einen schweren Erbschaden bestehe. Die Ärztekammer geht also davon aus, dass PID verboten ist. Schon 1996 hatte die „Deutsche Forschungsgemeinschaft“ (DFG) gefordert, das Embryonenschutzgesetz im Interesse der Wissenschaft zu lockern. Die PID ist nicht nur in überseeischen Kulturkreisen, sondern auch in 10 Staaten der „Europäischen Union“ amtlich zugelassen. Für Deutschland rechnet die Bundesärztekammer künftig mit 80 bis 100 Fällen pro Jahr. Auch nach einer möglichen Liberalisierung des Embryonenschutzgesetzes soll eine zentrale “Kommission Präimplantationsdiagnostik“ jeden Einzelfall genehmigen. 
Dieser gesetzgeberische Anstoß der Ärztekammer geht den Gynäkologen offenbar nicht weit genug. Bei ihrem Kongress in München formulierten sie im Juni 2000 eine „Gemeinsame Stellungnahme zu einem zukünftigen Fortpflanzungs-Medizingesetz“. Danach soll nicht nur PID legalisiert werden, und zwar nach den Vorstellungen der Ärztekammer, sondern auch die Übertragung von Fremdsperma anonymer Spender (fachlich die so genannte heterologe Insemination) und auch die Eizell-Spende erlaubt sein. Fleissige www-Surfer wissen möglicherweise schon, dass im Internet eine Eizelle für 15 000 Dollar angeboten wird. Mit diesen Praktiken einer künstlichen Befruchtung würde der konventionelle Begriff der „leiblichen Eltern“ ausgehöhlt, von dem das Embryonenschutzgesetz wenigstens indirekt noch ausgeht. Es schreibt vor, dass „biologisches Material“, das zur in-vitro-Fertilisation benutzt wird, auch von den Partnern stammt, die später das Kind großziehen. Doch Hauptstreitpunkt bleibt, ob die PID nun rechtmäßig ist. Die Antwort befriedigt kaum: de jure nein, de facto ja.

Ist ein Embryo nur solange geschützt, als er im Reagenzglas ist?

Juristisch kommt es auf das Stadium der Zellteilung an, in dem Zellen entnommen werden. Bis zu einem Verband von acht Zellen handelt es sich um sogenannte totipotente Zellen. Das heißt, aus einer einzelnen Körperzelle kann sich noch ein kompletter Mensch entwickeln. Von der nächsten Teilungsstufe, 16 Zellen, an ist dies nicht mehr möglich. Daraus folgern die Fortpflanzungsmediziner nun, zumindest die progressiven unter ihnen, nicht die Diagnosetechnik an sich sei verboten, sondern sie werde nur indirekt über das Verbot des Klonens menschlicher Zellen unterdrückt. Der Medizinrechtler Dr. Hans-Georg Koch: 
„Die Rechtslage ist im Bezug auf das deutsche Recht im Moment nicht restlos geklärt. Wenn einem Embryo in einem sehr frühen Stadium eine Zelle entnommen wird, bedeutet das biologisch, dass er geteilt wird, denn es entstehen eineiige Zwillinge. Und diese Teilung ist nichts anderes als das verbotene Klonen. Die PID ist also nicht als Methode, sondern als Risiko zum Klonen verboten. Und diese Differenzierung berücksichtigt das Gesetz nicht.“
Wenn also die Indikation für PID sehr streng gestellt wird, kann die Zellentnahme nicht missbräuchlich zum Klonen benutzt werden. Doch die Rechtsunsicherheit geht weiter: Was ist nun, wenn eine Körperzelle erst mit oder nach dem 16-Zell-Stadium entnommen wird. Koch: 
„Das wird kontrovers beurteilt, jedenfalls gäbe es keine Rechtsprobleme mehr, wenn man die Zellen nicht mehr am Embryo selbst in vitro entnimmt, sondern später an der Plazenta. Diese Rechtsunsicherheit ist auch im europäischen Raum zu finden. Manche Länder verbieten PID, praktizieren sie aber trotzdem, wie Österreich. Manche Länder lassen sie offiziell zu, wie Frankreich oder Norwegen, machen aber strenge Auflagen. Es gibt also keinen internationalen Konsens. Über eines müssten sich freilich alle einig sein: Wenn man PID als Diagnosetechnik verbietet, muss man juristisch auch über Formen der Pränatal-Diagnostik am weiterentwickelten Embryo nachdenken.“ 
In der Tat liefert auch später die Fruchtwasser-Diagnose Anlässe zur Abtreibung. Und die will unsere Rechtsordnung ja erschweren. Da liegt das Motiv juristischer Mühen. Klaus Diedrich: 
„In Deutschland ist mit der Fruchtwasseruntersuchung eine Form der pränatalen Diagnostik erlaubt mit der Konsequenz, bei ungünstigem Ergebnis einen Schwangerschaftsabbruch einzuleiten. Mit der wissenschaftlich eleganten Methode der PID kann man der Patientin diese Abtreibung ersparen, weil man schon vor Eintritt der Schwangerschaft in einer einzigen Körperzelle eine Erbkrankheit erkennt. Aber PID gilt offiziell als verboten. Da liegt juristisch eine ungleiche Behandlung der gleichen Schadensbegrenzung vor, ein erbkrankes Kind auf die Welt zu bringen. Ich sage immer etwas provokativ, der Embryo in Deutschland ist nach wie vor nur dann geschützt, solange er im Reagenzglas ist. Wehe, er wird zurückgesetzt in die Gebärmutter oder er ist schon dort, dann kann nach dem § 218 eine Schwangerschaft aus medizinischen oder sozialen Gründen zu jedem Zeitpunkt beendet werden.“ 
Das gesellschaftspolitisch sicherlich wohlgemeinte und vermeintlich verantwortungsbewusste Verhalten des Gesetzgebers, mit einer neuen Diagnosemethode einen Dammbruch zugunsten schneller Abtreibungen zu verhindern, verkehrt sich also in sein Gegenteil, wenn wissenschaftlicher Fortschritt geleugnet wird.
Um zwei Grundsatzfragen drehen sich vor allem die rechtlichen und weltanschaulichen Diskussionen, die auch schon im Mai beim Kongress des Gesundheitsministeriums im Vordergrund standen: Dürfen Embryos, die im Labor erzeugt wurden, vor der Verpflanzung in die Gebärmutter auf Gendefekte untersucht und gegebenenfalls aussortiert werden? Und dürfen Wissenschaftler aus den aussortierten Zellverbänden embryonale Stammzellen züchten, um neue Therapien für Schwerkranke  zu entwickeln? Mit diesen Fragen sind nicht nur Juristen gefordert, sondern auch alle gesellschaftlichen Gruppen in ihrer unterschiedlichen weltanschaulichen Ausprägung. Wortführer für ein „JA“ auf diese Fragen sind weite Kreise aus Wissenschaft und Forschung sowie der liberal gesonnene, sprich geistig ungebundene Teil der Bevölkerung, und mit „Nein“ antworten die Kirchen und die von ihnen beeinflussten gesellschaftlichen Kreise. Damit sind die Mehrheitsverhältnisse in unserer Bevölkerung zugunsten des „Nein“ klar, und damit gewinnt die ethische Dimension der Probleme eine besonders große Bedeutung.

Die Vorbelastung durch das „Dritte Reich“

Die gleiche Unsicherheit wie bei den juristischen Interpretationen findet sich auch in der ethischen Würdigung der Präimplantationsdiagnostik. Da gibt es beispielsweise die Bioethik-Konvention des Europarats, und in dieser Konvention steht, dass in seinen ersten 14 Tagen am Embryo unter strenger Kontrolle geforscht werden darf. Doch schon in den einfachsten Diskussionen darüber sind deutsche Experten unterschiedlicher Meinung, zum Beispiel in der Frage, ob diese europäische Konvention von der vorherigen oder jetzigen Bundesregierung überhaupt unterschrieben worden ist. Der für Paragraphen zuständige Experte, der Medizinrechtler Dr. Hans-Georg Koch meint: 
„Unterschrieben ist sie noch nicht, das wird noch einen parlamentarischen Entscheidungsprozess erfordern, nicht nur bei uns, sondern in vielen Ländern Europas. Jedenfalls ist diese Konvention noch ziemlich löchrig, unklar und rätselhaft in ihren Formulierungen. Vor allem werden mit Spannung noch Zusatzprotokolle zum Umgang mit Embryonen erwartet.“ 
Und der für medizinische Fachfragen kompetente Experte, Prof. Klaus Diedrich sagt dazu: 
„Unterschrieben ist sie schon, nur den Teil, in dem es um die Embryonenforschung geht, den hat Deutschland nicht unterzeichnet, weil er sich nicht deckt mit dem nationalen Embryonenschutzgesetz.“ 
Unabhängig von diesem Geplänkel: Die Bioethik-Konvention hat vor allem für jene Länder Europas Bedeutung, die kaum nationale Richtlinien für Forschung am Menschen haben, also vor allem für die vielen osteuropäischen Staaten. (Der Europarat steht quasi für Gesamteuropa, sollte politisch nicht verwechselt werden mit der Europäischen Union (EU)). Und unter den hochentwickelten Ländern der EU nimmt Deutschland wegen seiner unseligen jüngeren Vergangenheit gewiss eine Sonderstellung ein. Der Begriff der Forschung am Leben ist gebrandmarkt durch das „Dritte Reich“, in dem Leben wenig zählte, in dem es eher um die „Vernichtung lebensunwerten Lebens“ ging. Von dieser Vorbelastung konnte sich die deutsche Wissenschaft bis heute nicht befreien. Möglicherweise in dieser Situation latenter Schuldgefühle, aber auch durch noch andere politische Faktoren, gewannen in der Nachkriegszeit die Anhänger der Schöpfungstheorie, also die Kirchen,  einen enormen Einfluss auf die deutsche Politik. Und damit über die Forschungspolitik und damit über die Forschung. Ketzerisches Zitat aus der Forschungsszene: „Pass auf, in jeder Körperzelle schwimmt der liebe Gott“. 

Missbräuche sind dazu da, dass man sie bekämpft – mehr nicht

Die ethischen Fragen, die sich im Zusammenhang mit der Präimplantationsdiagnostik daraus stellen, sind zahlreich. Nur einige davon: Als vor 22 Jahren Louise Brown geboren wurde, der erste Mensch, der durch die künstliche Befruchtung im Reagenzglas (IVF) zur Welt kam, da schrien viele Anhänger der Schöpfungstheorie Zeter und Mordio. Der Mensch maßt sich an, Gott zu spielen, war zu hören. Unerhört, eine unglaubliche Sünde. Inzwischen sind mit der IVF weltweit rund 500 000 Kinder geboren worden. Gesunde, glückliche Kinder von noch glücklicheren Eltern, die nur sehnlichst einen Wunsch hatten, ein Kind haben zu dürfen, obwohl ein Elternteil wegen eines körperlichen Fehlers nicht zur natürlichen Zeugung in der Lage war. War in diesen Fällen die Wissenschaft nicht menschlich hilfreich? Hat sie nicht ethisch verantwortungsvoll gehandelt? Soll Medizin mit den Fortschritten der Wissenschaft – und die sind ja wohl auch gottgegeben – Leiden auf der Welt nicht heilen dürfen? Auch nicht seelisches Leid? Der Medizinrechtler Hans-Georg Koch dazu: 
„Eine Technik wie die medizinisch unterstützte Fortpflanzung, die so viele Potenziale der Hilfe in sich birgt, ist nicht als solche verbotswürdig. Missbräuche sind dazu da, dass sie bekämpft werden, nicht um das Kind mit dem Bad auszuschütten.“
Zwei Jahrzehnte später ruft nun die Technik der Präimplantationsdiagnostik die gleichen Proteste wie damals hervor, nur noch schärfer. Der Kölner Kardinal Joachim Meisner wettert – nach einem Zitat der „Katholischen Nachrichtenagentur“ KNA: 
„Der Text (der BÄK) überschreitet eindeutig eine unaufgebbare Grenze … (er stelle) … eine Aufforderung zur Verletzung der Würde des Menschen dar, indem er ärztliche Hilfe zur Identifizierung und anschließenden Tötung angeblich lebensunwerten Lebens anbietet, um nur gesunden Kindern zum weiteren Leben zu verhelfen“. 
Aus dieser Meinung wird die Doktrin der Anhänger der Schöpfungstheorie erkennbar: Ein Mensch existiert vom Zeitpunkt der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle an. Eine Auffassung, die der Gesetzgeber mit allen einschlägigen Paragraphen befolgt hat. Doch das ethische Empfinden der Menschen, der Bevölkerung entwickelt sich dynamisch über immer neues Wissen und vertiefende Bildung weiter, nicht über statischen Glauben. Folglich stellen sich auch Fragen neu: Kann man, zutiefst inhuman, von Medizinern fordern, die einen erbkranken Embryo im Reagenzglas erkannt haben, diesen Zellverband in die Gebärmutter einzupflanzen, damit sie ihn ein paar Wochen später unter Qualen für die Mutter abtreiben? Der Gynäkologe Klaus Diedrich ist so etwas wie der standespolitische Kopf unter den deutschen Reproduktionsmedizinern geworden, nachdem er schlechte Erfahrungen gemacht hatte, mit einem Antrag nämlich vor fünf Jahren bei der Ethikkommission der Bundesärztekammer, eine PID machen zu dürfen vor folgendem Hintergrund: ein Ehepaar war zu ihm gekommen, das ein erbkrankes Kind mit Mukoviszidose hatte. Das Paar wollte ein zweites Kind, aber ausschließen, dass es auch krank zur Welt kommt. Eine menschlich verständliche Situation genau so wie eine strenge Indikation für PID. Doch die Ärztekammer hat damals abgelehnt. 

Eine Liberalisierung des Embryonen-Schutzgesetzes ist umstritten

Dieser Vorfall und andere ähnliche haben aber zu einem Umdenken in der Ärzteschaft geführt, das nun im Frühjahr die BÄK auch zur Umkehr in ihrer Haltung brachte. Auch die Bioethik-Kommission Rheinland-Pfalz hat zu dieser Kehrtwendung beigetragen. Das Embryonenschutzgesetz müsse im Interesse der Menschen und nicht allein in dem der Forschung liberalisiert werden. Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesärztekammer hat sich zu folgender Formulierung durchgerungen, wiederum nach einem Zitat der KNA: 
„Der verständliche Wunsch nach einem gesunden Kind ist eine sittliche Norm, die aus der Diskussion nicht dadurch ausgeblendet werden kann, dass in der Gesellschaft eine Erwartungshaltung für gesunde Kinder als Gefahr gebrandmarkt wird.“ 
Der katholische Moraltheologe Dietmar Mieth warnt dagegen – ebenfalls nach einem Zitat der KNA: PID ziele eindeutig darauf ab, ein möglicherweise behindertes Leben auszusortieren. Es gehe um eine neue, indirekte Form der Eugenik, bei der nicht der Staat, sondern die Eltern über das Schicksal eines Kindes entschieden. Und vor einer Zulassung von PID müsse die Grundfrage beantwortet werden, ob wir in Deutschland bei der Definition bleiben, dass der Mensch mit der Verschmelzung von Ei und Samenzelle beginnt. Soweit das indirekte Zitat. Nur drei Fragen dazu, es gäbe mehrere.
Ist es eigentlich moralisch, einer demokratisch gesonnenen deutschen Wissenschaft von heute, die sich freiwillig jeder Kontrolle unterwerfen möchte, den Geist des Nazi-Reichs zu unterstellen? Ist es weiter eigentlich moralisch, mit dem kleinen Wörtchen „möglicherweise“ Forschungserkenntnisse in Zweifel zu ziehen, die längst internationalen Standard haben? Und es ist eigentlich ethisch verwerflich, dass Eltern im Rahmen aller gesetzlichen Vorgaben über das Schicksal ihres Kindes selbst entscheiden wollen und nicht Institutionen wie Staat und Kirche?
Weil sich die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für Forschung hierzulande kaum schnell ändern werden, sind die nächsten Proteste für morgen schon vorprogrammiert, dann nämlich, wenn es zu Eingriffen in die Keimbahn kommen sollte. Die sind heute noch zu Recht verboten, und die Forschung hat auch noch gar keine fertige Technik dafür geschweige denn eine Kontrolle darüber, was aus ihrem Handeln entstehen könnte. Eingriff in die Keimbahn bedeutet, Erbkrankheiten am Embryo im Zellstadium zu heilen. Ohne einen schlafenden Leu wecken zu wollen: handeln Mediziner nicht unethisch, wenn sie eine Erbkrankheit zwar erkennen, die aber nicht für künftige Generationen heilen, weil sie es nicht dürfen, obwohl sie die Mittel dazu haben? Wiederum sehenden Auges in eine menschliche Katastrophe laufen? Wie gesagt, eine Vision für morgen. 

Vernichten oder verwerten? 
Was tun mit einem „überflüssigen“ Embryo?

Erst recht wird es Proteste der Anhänger der Schöpfungstheorie hageln, wenn es um die Frage geht, was macht man mit einem „überflüssigen“ Embryo, der trotz aller Vorkehrungen in der Tiefkühltruhe liegt, weil einer Frau die Einpflanzung gesundheitlich nicht mehr zuzumuten war. Vernichten, sagt das Gesetz. Verwerten, meinen andere. Für einen Glücksfall halten Gewebezüchter z. B. diesen todgeweihten Embryo, wenn es künftig darum geht, aus seinen Zellen Gewebe zu züchten, die Parkinson-Kranken helfen können oder sogar Organe daraus wachsen zu lassen. Auch das ist eine Zukunftsvision, aber eine, die angesichts des derzeitigen Stands der Forschung - Stichwörter Angiogenese, Gefäßneubildung, Hautzüchtung - realistisch erscheint. Und wenn mit embryonalem Zellgewebe geheilt werden kann, ist es dann ethisch verantwortbar einen Embryo einfach zu verwerfen? Und das bei einem Zeitgeist, der Schonung wertvoller Ressourcen fordert? 
Selbstverständlich verbietet es sich, einen „überflüssigen“ Embryo mit einer leeren Flasche zu vergleichen, die man wegwirft, nicht einmal mit einer Pflanze, die auf den Komposthaufen gerät, damit wertvolle Erde daraus entsteht. Dass der Mensch die wertvollste Ressource ist, geht schon daraus hervor, dass in den Kriegen unserer Tage immer mehr Menschenleben geschont werden sollen (aber nur die der eigenen Truppen). Erneut also: Ist es ethisch so verwerflich, einen todgeweihten Embryo zu nutzen, um todkranken Menschen zu helfen? Dr. Eckhard Herych arbeitet am Zentrum für Ethik und Recht der Universität Freiburg, und er meint: 
„Meines Erachtens ist diese Art von Medizin in Deutschland nicht konsensfähig, schon gar nicht in industriellem Maßstab. Denn irgendwann werden wir erkennen, dass ein mögliches oder tatsächliches menschliches Leben nur noch als Mittel zum Zweck eingesetzt wird. Und wir werden erleben, dass dann die Embryos auch immer größer und älter werden, mit denen gearbeitet wird. Und damit sind wir ganz stark in der Missbrauchsdiskussion.“ 
Herychs Befürchtungen könnten in jenen Ländern vor allem wahr werden, in denen schon heute „munter drauf los geforscht wird“. Freilich sind international auch Grenzen gezogen. In der Bioethik-Konvention des Europarats, die inzwischen  Menschenrechts-Übereinkommen heißt, stehen in diesem Zusammenhang zwei wichtige Passagen: Erstens darf am Embryo nur bis zum 14. Tag seiner Existenz geforscht werden. Das entspricht der Phase der Einnistung in die Gebärmutter. Und zweitens darf kein Embryo zu fortpflanzungsfremden Zwecken erzeugt werden. Aber ist beispielsweise das Klonen ein fortpflanzungsfremder Zweck? Zumal eineiige Zwillinge nichts anderes sind als Menschen, die von der Natur geklont worden sind. Als genetischer Unfall oder Glücksfall für die Kinder und deren Eltern? Im übrigen sei jetzt nochmals darauf hingewiesen, dass eine ethische Diskussion in dieser Dimension geführt wird, bevor überhaupt die Forschung Methoden und Taktiken entwickelt hat, um etwa Organe aus embryonalen Stammzellen zu entwickeln. Dennoch, die ethischen Diskussionen werden sich in dem Maß verschärfen, in dem im Ausland mit weniger Restriktionen geforscht wird als bei uns. Und wenn draußen Lösungen für ernste Krankheitsprobleme angeboten werden, dann wird ein gnadenloser Patiententourismus einsetzen unter entsprechend gnadenlosen kommerziellen Bedingungen. Wer Not leidet, kennt nicht immer Tugenden. Dies gilt auch in der Medizin. 

Forschung am Embryo? 
Zitate von Experten

Der Ethiker Dr. Eckard Herych:
„Reiche Leute können es sich leisten, in die USA zu gehen und sich dort behandeln zu lassen, andere können es nicht. Wenn irgendwo eine Möglichkeit geboten wird, wird sie auch genutzt werden. Und wenn in Deutschland die eine oder andere Form der Embryonenforschung verboten ist, bedeutet das nicht, dass sie überall nicht erlaubt ist. Forschung geht dahin, wo sie frei ist. Das sehen wir ja schon in der Medikamentenforschung. Und das wirft natürlich erhebliche ethische Probleme auf. Einzelfälle von Missbrauch werden sich nie vermeiden lassen, sonst müssten wir die Menschheit abschaffen. Das Gros der Forscher arbeitet nach den Regeln medizinischer Kunst und denen ihrer Standesethik.“
Der Fortpflanzungsmediziner Prof. Dr. Klaus Diedrich:
„Wenn wir in der Reproduktionsmedizin Fortschritte machen wollen, die Patienten zugute kommen, dann brauchen wir auch die Forschung am Embryo. Derzeit profitieren wir von Forschungsergebnissen, die im Ausland erzielt werden. So kann es natürlich nicht sein. Wir räumen strengste Kontrollen ein und eine stetige Prüfung, ob diese Forschung auch sinnvoll ist im Interesse der Patienten. Wir haben in unserem Fach schon teilweise den Anschluss an den internationalen Standard verloren, mehr dürfen wir nicht aufgeben, sonst sind wir total weg von der Forschungsfront. Um dies zu vermeiden, schicke ich schon Mitarbeiter nach England und Belgien, um von den Arbeiten dort zu profitieren.“
Der Medizinrechtler Dr. Hans-Georg Koch:
„Die strengen Verbotsregelungen des Embryonenschutzgesetzes bezüglich der Forschung am Embryo im Reagenzglas haben nach meiner Einschätzung eine grundlegende Schwäche, nämlich dass sie die Befruchtung als Ereignis in der Entstehungsgeschichte eines Menschen eindeutig in den Vordergrund rückt und die Bedeutung der späteren Einnistung als Chance für die Entwicklung eines Menschen praktisch ignoriert. Ändert sich das, sehe ich für die Zukunft eine Chance, die Forschung am Embryo unter gewissen Vorbedingungen und unter strenger Kontrolle zu legitimieren, was eine Änderung des Embryonenschutzgesetzes voraussetzen würde.“

Ein Geflecht von Konflikten

Das Thema Kinder nach Maß ist also voll geladen mit gegensätzlichen Standpunkten: religiöser Fundamentalismus und humanitäre Forderungen, ethisch Unverantwortbares und wissenschaftlich Machbares, juristische Bremsen und wirtschaftliche Interessen usw. Ein Geflecht von Konflikten, das sich künftig immer mehr verdichten wird, wenn man kirchlicherseits nicht auf die Bedürfnisse der Menschen eingeht, wenn Wissenschaftler nur mit Tunnelblick auf ihre Labordaten und auf die Kommerzialisierbarkeit ihrer Arbeiten schauen und auch darüber Menschen vergessen, und wenn vor allem Parteipolitiker nach wie vor nur zu den Hörigen zählen wollen, denen Eingebungen seitens diverser Interessensgruppen wichtiger sind als ihre Verpflichtungen gegenüber der Gesamtgesellschaft.
 


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