Zeitschrift

Nahrungskultur

Essen und Trinken im Wandel

 

Heft 4/ 2002

Hrsg: LpB

 



 

Inhaltsverzeichnis

 

Gewandelte Einstellungen zum Alkoholkonsum 

 

Alkoholverbrauch in Deutschland

  Entwicklung, Einflussfaktoren und Steuerungsmechanismen des Trinkverhaltens im 19. und 20. Jahrhundert

 

Von Heinrich Tappe

 

Dr. Heinrich Tappe ist Historiker und arbeitet derzeit am Neuaufbau des Dortmunder Brauerei-Museums.

 

Alkohol ist auch in Deutschland ein ständiger Begleiter, als Bier, als Schnaps und als Wein. Andere Getränke können hinzu kommen. Doch der Verbrauch schwankt, und die Vorlieben ändern sich. Dahinter stecken ökonomische Gegebenheiten wie Produktionsbedingungen und wirtschaftliche Lage, sich ändernde Lebensbedingungen, sich wandelnde Vorlieben, aber auch Einstellungsänderungen zum Alkohol überhaupt. Interessanter Weise jedoch zeichnen sich über den Zeitraum von Jahrhunderten aber auch Höchstgrenzen des Konsums ab, zwar nicht individuell, jedoch gesamtgesellschaftlich. Red.

 

Bei Alkoholkonsum kräftige Schwankungen

Deutschland und den Deutschen geht nicht unbedingt der Ruf eines sonderlich reservierten Umgangs mit den geistigen Getränken voraus. „Es muss ein jeglich Land seinen Teufel haben...“, geißelte Martin Luther das angebliche Nationallaster mit starken Worten, „unser deutscher Teufel wird ein guter Weinschlauch sein und muss Sauf heißen, dass er so dürstig und hellig ist, dass er mit so großen Saufen Weins und Biers nicht kann gekühlet werden.

“ Wenn Luthers Verdikt auch etwas übertrieben scheint und aus einer Zeit heraus zu verstehen ist, die als die „Hauptzech- periode“ des deutschen Volkes in die Geschichte eingegangen ist, so gehört die Liebe zum Trunk und insbesondere zum Gerstensaft seit den „alten Germanen“ in der Fremd- wie Eigenwahrnehmung typisch deutscher Eigenarten doch zu jenen Topoi mit der längsten Tradition. Vor diesem Hintergrund und angesichts der in den zurückliegenden vier Jahrzehnten unserer Wohlstandsgesellschaft zu beobachtenden Verbrauchswerte könnte man versucht sein zu glauben, dass hoher Alkoholkonsum hierzulande gewissermaßen eine stabile Konstante bilde. Tatsächlich aber unterlagen nicht nur das Konsumtionsniveau oder die getränkespezifische Verteilung, sondern auch das Einstellungsklima gegenüber diesem ehrwürdigen Genuss- und Rauschmittel in der Vergangenheit immer wieder zum Teil kräftigen Schwankungen. Die Entwicklung des Trinkverhaltens vollzog sich stets unter dem Einfluss zahlreicher äußerer, von Wirtschaft, Staat und Gesellschaft ausgehender Faktoren, wie sie zugleich das Ergebnis jener gleichsam inneren Steuerungsprozesse war, die generell das Kaufverhalten gegenüber Massenkonsumgütern bestimmen. 

Der folgende Beitrag wird zunächst die Konsumtion im Zusammenhang ökonomischer, fiskalpolitischer und sozialer Entwicklungen vom frühen 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart nachzeichnen. In einem zweiten Teil wird sich der Blick dann auf die Steuerungsmechanismen, die Gemeinsamkeiten oder sogar Gesetzmäßigkeiten des Trinkverhaltens richten, die sich in dieser Langzeitperspektive über die verschiedenen Stufen neuer, mit der Industrialisierung entstehender Lebenswelten ausmachen lassen. Das 19. und 20. Jahrhundert bieten einer solchen Strukturanalyse einen doppelten Vorteil: Zum einen kann sie sich erstmals für diesen Zeitraum auf gesicherte statistische Daten stützen, zum andern nimmt sie die entscheidende Formationsphase der modernen Alkoholkultur ins Visier.

 

Die viel beklagte „Branntweinpest“ …

Während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erlebten weite Teile Deutschlands einen Wandel der Trinkgewohnheiten, der einer Revolution nahekam. Innerhalb weniger Jahrzehnte verbreitete sich der Konsum hochprozentiger Alkoholika im Nordwesten, Norden und vor allem im Osten des Landes mit einem Tempo und erreichte ein Ausmaß, das besorgte Zeitgenossen an eine Epidemie gemahnte und von der „Branntweinpest“ sprechen ließ. Lag der Branntwein-Pro-Kopf-Verbrauch in Preußen um 1800 noch bei zwei bis drei Litern (gemessen in reinem Alkohol) im Jahr, hatte er sich zwei Jahrzehnte später bereits verdoppelt und stieg in den 1830er und 1840er Jahren auf über acht Liter. Einzelne Provinzen wiesen zeitweise noch höhere Werte auf. In Brandenburg etwa kletterte der Konsum auf heute kaum noch vorstellbare 13 Liter. Zum Vergleich: Gegenwärtig bewegt sich der Pro- Kopf-Verbrauch von Spirituosen bei 2,2 Litern.

Demgegenüber war der Bierkonsum auf einen historischen Tiefstand gefallen. Er umfasste1830 im preußischen Landesdurchschnitt etwa 30 Liter pro Kopf und Jahr und sank in den beiden nachfolgenden Jahrzehnten noch weiter ab. Wenn auch in den Städten und einzelnen Staaten wie zum Beispiel im Königreich Sachsen und vor allem in Bayern deutlich mehr Bier getrunken wurde, deutete für den größten Teil Deutschlands nördlich des Mains in dieser Zeit kaum etwas darauf hin, dass das traditionelle Volksgetränk Nr. 1 seine angestammte Position würde zurück erobern können.

 

… ist leicht zu erklären

Wie war es zu dieser Entwicklung gekommen? Seit dem Mittelalter nahm das Bier in der Esskultur eine zentrale Position ein. Einerseits als eines der wenigen verfügbaren Genuss- und Rauschmittel genutzt, war es andererseits unverzichtbares Alltagsgetränk und Grundnahrungsmittel. Dementsprechend hoch war sein Verbrauch, der sich in spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Städten nach mehreren einhundert Litern pro Kopf und Jahr bemaß. 

Mit dem Wandel der Ernährung, der eine Ablösung der alten Suppen-, Getreidebrei- und Muskost zugunsten des neuen Brot- und Kartoffelstandards brachte, verlor das Bier im 17. und 18. Jahrhundert allmählich seine Funktion als Nahrungsmittel. Die wachsende Konkurrenz der Heißgetränke, insbesondere des Kaffees und seiner Surrogate, als Begleitgetränk zu den Mahlzeiten oder als Medium bürgerlicher Geselligkeit untergruben die Stellung des Bieres als Genussmittel. Sinkende Nachfrage und eine innovationsfeindliche, kompliziert verkrustete Gewerbeverfassung des Brauhandwerks vereinigten sich zu einem allgemeinen Niedergang der Bierproduktion. Mehr und mehr auf seine Eigenschaft als Genussmittel reduziert, genügte das Bier immer weniger den steigenden Ansprüchen an Geschmack, Haltbarkeit und Verfügbarkeit. Dem Siegeszug des Branntwein waren Tür und Tor geöffnet.

 

Alkoholverbrauch pro Kopf der Bevölkerung in deutschen Staaten 1840–42

  Branntwein 
(l Weingeist)
Bier(l) Wein (l)  Gesamt
(l Weingeist)
Preußen

  7,9 

24 

8,8

Hannover 

7,5 

17

  – 

8,1

Sachsen 

4,9

  64 

– 

7,1

Thüringischer Zollverein 

3,8 

64 

– 

6

Kurfürstentum Hessen 

6,6 

24 

– 

7,4

Großherzogtum Hessen 

4,1 

20 

18 

6,6

Württemberg 

82 

30 

6,9

Bayern 

123 

11 

8,4

Quelle: Tappe (1994). 

 

Gefördert durch eine zunehmende Verlagerung des ursprünglich städtischen Brennereigewerbes auf das Land, hatte der Genuss von Korn-Branntwein insbesondere im deutschen Nordwesten und Norden im Laufe des 18. Jahrhunderts eine stetig wachsende Verbreitung gefunden. Gleichwohl bremste ein immer noch relativ hoher Preis den Verbrauch. Mit der Entdeckung der Kartoffel als billige und ergiebige Rohstoffbasis zur Destillation hochprozentiger Alkoholika fielen die Preisbarrieren dann seit der Wende zum 19. Jahrhundert in kurzer Zeit. Überall dort, wo sich günstige Bedingungen für den großflächigen Kartoffelanbau boten, so vor allem innerhalb der Gutswirtschaft auf den kargen, sandigen Böden Brandenburgs und anderer preußischer Provinzen, schossen die Brennereien wie Pilze aus dem Boden. Der Boom der Kartoffelschnapsherstellung, von staatlicher Seite mit angeschoben und als eines der wenigen positiven Ergebnisse der Gewerbeförderung in den „strukturschwachen“ agrarischen Regionen verbucht, ist leicht zu erklären. Den zumeist adeligen Gutsbesitzern bescherte die Kartoffelbrennerei regelmäßige Bar-Einkünfte. Mit Hilfe der Brennerei-Rückstände, der Schlempe, ließ sich die Viehhaltung erweitern. Der erhöhte Düngeranfall wiederum verbesserte die Erträge im Getreideanbau oder ermöglichte diesen auf den nährstoffarmen Äckern. Die Kartoffelbrennerei bildete also das zentrale Element eines Meliorationskreislaufs, der nur einen Nachteil aufwies: Er überschwemmte das Land mit billigem Agrarsprit. Branntwein wurde für große Teile der Bevölkerung Alltagsgetränk. Sein Konsum beschränkte sich nicht mehr auf die Schenke, er gehörte, zumal auf dem Lande, zur Ernährung und bildete für Knechte, Landarbeiter und Tagelöhner vielfach ein obligatorisches Element der Naturalentlohnung. In einer Zeit des Pauperismus bildete der Branntwein gewissermaßen das komplementäre Element einer für breite Bevölkerungsschichten auf das notwendigste reduzierten, dürftigen und eintönigen Ernährung. Die Branntweinpest ging in Deutschland der Industrialisierung voraus und lässt sich insofern weder von Seiten der Nachfrage noch der Produktionsstrukturen mit ihr in Verbindung bringen. Verbreitet hoher Branntweinkonsum kennzeichnete allerdings von dieser ersten Welle in den 1830er Jahren bis in das letzte Viertel des 19. Jahrhunderts das ländliche Trinkverhalten im Norden und Osten, prägte also auch die Alkoholsozialisation all jener, die in dieser Zeit in die entstehenden Industriegebiete abwanderten.

 

Abb.1: Der Verbrauch von Bier, Branntwein und Wein in Deutschland pro Kopf der Bevölkerung 1850 –2000 (in l Weingeist)

Quelle: Eigene Berechnungen. Für 1850-1913 vgl. Tappe (1994), für 1924-1938 nach Walther G. Hoffmann: Das
Wachstum der Deutschen Wirtschaft seit der Mitte des 19. Jahrhunderts, Berlin, New York 1965; für die Zeit nach
1950: Statistisches Jahrbuch für die BRD. Bis 1989 nur Westdeutschland

 

Doch die Liebe der Bayern zum Bier blieb ungebrochen

Anders lagen die Verhältnisse im Süden und Südwesten Deutschlands. Hemmte hier Wein und Obstbrände eine dem Norde vergleichbare Umgestaltung des Trinkverhaltens konnte in Bayern das Bier nich nur seine dominierende Stellung verteidigen, sondern sogar weiter ausbauen. Selbst in den Jahren schlechter Getreideernten überstieg sein Verbrauch 110 Liter pro Kopf, und Anfang der 1840er Jahre übertraf der bayerische Bierkonsum mit mehr als 140 Litern die preußischen Werte um das Fünffache. Die Beharrungskraft der bayerischen Liebe zum Gerstensaft hatte auch mit einer eher spät und zögerlich einsetzenden Änderung der Esskultur zu tun. Sie spiegelte vor allem aber die ökonomische Vitalität des Braugewerbes, das in dieser Zeit zum Vorbild für das Brauwesen in ganz Deutschland wurde. 

Die Überlegenheit und Attraktivität bayerischer Biere beruhte im wesentlichen auf der Braumethode der Untergärung, ein Verfahren, das sich hier schon längere Zeit eingebürgert hatte und gegenüber der im größten Teil Deutschland üblichen Obergärung entscheidende Vorzüge aufwies: Untergärige Biere besaßen einen höheren Alkoholgehalt, trafen den Geschmack der Verbraucher offensichtlich besser und ließen sich deutlich länger lagern, was den Transport und Export erheblich begünstigte. Ihre Qualität beeindruckte bald eine wachsende Zahl betuchter Bierliebhaber jenseits der Mainlinie, und die Verkaufserfolge vornehmlich fränkischer Brauereien in den größeren Städten des Nordens und Westens veranlassten hier seit den 1830er Jahren erste Versuche, den neuen Verbrauchstrend zu nutzen. In den folgenden Jahrzehnten eroberte die „bairische Brauweise“ mit rasch steigender Geschwindigkeit die deutsche Brauwirtschaft. Die Industrialisierung der Bierproduktion begann. Das Bier gewann nun als qualitativ verbessertes und teuereres Genussmittel seine Reputation dort zurück, wo das althergebrachte obergärige Getränk zuerst entscheidend an Terrain verloren hatte: in den bürgerlichen Verbraucherschichten.

 

Auch die Renaissance des Bieres hat ihre guten Gründe

Diese Entwicklung schlug sich anfangs zwar noch nicht in einem merklich steigenden Gesamtkonsum nieder, war aber langfristig von außerordentlicher Bedeutung. Angetrieben durch den Prozess gesellschaftlicher Imitation fand das bürgerlich ehrbare Bier den Weg zurück in die Arbeiterschicht, sobald deren wirtschaftliche Situation dies erlaubte, und drängte dort allmählich den Branntweinkonsum wieder zurück. 

Verstärkt durch das Bevölkerungswachstum und eine allmählich zunehmende Massenkaufkraft trieben diese Nachfrageimpulse die Modernisierung des Braugewerbes voran. Auf der Angebotsseite sorgte eine Fülle produktionstechnischer Innovationen nicht nur für eine fortlaufende Steigerung der Produktivität, auch die Qualität der Biere verbesserte sich bei weitgehend gleichbleibenden Preisen zusehends. Von großer Bedeutung war darüber hinaus der Ausbau des Eisenbahn- und Straßennetzes. Fehlte es auf dem Lande infolge der Aufgabe der Hausbrauerei und der Stilllegung zahlreicher kleiner, häufig im Nebengewerbe betriebener Brauereien vielerorts an einem hinreichenden Bierangebot – eine Entwicklung, die von der Branntweinschwemme mit bewirkt worden war -, so besserte sich gegen Ende des Jahrhunderts die Versorgungslage unübersehbar.

Verfolgt man die Verbrauchskurven für Deutschland insgesamt, zeigt sich erstmals seit dem Ende der 1850er Jahre ein kräftiger Anstieg des Bierkonsums. Während der Gründerhausse nach 1870 erlebt das junge Reich eine in dieser Dimension weder vorher noch später zu beobachtende Steigerung des Alkoholverbrauchs. Die anschließende Wirtschaftskrise trifft vor allem das Bier, bevor ein neuerlicher Aufschwung den Per-Capita- Konsum zur Zeit der Jahrhundertwende mit knapp 120 Litern auf einen Höhepunkt führt, der erst sieben Jahrzehnte später wieder überschritten werden sollte. Das Bier ist jetzt in der Tat wieder nationales Volksgetränk, schichtenübergreifend beliebt und vor dem Branntwein Hauptmedium des Alkoholgenusses.

Wenn der Spirituosenverbrauch in der nationalen Statistik gegen Ende der 1880er Jahre erstmals vom Konsum schwach alkoholischer Getränke übertroffen wurde, so hatte das nicht allein mit der in dieser Zeit besonders ausgeprägten Begeisterung für das Bier zu tun. Bis 1887 war Branntwein, gemessen an seinem Berauschungspotenzial, konkurrenzlos billig. Erst die Reichsbranntweinsteuerreform in diesem Jahr verdoppelte den Preis der Spirituosen auf einen Schlag. Ihr Konsum sank daraufhin um etwa 40 Prozent. Der Rückgang zeigte sich besonders deutlich in den Hochburgen der Kartoffelschnapsproduktion, den östlichen Provinzen Preußens, wo sich der Branntweinverbrauch bis dahin auf einem der Vormärzzeit vergleichbaren, teilweise noch höheren Niveau von 10-12 Litern (reiner Alkohol) gehalten hatte. Auch in Posen, Pommern, Brandenburg oder Schlesien gewann das Bier nun recht zügig verlorenes Terrain zurück. Die für beinahe das ganze 19. Jahrhundert typischen regionalen Unterschiede im Trinkverhalten, die zwischen dem Osten und dem Westen Deutschlands besonders ausgeprägt waren, begannen sich nun spürbar abzuschleifen.

 

Abb. 2: Verbrauch von Wein, Bier und Branntwein pro Kopf der Bevölkerung
1950, 1970 und 1999 (l Weingeist) in der BRD

 

Die Einstellungen zum Alkoholkonsum ändern sich zu Beginn 
des 20. Jahrhunderts

Die Dekade vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges sieht den Lebensstandard  in Deutschland auf einem bisher nicht gekannten Höhepunkt. Wenn sich die Verhältnisse auch noch nicht annähernd mit jenen unseres gegenwärtigen Wohlstandes vergleichen lassen, deuten sich doch bereits in dieser Zeit wesentliche Strukturen im Verhalten der künftigen Massenkonsumgesellschaft an. Dazu gehört auch der Umgang mit den alkoholischen Getränken. 

Das Bild der allgemeinen Trinkgewohnheiten, die einen langen und über weite Strecken von der Industrialisierung bestimmten Formationsprozess durchlaufen hatten, ähnelt zu Beginn des 20. Jahrhunderts dem heutigen in vielen Zügen. Abgesehen von einem immer noch niedrigen Weinverbrauch, kommt die getränkespezifische Verteilung, die sich nach 1887 einpendelte, den gegenwärtigen Verbrauchstrukturen recht nahe. Ebenso erscheint der Funktionswandel, der den Gebrauch alkoholischer Getränke auf ihre Eigenschaft als Genussmittel reduziert, weit fortgeschritten. Damit verbunden beschleunigt sich auch der Prozess der Verdrängung des Alkoholkonsums aus der Arbeitswelt in die Freizeit. Als Voraussetzung und Folge dieser Entwicklungen etabliert sich ein Massenmarkt alkoholfreier Erfrischungsgetränke. Zum ersten Mal werden alkoholfreie Biere oder Weine angeboten. Ein neues Körper- und Gesundheitsbewusstsein wie auch die Anfänge des Breitensports verändern zumal in der jüngeren Generation die Einstellung zum Alkoholgenuss.

 

Sekt …

als Prestigegetränkt der Wohlhabenden und als Begleiter festlicher Anlässe. Damit wird auch üppig geworben, wie hier auf einem Plakat

 des Grafikers Josef Mukarowsky.

 

Im Krieg wurde Deutschland „trocken gelegt“

Der Erste Weltkrieg leitete in Deutschland eine von wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Krisen und Katastrophen geschüttelte Zeit ein, die von kurzen Phasen der Stabilität abgesehen einem permanenten Ausnahmezustand gleichkam. Auch in der Alkoholgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts nimmt diese Epoche eine Sonderstellung ein.

Als sich die hochfliegenden Erwartungen auf ein rasches und erfolgreiches Ende des Krieges als Illusion entpuppten, sah sich das Deutsche Reich vor der Aufgabe, die Versorgung mit und die Verteilung von Rohstoffen, Futter- und Grundnahrungsmitteln staatlich zu lenken und sicherzustellen. Für das Alkohol produzierende Gewerbe ebenso wie die Verbraucher stellte sich mit der Zwangsbewirtschaftung ein altes, mittlerweile in Vergessenheit geratenes Problem, der Interessenskonflikt zwischen der Erzeugung eines Genussmittels und der vordringlichen Sicherung der Ernährung. So gehörten Brennverbote lange Zeit zum obrigkeitlichen Repertoire des Krisenmanagements bei Hungersnöten. Obgleich das Reich nicht zu dem Mittel eines direkten Produktionsverbotes griff, erwies sich die 1915 eingeführte Kontingentierung, d. h. die staatlich festgesetzte Zuteilung der Rohstoffe, als kaum weniger wirksam. Bis 1918 sank die Kontingentierung für die Brauindustrie auf nurmehr 10 Prozent der vor dem Krieg verarbeiteten Gerstemengen. Deutschland wurde regelrecht „trockengelegt“, der Alkolverbrauch sank während der letzten beiden Kriegsjahre auf ein knappes Zehntel des Niveaus der Jahrhundertwende.

 

Die Zwischenkriegszeit als Ausnahmezustand

Da die Zwangsbewirtschaftung in den ersten beiden Nachkriegsjahren nicht wesentlich gelockert wurde, änderte sich daran zunächst nur wenig, bevor mit der Aufhebung der Kontingentierung und im Gefolge der Inflationskonjunktur 1921–22 wieder ein Anstieg des Konsums zu beobachten war, der im folgenden Jahr durch die Hyperinflation bereits wieder gestoppt wurde. Erst in den sogenannten guten Jahren der Weimarer Republik scheint sich das Trinkverhalten in Deutschland wieder zu normalisieren. 1929 klettert der Alkoholverbrauch auf seinen höchsten Stand in der Zwischenkriegszeit, ohne allerdings auch nur entfernt an die Margen der Jahrhundertwende heranzureichen. 

Die große Depression 1929–1933 beendet den kurzen Aufschwung und lässt den Konsum auf lediglich 60 Prozent der Vorkrisenwerte schrumpfen. Der katastrophale Einbruch des Arbeitsmarktes und stagnierende oder sinkende Einkommen bei jenen, die noch in Lohn und Brot sind, erklären diese Entwicklung indes nicht allein. Sie ist vielmehr auch als Reaktion der Verbraucher auf den enormen Preisanstieg zu verstehen, der die alkoholischen Getränke infolge mehrfacher Steueranhebungen so teuer macht wie nie zuvor. Belastete der Fiskus den Bierkonsum nach der Währungsstabilisierung schon mit einer Abgabe, die doppelt so hoch lag wie vor dem Kriege, stieg die Steuerquote bis 1930 noch einmal um ca. 100 Prozent. Hinzu kam die Gemeindebiersteuer, die im Zuge der kommunalen Finanznot zwischen 1930 und 1932 drastisch anzog. Im Durchschnitt belastete der Staat den Bierkonsum mit einem fünfmal höheren Betrag als 1923, im Vergleich zur Jahrhundertwende war die Biersteuer auf das zwanzigfache (gegenüber dem in der norddeutschen Brausteuergemeinschaft geltenden Satz) gestiegen. Da eine gleichfalls hohe Steuerlast auf Spirituosen die Rückkehr zum Branntwein verhinderte, fiel der Alkohol-Pro-Kopfverbrauch mit drei Litern nahezu auf den Nachkriegsstand zurück. 

Mit der wirtschaftlichen Erholung nach 1933 stieg auch der Alkoholkonsum wieder an. Dies geschah jedoch eher zögerlich und mit – gemessen am Tempo des Konjunkturaufschwungs – unterproportionalen Wachstumsraten. 1938, auf dem Höhepunkt einer ökonomischen Entwicklung, die ausländische Beobachter von einem deutschen Wirtschaftswunder sprechen ließ, lagen die Verbrauchswerte noch deutlich unter dem zehn Jahre zuvor erreichten Stand. Diese Zurückhaltung gegenüber dem immer noch wichtigsten Genussmittel der Zeit lässt sich als „Erfolg“ einer nationalsozialistischen Wirtschaftspolitik interpretieren, die die Konsumgüterindustrie gegenüber solchen Branchen benachteiligte, die für die Aufrüstung wichtig waren, und fügt sich ein in das Bild der allgemein bescheiden gebliebenen Ernährungsgewohnheiten. Wie der Alkohol- liegt auch der Fleischverbrauch trotz des staunenswerten Aufschwungs unter dem Niveau von 1929. 

Im Zweiten Weltkrieg schließlich bestimmt erneut eine Mangelwirtschaft den Alltag, die den Genussmittelkonsum immer weiter einschränkt und für viele Menschen zu einem seltenen Vergnügen werden lässt. Die 1939 beginnende Durststrecke dauert diesmal zehn Jahre. 

Zwei Phänomene lassen die Zwischenkriegszeit als Ausnahmeperiode in der Alkoholgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts erscheinen: zum einen die unstete, von kurzen Auf- und abrupten Abschwüngen gekennzeichnete Bewegung des Konsumverlaufs, auf der anderen Seite die außerordentlich niedrige Verbrauchshöhe. Vor allem letztere Erscheinung, die sich im übrigen während dieser Zeit ebenso in Skandinavien, Westeuropa und den USA beobachten ließ, verlangt eine tiefergehende Erklärung. Ohne Frage zählen der mit dem Krieg stark abgesunkene Lebensstandard, die zeitweise verbreitet hohe Arbeitslosigkeit und die allgemein unsichere wirtschaftliche Situation zu den wichtigsten Einflussfaktoren. Eine große Rolle spielte zweifellos auch der durch den kräftigen Zugriff des Fiskus hervorgerufene Preisanstieg.

 

Ein Einstellungswandel

Damit allein lässt sich die ungewöhnliche Reserve gegenüber den Alkoholika allerdings nicht hinreichend begründen. Von nicht zu unterschätzender Bedeutung scheint vielmehr die wachsende Konkurrenz neuer Waren und Freizeitangebote gewesen zu sein. So erlebte der Zigarettenkonsum in den zwanziger Jahren einen rasanten Aufstieg, lockte das Kino, buhlten neue Einrichtungsgegenstände und technische Geräte zunehmend um die Gunst der Verbraucher, deren Kaufkraft im Verhältnis zur Vorkriegszeit nicht nur nicht gewachsen war, sondern in der Mehrzahl der Jahre einen geringeren Spielraum aufwies. 

Dass sich offensichtlich so viele Konsumenten gegen das traditionelle Genussmittel entschieden, muss als Reflex eines spürbaren Einstellungswandels gewertet werden, der seinen Ursprung in den letzten beiden Jahrzehnten des Kaiserreichs hatte. Gerade jene Altersgruppen zwischen 20 und 40 Jahren, die in der Regel die größte Nachfrage nach alkoholischen Getränken entwickeln, hatten als Jugendliche und junge Erwachsene das Trinkverhalten in einer Zeit erlernt, die gekennzeichnet war durch eine intensive öffentliche Diskussion über die Gefahren des Alkoholmissbrauchs für die Gesundheit des Individuums, die wirtschaftliche oder auch militärische Leistungskraft der Nation. Die deutsche Antialkoholbewegung, die nach 1900 ihren Höhepunkt erlebte und mehrere hunderttausend Mitglieder zählte, erreichte mit ihren Aufklärungskampagnen Schulen, Betriebe und Armee. Bewusst gewählte Abstinenz oder ein sehr maßvoller Alkoholgenuss galten bei vielen Jugendlichen nun nicht mehr als Schwäche, sondern eher als Ausweis zeitgemäßen Verhaltens. So propagierte etwa die deutsche Jugendbewegung zeitweise den Grundsatz der Alkoholabstinenz. Auch wenn man die Reichweite der Temperenzbewegung nicht überschätzen sollte, so wurde dem Alkoholkonsum von vielen Verbrauchern der Zwischenkriegszeit, die in den Jahren vor 1914 groß geworden waren, nicht mehr die gleiche Priorität zugemessen, die er noch für ihre Väter besaß.

 

Die „Fresswelle“ der Fünfzigerjahre war mit einem rapiden Anstieg des Alkoholkonsums verbunden

Dass viele Menschen einen Großteil des Ertrages, den das wundersame Wirtschaftswachstum der jungen Bundesrepublik brachte, zunächst in die Befriedigung ursprünglicher Lebensbedürfnisse ummünzten, kann angesichts der langen Jahre des Hungers und einer kargen Ernährung im Krieg kaum verwundern.

Ebensowenig mag es überraschen, dass mit der berühmten „Fresswelle“ der Fünfzigerjahre ein rapider Anstieg des Alkoholverbrauchs verbunden war. Insbesondere die Biertrinker schienen in kürzest möglicher Frist nachholen zu wollen, was in den Vierzigerjahren gezwungener Maßen versäumt worden war. Von gut vierzig Litern im Jahr 1950 kletterte der Pro-Kopfkonsum in nur neun Jahren auf über 100 Litern. 

Der Verzehr von Spirituosen und Wein blieb dagegen anfangs auf niedrigem Niveau zurück, bevor sich seit der Mitte bzw. dem Ende der Fünfzigerjahre auch diese Getränkegruppen dem scheinbar unaufhaltsamen Wachstumstrend anschlossen. Zu Beginn der Sechzigerjahre scheint der erste große Nachholbedarf gestillt, die Zuwachsraten werden kleiner, ohne dass indes ein Ende des Booms abzusehen wäre. 

Mitte der Siebzigerjahre schließlich wird der Höhe- und Wendepunkt der Entwicklung erreicht. Mit zwölfeinhalb Litern reiner Alkohol pro Kopf und Jahr trinken die Westdeutschen soviel wie seit nahezu einem Jahrhundert nicht mehr. Ein Bierverbrauch von 150 Litern, statistisch verteilt auf jeden Bundesbürger vom Säugling bis zur Greisin, markiert einen nationalen Rekord. 

Nach einer kurzen Phase der Stagnation auf hohem Niveau beginnt der Gesamtkonsum in den Achtzigerjahren langsam, aber unübersehbar zu sinken, wobei der Abwärtstrend vornehmlich durch den zunehmenden Verzicht auf hochprozentige Spirituosen verursacht wird. In den Neunzigerjahren schließlich sinkt auch die Biernachfrage spürbar ab, was nun auch den Gesamtverbrauch kräftig nach unten zieht. Gegenwärtig bewegt sich der Alkoholkonsum mit 10 Litern auf dem niedrigsten Stand seit 1968. 

Die zunehmende Abkehr von den alkoholischen Getränken während der letzten Dekade spiegelt sicherlich nicht allein ein verändertes, restriktiveres Einstellungsklima wider. Sie ist zunächst das „natürliche“ Ergebnis eines demographischen Prozesses, der Alterung unserer Gesellschaft. Während der Anteil der jüngeren, konsumstarken Altersgruppen schrumpft, wächst der Anteil älterer Verbraucher, die aus Gesundheitsgründen einen maßvolleren Alkoholgenuss pflegen. 

Gleichwohl deutet vieles daraufhin, dass die gesellschaftliche Akzeptanz hohen Alkoholkonsums deutlich geringer geworden ist.

 

… oder Selters

„Wasser trinkt das liebe Vieh“, heißt es in einem populären Lied. Dagegen hat die Mineralwasser-Industrie anzukämpfen versucht, indem sie ihre Flaschen prestigemässig aufmotzte, wie hier auf einem Plakat des Grafikers Kirchbach. Im Rahmen des heutigen Gesundheitsbewusstseins stellt der Mineralwasserkonsum kein Statusproblem mehr dar. 

 

Alkoholkonsum und ökonomische Prosperität

Überblickt man das Auf und Ab der langen Oberflächenlinie, die sich in der statistischen Erfassung des Durchschnittskonsums abbildet, lassen sich folgende Bewegungsmerkmale unterscheiden und in den Zusammenhang äußerer wie innerer Einflussfaktoren einordnen. Wenden wir uns zunächst den Aufschwüngen zu. Sie sind – mit Ausnahme der Zwischenkriegszeit – jeweils von relativ langer Dauer (vom Ausgang der Napoleonischen Kriege bis zum Ende der 1830er- Jahre, von 1855 bis 1875, von 1949 bis zur Mitte der Siebzigerjahre), starten im Anschluss an eine Phase starken Mangels und signalisieren einen großen Nachholbedarf. Sie vollziehen sich weiterhin in aller Regel als Teil eines allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwungs und bei weitgehender Abwesenheit öffentlichen Problembewußtseins. Steigender Alkoholverbrauch, als gesellschaftliches, nicht als individuelles Phänomen, ist also stets ein Indikator ökonomischer Prosperität.

Dementsprechend lässt sich ein Großteil der abrupten Einbrüche und Abschwünge im Zusammenhang von Ernährungskrisen und Konjunkturentwicklung erklären. Als wirksame Verbrauchsbremse erweisen sich überdies Steueranhebungen, so in den Jahren 1887, 1906 und 1909 wie in der Zeit der Weimarer Republik.

 

Doch es gibt nicht nur äußere Zwänge

Aus heutiger Perspektive erscheinen vor allem jene Perioden stagnierenden oder sinkenden Alkoholkonsums von besonderem Interesse, die in eine Zeit gleichbleibend guter oder sich noch verbessernder Entwicklung des Lebensstandards fallen. Sie zeigen, dass das Trinkverhalten keineswegs allein auf äußere Zwänge reagiert. Eine der Triebfedern dieser sozialen Selbstregulation bilden die Substitutionsprozesse. Steigende Einkommen werden nur bis zu einer gewissen Grenze in ein absolutes Mehr an Alkoholgenuss verwandt. Sie dienen dann dem vermehrten Umstieg auf geschmacklich anspruchsvollere und vor allem auch prestigeträchtigere Getränke. Dieser Austauschvorgang umfasst im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert vornehmlich den Wechsel vom Branntwein auf das teuerere Bier und äußert sich seit den 1960er-Jahren in einem kräftigen Wachstum des Verbrauchs von Wein und Sekt.

 

Offenbar existiert auch eine relativ stabile Sättigungsgrenze

Nicht weniger Interesse verdienen schließlich auch die Spitzen und Wellenkämme der Verbrauchsbewegung. Ihr Vergleich über 200 Jahre zeitigt ein überraschendes Ergebnis. Es existiert offenbar eine relativ stabile Sättigungsgrenze der Pro-Kopf- Konsumtion. Sie liegt bei 10 bis 13 Litern reiner Alkohol und wird erreicht bei zum Teil krass von einander abweichender getränkespezifischen Verteilung, stark differierender Altersstruktur der Bevölkerung und auf höchst unterschiedlichen Stufen des Lebensstandards. Dieses Wachstumslimit könnte man, zumindest für den hier beobachteten Zeitraum, als Schmerzgrenze einer gesellschaftlichen Güterabwägung interpretieren, die zwischen der festverankerten Tradition, den positiven Werten und Leistungen des Alkoholgenusses auf der einen Seite und den mit ihm untrennbar verbundenen, stets in Kauf genommenen individuellen wie sozialen und ökonomischen Schäden auf der anderen Seite vollzogen wird. In der Annäherung an diese Sättigungsmarken wie in der Entfernung von ihnen unter unterschiedlichen Angebots- und Nachfrageverhältnissen offenbart sich die Beharrungskraft des Trinkverhaltens ebenso wie die Tatsache, dass es sich beim Alkoholkonsum auch in Deutschland um eine anpassungsfähige und recht veränderliche Größe handelt.

 

Trinken

kann Durstlöschen, Genießen oder aber Alkoholmissbrauch sein. Es kommt immer darauf
an, wo, wie und warum.

Foto: dpa-Fotoreport

 

Literaturhinweise:

Irmgard Eisenbach-Stangl: Eine Gesellschaftsgeschichte des Alkohols. Produktion, Konsum und soziale Kontrolle alkoholischer Rausch- und Genussmittel in Österreich 1918-1984, Frankfurt/M., New York 1991 

James S. Roberts: Drink, Temperance and the Working Class in Nineteenth-Century Germany, Boston 1984 

Hasso Spode: Alkohol und Zivilisation. Berauschung, Ernüchterung und Tischsitten in Deutschland bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts, Berlin 1991

Heinrich Tappe: Auf dem Weg zur modernen Alkoholkultur. Alkoholproduktion, Trinkverhalten und Temperenzbewegung in Deutschland vom frühen 19. Jahrhundert bis zum Ersten Weltkrieg, Stuttgart 1994

(Hans Jürgen Teuteberg, Peter Borscheid (Hg.): Studien zur Geschichte des Alltags, Bd.12)

Ders.: Der Genuss, die Wirkung und ihr Bild: Werte, Konventionen und Motive gesellschaftlichen Alkoholverbrauchs im Spiegel der Werbung, in: Peter Borscheid, Clemens Wischermann (Hg.): Bilderwelt des Alltags. Werbung in der Konsumgesellschaft des 19. und 20. Jahrhunderts, Stuttgart 1995, S. 222-241

Ulrich Wyrwa: Branntewein und „echtes Bier“. Die Trinkkultur der Hamburger Arbeiter im 19. Jahrhundert, Hamburg 1990

 

 


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